Abo
Sie haben kein
gültiges Abo.
Schließen

Schüler stellen erste berufliche Weichen

Schon gehört?
Sie können sich Ihre Nachrichten jetzt auch vorlesen lassen. Klicken Sie dazu einfach auf das Play-Symbol in einem beliebigen Artikel oder fügen Sie den Beitrag über das Plus-Symbol Ihrer persönlichen Wiedergabeliste hinzu und hören Sie ihn später an.
Artikel anhören:

Die Ausbildungsmesse "Makerz" hat am Samstag in Marienberg großen Anklang gefunden. Dabei war der Altersdurchschnitt der Besucher etwas höher als in vergangenen Jahren.

Marienberg.

Wie Nelly Ullmann ist es am Samstag vielen jungen Leuten gegangen, die in der Marienberger Turnhalle "Am Goldkindstein" auf Anregungen hofften. "Ich bin für alles offen", sagte die 14-jährige Neudorferin, die sich bei der Ausbildungsmesse Erzgebirge - kurz "Makerz" - vor allem wegen ihres anstehenden Praktikums nach Tipps und Antworten suchte. "Ich wollte eine Vorstellung davon bekommen, was die Berufe alles so mit sich bringen", so die Neuntklässlerin, deren Gespräche Früchte trugen: "Ich werde wohl in die Verkaufsrichtung gehen", lautete ihre Erkenntnis, kurz bevor sie wieder die Heimreise antrat.

Bei anderen blieb noch so manche Frage offen. So wie beispielsweise im Fall von Sarah Standau, die sich später einmal beruflich im Bereich Gesundheit und Soziales engagieren will. "Dafür mache ich zunächst mein Fachabitur", erklärte die 16-jährige Annabergerin. Zwar musste sie feststellen, dass es in Marienberg mehr um Ausbildungsplätze als um Hochschwulwege ging. Doch letztlich fand auch die Zehntklässlerin mit der Diakonie und der Arbeiterwohlfahrt "interessante Ansprechpartner", bei denen sie womöglich Praktika absolviert.

Dass viele Vertreter der Klassenstufen 9 und 10 vor Ort waren, stellte für Ralf Zimmermann keine Überraschung dar. "Sie haben etwas Nachholbedarf, weil sie in den vergangenen beiden Jahren coronabedingt kaum in Berufe hineinschnuppern konnten. Wenn, dann höchstens auf digitaler Ebene", erklärt der Experte, der bei der Wirtschaftsförderung Erzgebirge für die Berufs- und Studienorientierung zuständig ist und in dieser Funktion auch die "Makerz" in Marienberg auf die Beine stellte. Die Messe, deren Bezeichnung ein Wortspiel der englischen Bezeichnung für Macher "Maker" und der Abkürzung "Erz" darstellt, war ähnlich gut besucht wie die beiden Veranstaltungen wenige Wochen zuvor in Aue und Annaberg-Buchholz.

Weit über 1000 junge Besucher kamen, um in beruflicher Hinsicht die ersten Weichen zu stellen. Einige waren mit ihren Eltern da. Andere kamen mit Bussen, die Schulen organisierst hatten, und sorgten damit vor allem vormittags für großen Andrang. An allen 87 Informationsständen wurde rege geplaudert. "Wir waren ausgebucht", sagt Zimmermann auch über die positive Resonanz seitens der Wirtschaft. Vom Handwerk über Kosmetik bis hin zur Bundespolizei reichte die Spannbreite. "Wir bilden bestmöglich das ab, was der Erzgebirgskreis hergibt", so der Mitorganisator.

Das könnte Sie auch interessieren

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.