Schilderdiebe in Stützengrün stellen sich freiwillig

Stützengrün.

Der Schilderklau von Stützengrün ist aufgeklärt: Reumütig haben sich sechs Jugendliche gegenüber Bürgermeister Volkmar Viehweg (CDU) zur Tat bekannt und sich dafür entschuldigt. Vergangene Woche war bekannt geworden, dass an der Straße zwischen Rothenkirchen und Stützengrün das Ortsausgangs- beziehungsweise -eingangsschild sowie ein weiteres die Grenze zwischen Vogtland und Erzgebirge kennzeichnendes Schild abmontiert worden waren. Eine Anzeige hatte die Gemeindeverwaltung deswegen nicht gestellt, allerdings angekündigt, sich dazu gezwungen zu sehen, wenn die Sache nicht aufgeklärt wird.

Nun ist sie das, und Viehweg findet diese Lösung die bessere. Zunächst sei einer der Jugendlichen gekommen und habe erzählt, die gesuchten Schilder gefunden zu haben. Wie sich herausstellte, war er selbst beteiligt. Viehweg: "Ich habe im Gespräch mit den jungen Leuten Klartext geredet und deutlich gemacht, dass ich das nicht als Spaß verstehe. Jetzt gab es die Gelbe Karte. Gibt es noch eine, dann sehen die jungen Leute Rot." Auch wenn das Tun wohl aus einer Bierlaune heraus geschehen sei, sei es kein Kavaliersdelikt. Die Kosten für ein Schild liegen bei 400 Euro, die Gemeinde hätte also 1200 Euro aufbringen müssen, um sie zu ersetzen. Da der Gemeinde nun doch kein finanzieller Schaden entstanden ist, will es der Bürgermeister "beim kleinen Dienstweg belassen". Die zwischen 16- und 18-Jährigen hätten ihm ihr Wort gegeben, bereit zu stehen, wenn sie bei einer Arbeit für die Gemeinde gebraucht werden. "Wir hatten ein gutes Gespräch über Wertvorstellungen", so Viehweg. (ike)

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