Oberwiesenthal: Jens Benedict zum neuen Bürgermeister gewählt

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Der Kandidat des Bündnisses Wiesenthal Einz hat die Bürgermeisterwahl in Oberwiesenthal für sich entschieden. Was will er als erstes anpacken?

Das Rennen um den Chefsessel im Rathaus in Oberwiesenthal ist entschieden. Das vorläufige Ergebnis der Bürgermeisterwahl stand am späten Sonntagabend fest. Danach erhielt Jens Benedict vom Bürgerbündnis Wiesenthal Einz 749 Stimmen. Für seinen Kontrahenten Erik Schulze von der CDU stimmten 599 Wählerinnen und Wähler. Das sind 52,67 Prozent für Benedict und 42,12 Prozent für Schulze. Die Wahlbeteiligung lag bei 80,20 Prozent.

Mit diesem Ergebnis im Rücken übernimmt Jens Benedict für die nächsten sieben Jahre die Geschicke im Kurort am Fichtelberg. Damit wird es nach der offiziellen Übergabe des Staffelstabes durch den bisherigen Amtsinhaber Mirko Ernst (FDP), der nach 14 Jahren Amtszeit seinen Hut nicht noch einmal in den Ring geworfen hatte, auf alle Fälle eine Neuausrichtung der kommunalen Politik geben. In der konnten beide Bewerber - Benedict und Schulze - bereits Erfahrungen sammeln, sitzen sie doch seit der vorangegangenen Kommunalwahl mit im Stadtparlament.

Was Wahlsieger Benedict als erstes anpacken will, ist eine bessere, offenere Kommunikation der Arbeit im Rathaus, aber auch im Stadtrat. "Mir ist es einfach wichtig, die Bürgerinnen und Bürger mitzunehmen, sie besser als bisher einzubeziehen", sagt er. Dazu möchte er unter anderem auch neue Kanäle nutzen, Stichwort Social Media. "Das ist es, was ich relativ schnell angehen beziehungsweise ändern kann", erklärt Benedict. Ansonsten gelte es natürlich, das Wahlprogramm nach und nach umzusetzen.

Schulze hingegen zeigte sich mit dem Ausgang der Wahl verständlicherweise enttäuscht. "Aber ich respektiere natürlich das Ergebnis und wünsche Jens viel Glück und ein gutes Händchen bei all den nun anstehenden Entscheidungen", sagte Schulze. Und: "Ich ziehe rückblickend den Hut vor Jens und mir, dass wir uns überhaupt zur Wahl gestellt haben."

Mit dem Ergebnis machen sich nun auch personelle Umbesetzungen im Stadtrat notwendig. Dort haben beide Bewerber bisher die Positionen des ersten beziehungsweise zweiten stellvertretenden Bürgermeisters ausgefüllt. So müssen für den künftigen Bürgermeister zunächst ein Nachrücker in der Fraktion gefunden und danach die Positionen der stellvertretenden Bürgermeister neu besetzt werden. An der bisherigen Sitzverteilung im Rat ändert sich unterdessen nichts.