Arbeitseinsatz im Freibad Erdmannsdorf - Saisonstart in Falkenau

Erdmannsdorf.

Obwohl die Badesaison im Freibad Erdmannsdorf noch gar nicht begonnen hat, herrschte am Wochenende im großen Becken Hochbetrieb. Mehr als 20 Personen hatten sich mit Besen, Schrubbern und Hochdruckreiniger ausgerüstet, um das Bassin gründlich zu reinigen. Dabei waren nicht nur die Mitglieder des Fördervereins Freibad Erdmannsdorf aktiv. Auch aus Chemnitz war ein Vater mit seinem Sohn angereist, um mit anzupacken. Beide zählen seit Jahren zu den Stammgästen in der Freizeitoase. "Eigentlich wollten wir uns im Internet nur darüber informieren, wann das Bad wieder öffnet, sahen aber zunächst den Hinweis auf den Arbeitseinsatz. Kurzentschlossen haben wir uns auf den Weg gemacht, um zu helfen", waren sich beide einig. "Das ist eine ganz tolle Sache. Diese Hilfe ist bei uns natürlich ganz groß angekommen", sagte Fördervereinschef Gottfried Jubelt. Unterdessen machte sich Steven Clauß im Nichtschwimmerbecken nützlich, um bei der finalen Reinigung mitzuwirken. Clauß ist die zweite Saison als Schwimmmeister tätig und kooperiert dabei eng mit den Rettungsschwimmern.

Bereits eine Woche vorher rollten mehrere Betonmischfahrzeuge auf dem großen Grundstück an der B 180 zwischen Flöha und Erdmannsdorf an. "Die Wege an den Wasserbecken waren so verschlissen, dass ein Ausbessern nicht mehr in Frage kam. Deshalb haben wir jetzt komplett neuen Beton aufgebracht", sagte der Vereinsvorsitzende Jubelt. Die Netto-Kosten belaufen sich auf reichlich 8000 Euro. Das Regionalmanagement des "Vereins zur Entwicklung der Erzgebirgsregion Flöha- und Zschopautal" mit Sitz in Gahlenz unterstützt diese Investition mit Fördermitteln. "Wir beteiligen uns zu 80 Prozent an den Kosten, dass sind rund 6500 Euro. Das Geld stammt aus unserem Regionalbudget. In diesem Jahr stehen allein für Vereine 75.000 Euro zur Verfügung", sagte Regionalmanagerin Andrea Pötzscher. Außerdem hat der Erdmannsdorfer Förderverein einen Förderantrag bei der Sparkassenstiftung der Sparkasse Mittelsachsen gestellt und kann dabei mit 1500 Euro Zuschuss rechnen.

Nachdem das Becken sowie die Außenbereiche gesäubert wurden, begann die Befüllung der Becken mit Frischwasser. Das wird rund acht Tage dauern. Da anschließend die Qualität des Wassers vom Gesundheitsamt geprüft werden muss, geht Jubelt davon aus, dass das Freibad am 13. Juni seine Tore für die Gäste öffnen wird. Die Betreiber punkten bei den Besuchern unter anderem auch mit ihren drei Beachvolleyball-Plätzen. Insgesamt steht den Badegästen eine Wasserfläche von 2000 Quadratmetern zur Verfügung. Die Liegewiese hat eine Ausdehnung von 20.000 Quadratmetern, dazu kommen noch ein FKK- Abschnitt (5000 Quadratmeter) sowie ein Sandstrand (2000). Die Sicherheit der Besucher wird durch eine ausreichende Anzahl von Schwimmmeistern und Rettungsschwimmern abgesichert. "Die Rettungsschwimmer sind in diesem Jahr mehr gefordert als sonst. Denn sie müssen während der Coronakrise insbesondere auf die Einhaltung der Hygieneregeln achten. Aber unser Konzept ist ausgearbeitet und wir freuen uns auf den Start", sagte Jubelt.

Im Freibad Falkenau wurde hingegen die Saison bereits am Samstag eingeläutet. Die ersten Mutigen ließen es sich nicht nehmen, ihre Bahnen im großen Becken zu ziehen. (kbe)

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