Eheberater setzen auch auf Humor

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Experten der Diakonie Erzgebirge starten Kinoabend

Affalter.

Beziehungen erfolgreich zu führen, ist im Stress des Alltags zwischen Job und Kindern häufig eine Kunst. Manchmal zerbrechen Paare daran. Das wollen die Ehe-, Familien- und Lebensberater der Diakonie Erzgebirge verhindern.

Humor erweist sich bisweilen als gutes Mittel. Genau darauf setzt das Team um Diplom-Sozialpädagogin Ines Schulz am gestrigen Mittwoch, wenn die evangelisch-lutherische Kirche von Affalter zum Kinosaal wird. "Wir zeigen einen Film, der sich mit Beziehungen befasst", sagt Schulz. Sie hat die Komödie gesehen und kennt das Ende. Beim Gedanken daran huscht ein Schmunzeln über ihr Gesicht.

Der Streifen schildert, wie eine Beratung beim Paartherapeuten abläuft und welche Folgen das hat. "Es ist amüsant und überspitzt. Aber viele Probleme trifft es im Kern", sagt Schulz. Schon 2020 sollte es diesen Filmabend geben. Corona verhinderte es. "Daher nehmen wir einen zweiten Anlauf." Diesem schließt sich die traditionelle Haus- und Straßensammlung an, die die Diakonie immer im Herbst - vom 11. bis 20. November - und im Frühjahr macht, um Geld für besondere Projekte oder freiwillige und kostenlose Angebote zu sammeln.

Die EFL-Beratung gehört dazu. "Wir wollen unsere offene Sozialarbeit möglichst breit gefächert erhalten - und grundsätzlich auch kostenfrei, damit jeder Zugang hat." Denn gerade familiäre Konflikte finden Nährboden, wenn das soziale Umfeld kritisch ist. Sprich Geld und Arbeit oder beides fehlen. Wobei Ratsuchende aus allen gesellschaftlichen Schichten den Weg in die Anlaufstellen in Stollberg, Bad Schlema und Annaberg finden, wie Schulz betont. Das Team zählt zwölf Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit. Mit dem Filmabend in Affalter wolle man auf die Arbeit der Berater hinweisen, die es mit "Beziehungswaisen" aller Art zu tun haben. Gründe für Trennungen gibt es viele. "Da hilft es , wenn rechtzeitig ein neutraler Betrachter auf die Lage schaut", so Schulz. Häufiges Problem sei, dass sich die Eltern als Paar verlieren, weil sich der Fokus im Alltag komplett auf Kindererziehung und Arbeit verschiebt.

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