Barrierefrei und mit neuem Fähranleger: Spatenstich an Talsperre Kriebstein

Von dem Umbau erhoffen sich die Beteiligten einen Schub für den Tourismus. Seit Jahren wurde um eine Förderung für den Bau gerungen.

Kriebstein.

Knapp fünf Wochen nach Beginn der Arbeiten an der Talsperre Kriebstein hat sich Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Mittwoch beim symbolischen ersten Spatenstich für den Hafenumbau ein Bild von dem bisher größten Investitionsprojekt des Zweckverbandes Kriebsteintalsperre gemacht.

Dabei würdigte Kretschmer das Naherholungsgebiet als "bezaubernden Ort" in Sachsen, der auch als Vorbild für den touristischen Ausbau von ehemaligen Tagebau-Arealen andernorts im Freistaat gelte. Bund und Freistaat fördern das Vorhaben mit rund 1,9 Millionen Euro, die Investitionssumme liegt bei etwa 2,5 Millionen.

Bis zum Saisonstart der Schifffahrt auf  der Talsperre Anfang April 2021 sollen an der Wasserbaustelle die Ufermauer saniert, ein neuer Fähranleger sowie ein Aufzugsgebäude für den barrierefreien Zugang zu den Schiffen gebaut werden. Im Ergebnis der Baumaßnahmen erhoffen sich die am Zweckverband beteiligten Kommunen Mittweida und Kriebstein sowie der Landkreis Mittelsachsen einen Schub für den Tourismus an der Talsperre, wie der Mittweidaer Oberbürgermeister Ralf Schreiber (CDU) erklärte. Das Vorhaben hätten die hier verantwortlichen Kommunalpolitiker bereits seit Jahren verfolgt und um die Förderung gerungen.

In einem nächsten Schritt soll auch in die einzige Seebühne Sachsens an der Talsperre in direkter Nachbarschaft zum Hafen investiert werden. Voraussichtlich im Herbst 2021 könnte mit deren Umbau begonnen werden, wie der Geschäftsführer des Zweckverbandes, Thomas Caro, erklärte. Auch das Vorhaben mit voraussichtlichen Gesamtkosten von knapp 3,6 Millionen Euro ist nur mit Fördermitteln des Bundes zu finanzieren. Erwartet wird hierzu eine Zuwendung des Bundes in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro, die der Haushaltausschuss des Bundestages bereits freigegeben hatte. In der kommenden Woche soll dazu ein Koordinierungsgespräch zwischen Zweckverband, den zuständigen Ministerien des Freistaats und Vertretern des Bundes stattfinden, wie die mittelsächsische CDU-Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann erklärte.

11 Kommentare

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    1
    typewriter
    20.08.2020

    Auf den Bildern sind die Abstände nach Corona-Doktrin aber auch nicht ganz korrekt ausgemessen??