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Nach 277 Tagen Stillstand: Fichtelberg-Schwebebahn erlebt Ansturm zum Neustart

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Die lange Zwangspause für die Bahn resultierte zum einen aus der coronabedingten Einstellung des Fahrbetriebes, zum anderen aus einer unerwartet langen Revision.

Oberwiesenthal.

An ihrem ersten Fahrtag nach 277 Tagen Stillstand hat die Fichtelberg Schwebebahn einen regelrechten Ansturm erlebt. Zahlreiche Touristen nutzten die älteste Seilschwebebahn Deutschlands, um auf den höchsten Gipfel Sachsens zu kommen beziehungsweise wieder herunter. Während der knapp vier Minuten langen Fahrt am Fichtelberg überwinden die beiden Kabinen auf dem Weg zwischen Talstation und Bergstation auf einer Länge von 1175 Meter einen Höhenunterschied von 303 Meter.

Die lange Zwangspause für die Bahn resultierte zum einen aus der coronabedingten Einstellung des Fahrbetriebes, zum anderen aus einer unerwartet langen Revision. Denn bei der turnusmäßig aller zwölf Jahre stattfindenden großen Untersuchung der Anlage waren Schäden an den beiden Kabinen festgestellt worden. Sie mussten daraufhin aufwendig in den Flugzeugwerken Dresden generalsaniert werden. Dabei sind unter anderem annähernd 15.000 Nieten erneuert worden.

Zum Neustart präsentieren sich die beiden generalüberholten Kabinen auch in neuem Design. Damit wollen die Betreiber der Anlage schon neugierig machen auf das große Jubiläum, das in drei Jahren bevorsteht: Dann feiert die Seilschwebebahn ihren 100. Geburtstag. "Die Kabinen haben damals Namen erhalten", erläutert René Lötzsch. Sie wurden nach den Ehefrauen der damaligen Hauptaktionäre benannt: Maria und Elinor. "Mit den Fotos der historischen Kabinen und ihren Namen in Verbindung mit den Zahlen wollen wir auf unser bald 100-jähriges Bestehen hinweisen."

Die Fichtelberg Schwebebahn verkehrt nun wieder täglich von 9 bis 17 Uhr. Einzige Einschränkung für die Fahrgäste: "Die Pflicht zum Tragen einer Mund- und Nasebedeckung bleibt in den Kabinen, da wir dort nicht die Möglichkeit haben, den geforderten Mindestabstand von 1,50 Meter einzuhalten", erläutert René Lötzsch. Ansonsten könne der Fahrbetrieb lediglich durch starken Wind beziehungsweise durch Gewitter beeinträchtigt werden. (af)

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