Haus brennt in Dittersdorf bei Chemnitz - riesige Rauchsäule

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Aus allen Rohren haben die Kameraden am Mittwoch Löschwasser auf ein Wohnhaus in Dittersdorf gepumpt. Der Einsatz sollte sich über viele Stunden hinziehen.

Dittersdorf.

Vom Boden und aus der Luft mit Drehleitern haben Feuerwehrleute aus Dittersdorf und Umgebung Mittwochnachmittag einen verzweifelten Kampf gegen die Flammen geführt. Am Ende hat sich das Feuer durch das Gebälk des Wohnhauses an der Dittersdorfer Straße gefressen. Schon aus der Entfernung war die Rauchsäule über dem Amtsberger Ortsteil zu sehen. Ein beißender Geruch lag in der Luft.

Gemeindewehrleiter David Haase, der den Einsatz leitete, erhielt bei der Alarmierung gegen 13.30 Uhr die Meldung, dass sich noch Menschen im Gebäude aufhielten. Das hat sich nicht bestätigt. Die Bewohner des Hauses, ein älteres Ehepaar, seien beim Eintreffen der Feuerwehr in Sicherheit gewesen. Laut Polizei wurden sie mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht.

Derweil versuchten die Feuerwehrleute, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Im Einsatz waren 80 bis 90 Kameraden. Vom Boden und von zwei Drehleitern richteten sie Strahlrohre auf den Dachstuhl, den schwarzer Qualm zeitweise ganz verdeckte. Die Polizei forderte die Bewohner umliegender Wohnhäuser auf, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Anwohner verfolgten das Geschehen aus einiger Entfernung. Doch auch nach einer Stunde ununterbrochenen Löschens schossen immer wieder Flammen hoch. Erst nach 15 Uhr gelang es, das Feuer einzudämmen. Zu dieser Zeit hatten die Flammen schon ein großes Loch in den Dachstuhl gerissen. Drei Stunden später war davon nichts mehr zu sehen. Mit der Drehleiter versuchten die Einsatzkräfte, die verbliebenen Glutnester zu löschen. Bis in die Abendstunden hinein blieb die Dittersdorfer Straße gesperrt.

Als schwierig hat sich die Löschwasserversorgung erwiesen. "Wir konnten auf das Hydrantennetz und Feuerlöschteiche zugreifen, die sich aber in einiger Entfernung befinden", sagte Gemeindewehrleiter Haase. Zugleich lobte er den Einsatz der örtlichen Agrargenossenschaft. Mitarbeiter hatten mit einem Traktor Tankwagen angekarrt. Das Wasser wurde in ein Kunststoffbassin gefüllt und von dort aus zum Brandort gepumpt.

Ein Feuer dieses Ausmaßes mussten David Haase und seine Kameraden zuletzt 2020 löschen. An jenem 12. August stand im benachbarten Ortsteil Weißbach ein Dreiseitenhof in Flammen. Bis zu drei Tage dauerte es, das Feuer in dem aus einer Scheune und zwei Wohngebäuden bestehenden Hof zu löschen. Das Gehöft wurde fast vollständig zerstört. Ein 63-Jähriger hatte sein Elternhaus angezündet und seinen Neffen niedergeschlagen.

Noch keine Informationen gibt es darüber, wie das Feuer am Mittwoch zustande kam. Brandursachenermittler seien vor Ort, hieß es am Abend von der Polizei. Die könnten aber erst tätig werden, wenn das Feuer gelöscht ist.

Update: Nach Informationen der Polizei am Donnerstag ist das Mehrfamilienhaus für die nächste Zeit nicht mehr bewohn- und betretbar. Der Schaden beläuft sich auf eine Millionen Euro.

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