Ein Buch von Jürgen Fuchs steht immer auf dem Schreibtisch von Utz Rachowski in Reichenbach. Beide kannten sich gut, und Rachowski wünscht sich, dass das Andenken des Dissidenten Fuchs in der Stadt lebendig bleibt.
Ein Buch von Jürgen Fuchs steht immer auf dem Schreibtisch von Utz Rachowski in Reichenbach. Beide kannten sich gut, und Rachowski wünscht sich, dass das Andenken des Dissidenten Fuchs in der Stadt lebendig bleibt. Bild: Matthias Zwarg
Kultur
Das Erbe der Dissidenten: Warum manche Wende-Rebellen dem Staat heute noch weniger trauen als damals der DDR

In der DDR wurden sie inhaftiert, aber in Westdeutschland waren sie auch nicht immer willkommen: Was ist aus den damaligen Bürgerrechtlern unserer Region heute geworden?

„Ein halber Sieg ist einzugestehen und eine neue Niederlage“, konstatierte DDR-Dissident Jürgen Fuchs 1998 in seinem Roman „Magdalena“, in dem er sich auf die Suche nach Tätern und Opfern der SED-Diktatur macht – und oft an einem Dickicht aus Paragrafen, Registriernummern und Vorschriften scheitert. Er attesttierte die...
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