Erzgebirgsbahn rollt weiter durch Region

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Der Fahrplanwechsel im hiesigen Verkehrsverbund hat am Wochenende keine Einschnitte für die Fahrgäste aus der Region mit sich gebracht. Der neue Nahverkehrsplan birgt dagegen schon einige Neuerungen.

Erzgebirge.

Die Erzgebirgsbahn wird auch in den nächsten drei Jahren zwischen Johanngeorgenstadt, Cranzahl und Olbernhau unterwegs sein. Mit dem Fahrplanwechsel im Verkehrsverbund Mittelsachsen - zu dem der Erzgebirgskreis gehört- ist am Wochenende die Vertragsverlängerung bis zum Juni 2024 mit der Erzgebirgsbahn als langjährigem Partner offiziell geworden. Die Freude darüber ist nicht nur bei Lutz Mehlhorn groß, dem Leiter der Erzgebirgsbahn: "Damit können wir im nächsten Jahr auch unser 20-jähriges Bestehen feiern", kündigt er an.

Und das Jubiläum wird etwas größer ausfallen, denn gleichzeitig existiert die Strecke der Fichtelbergbahn zwischen Cranzahl und Oberwiesenthal 125 Jahre und die Verbindung zwischen Annaberg und Weipert sogar schon 150 Jahre. Alles zusammen soll im Sommer gefeiert werden - mit einer Mischung aus Historie und Moderne. Die ist mit dem Campus-Projekt zum autonomen Fahren längst im Erzgebirge angekommen - eine der großen Herausforderungen in den nächsten Jahren auch für die Erzgebirgsbahn. So sind in Zusammenhang damit im neuen Nahverkehrsplan gleich mehrere innovative Projekte verankert: die Verbindungen von zwei Wohngebieten mit dem zentral gelegenen Umsteigeknoten zwischen Bus und Bahn am Bahnhof Schwarzenberg sowie des Stadtgebietes von Annaberg-Buchholz an die Zschopautalbahn, die Anbindung des Kurzentrums Warmbad an den Haltepunkt Warmbad am Floßplatz und des Kurzentrums Bad Schlema an den dortigen Bahnhof sowie der beiden Gemeinden Gelenau und Amtsberg an den Haltepunkt Dittersdorf.

Die "Bestandssicherung des Erzgebirgsnetzes" hat Mathias Korda als Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Mittelsachsen als einen der "wesentlichen Inhalte" bei der Fortschreibung des Nahverkehrsplanes ausgegeben. Dazu gehören neben der angestrebten Reaktivierung der Strecke zwischen Pockau-Lengefeld und Marienberg sowie drei weiteren Strecken im Verbundgebiet außerhalb des Erzgebirgskreises auch zahlreiche bauliche Vorhaben. So soll laut Lutz Mehlhorn unter anderem der Kreuzungsbahnhof Schönfeld-Wiesa um- beziehungsweise ausgebaut werden, um die Kapazität auf der Strecke zwischen Wolkenstein und Annaberg-Buchholz erhöhen zu können. "Derzeit gibt es in Wolkenstein teilweise lange Wartezeiten", macht Lutz Mehlhorn deutlich. Gleiches gilt für den Bahnhof Grünhainichen-Borstendorf und die Streckenkapazität der dort verkehrenden Flöhatalbahn. Um dort "den Fahrplan zu beschleunigen", ist unter anderem ein elektronisches Stellwerk vorgesehen.

Nicht ganz so umfangreich fallen die geplanten Veränderungen am Bahnhof Annaberg-Buchholz/Süd sowie an den beiden Haltepunkten Sehma und Schwarzenberg aus. Sie sollen barrierefrei gestaltet werden. Ein Thema, welches bei den Verkehrsplanern in Dresden, die für die Fortschreibung des Nahverkehrsplanes bis 2025 verantwortlich zeichnen, insgesamt eine große Rolle spielt. Denn die Haltestellenausstattung insbesondere im regionalen Busverkehr sei derzeit kaum barrierefrei. Im Gegensatz zur Erzgebirgsbahn: "Mehr als 80 Prozent unserer Anlagen sind bereits barrierefrei", macht Lutz Mehlhorn deutlich.

Nicht erst in den nächsten vier Jahren, sondern bereits Ende Juni wird der diesjährige Saisonverkehr auf der Schiene zwischen Cranzahl und dem tschechischen Vejprty sowie weiterführend nach Chomutov gestartet. Dort soll am Wochenende 26./27. Juni offiziell der Startschuss fallen, kündigt der Bahnsprecher an. Danach soll es jeweils samstags und sonntags je drei Verbindungen geben.

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