Der plötzliche Tod einer 42-jährigen Mutter reißt eine Familie aus Zöblitz aus dem Leben. Die Feuerwehr hat eine Spendenaktion gestartet, um die beiden Kinder und ihren Vater finanziell zu unterstützen.
Für Sandro Freund war es der schlimmste Tag seines Lebens. „Ich kann nicht realisieren, was geschehen ist“, sagt er. Seine Frau Beatrice, gerade einmal 42 Jahre alt, starb an einer seltenen Autoimmunerkrankung.
Es ist der 6. Dezember: Sandro Freund ist am Vormittag mit seinem jüngsten Sohn Finlay beim Einkauf, als seine Frau Beatrice in der Küche zusammenbricht. Er bringt sie zu Bett und ruft den Notarzt, weil sie über starke Bauchschmerzen klagt. Ein Rettungshubschrauber fliegt die 42-Jährige in eine Klinik nach Chemnitz.
Krankheit bis zuletzt unentdeckt geblieben
Noch am späten Abend erreicht Sandro Freund ein Anruf. Er und seine Familie sollen in die Klinik kommen, der Gesundheitszustand von Beatrice sei kritisch. Doch als sie durch die Tür des Krankenhauses gehen, ist es bereits zu spät. Beatrice Freund erliegt ihrem Leiden, einer seltenen Hautkrankheit. Für die Familie ein unfassbarer Schicksalsschlag.
Die Krankheit war bis dahin unentdeckt geblieben. Für die Kinder Finlay und Jamie sowie ihren Vater haben Freunde nun einen Spendenaufruf gestartet. Denise und Marko Hirsch von der Feuerwehr Zöblitz haben auf der Plattform „gofundme“ ein Projekt ins Leben gerufen. Sohn Jamie ist seit seiner Kindheit Mitglied der Jugendfeuerwehr Zöblitz und seit diesem Jahr Teil der aktiven Einsatzabteilung. Er engagiert sich dort mit Herz und Leidenschaft.
Feuerwehr Zöblitz startet Spendenaktion
Nun möchte die Feuerwehr Zöblitz ganz besonders für die Familie da sein. Unter dem Titel „Weihnachten ohne Mama – Aufruf für Jamie (16) und Finlay (13)“ kann für die Hinterbliebenen gespendet werden. Denn mit dem Verlust von Ehefrau und Mutter fehlt der Familie nicht nur ein geliebter Mensch, sondern auch ein wichtiger Teil des Einkommens.
Beerdigungskosten, Trauerfeier und laufende Ausgaben lasten nun auf den Schultern des Vaters. Der jüngere Finlay geht noch zur Schule, der ältere Bruder hat gerade seine Ausbildung begonnen. Für die beiden Kinder und ihren Vater ist es das erste Weihnachten ohne Mutter und Partnerin. Die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Zöblitz möchten in dieser schweren Zeit ein Licht sein – und bitten um Unterstützung. (mife)






