Explosion: Feuerwehr findet einen Toten

Ob es sich bei der männlichen Leiche um den Besitzer des Hauses in Marbach handelt ist noch unklar, genauso wie die Ursache der Detonation.

Marbach.

Bis in den späten Sonntagabend hinein sind zuletzt noch 25 Feuerwehrleute aus Marbach und Etzdorf an dem Einfamilienhaus im Striegistaler Ortsteil Marbach geblieben, welches am Nachmittag von einer Explosion erschüttert worden ist.

Zuvor waren bereits gegen 16.40 Uhr insgesamt 91 Feuerwehrleute mit 13 Fahrzeugen zum Großeinsatz der zehn beteiligten Ortswehren aus Striegistal und Roßwein zu der früheren Verwaltungsbaracke an der Hauptstraße in Marbach ausgerückt. Alarmiert hatte die Einsatzkräfte, den Rettungsdienst sowie die Polizei ein Nachbar, nachdem er einen lauten Knall von dem Grundstück gehört hatte.

Nach Angaben des Striegistaler Gemeindewehrleiters Patrick Hundshammer hatte es sich dabei um einen Familienangehörigen des Bewohners des Hauses gehandelt, in dem die Explosion Türen, Fenster und Einrichtungsgegenstände zerstört hatte. In dem Gebäude, in dem kein Brand ausgebrochen war, fand ein Atemschutz-Trupp der Feuerwehr eine leblose männliche Person, wie Hundshammer erklärte. Ob es sich um den Hausbesitzer handelt, blieb zunächst unklar. Die Chemnitzer Kriminalpolizei, die am Abend ihre Ermittlungen in dem Fall aufgenommen hat, machte noch keine Angaben zur Identität des Toten sowie zu einer möglichen Ursache für die Explosion.

Nach Angaben der Polizei war ein 21-Jähriger, der sich in dem Haus aufgehalten hatte, mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden. Wie Gemeindewehrleiter Hundshammer sagte, handelte es sich dabei um jenen Familienangehörigen des Hausbesitzers, welcher die Polizei und Feuerwehr alarmiert hatte. Er hatte dabei den Verdacht geäußert, dass es zu einer Explosion gekommen sein könnte.

Die freiwilligen Einsatzkräfte der Wehren unter Leitung des Marbacher Ortswehrleiters hatten zuvor bereits die Nachricht erhalten, dass eine Person als vermisst gilt. Nachdem klar war, dass vor Ort kein Brand zu löschen war, hatte die Wehr das Haus auf ausströmende Gase untersucht und die Statik des Gebäudes begutachtet. Laut Hundshammer hatte das Haus, welches sich auf dem ehemaligen Gelände einer Agrargenossenschaft befindet, keinen Gasanschluss. Das Einfamilienhaus sei nicht einsturzgefährdet.

Bewertung des Artikels: Ø 3.4 Sterne bei 9 Bewertungen
2Kommentare
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  • 2
    0
    Scubi
    04.11.2019

    Die Kameraden der Feuerwehr sind sicher nicht aus Sensationslust da gewesen. Sondern weil sie von der Rettungsleitstelle angefordert wurden. Ich wünsche Jedem der in Not gerät, dass eher zu viele Rettungskräfte erscheinen als zu wenige.

  • 2
    10
    karstenp
    04.11.2019

    Ist schon Traurig, wie schnell soetwas geht, noch trauriger macht mich der Auflauf, 91 Feuerwehrleute, man überlege sich das einmal 91 Feuerwehrleute, das nenne ich wirklich Sensationslust. Anders kann das keiner erklären.



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