Gas weg: Jetzt blitzt es hier wirklich

Die Anlage, die nicht blitzen durfte, ist Vergangenheit. Nun steht in Greifendorf eine neue Säule, die sogar in beide Richtungen teure Fotos macht.

Greifendorf.

Schluss mit lustig: Nachdem Autofahrer lange über die peinlichen Folgen der Fehlplanung einer im Oktober 2017 aufgebauten Tempomessanlage in Greifendorf lachen konnten, wird nun an gleicher Stelle "scharf geschossen". Eine neue Blitzersäule ist an der Ortsdurchfahrt aufgebaut worden und seit Freitag in Betrieb. Wie Landkreissprecher André Kaiser bestätigte, wird nun in beide Richtungen die Geschwindigkeit von Autos und Lkw gemessen. Wer sich nicht an das vorgeschriebene Limit von 30 Stundenkilometern hält, muss mit teuren Fotos der Behörde rechnen.

Das war beim Vorgängermodell nicht der Fall: Die Anlage hatte die entscheidende Prüfung des Eichamtes Zwickau nicht bestanden. Das ursprünglich hier vorgesehene Radar-Messverfahren bewerteten die Prüfer als ungeeignet und verweigerten die Zulassung. Damit blieb die Blitzersäule eine ungefährliche Attrappe und wurde schließlich wieder abgebaut. Auf deren Fundament steht nun ein neues Gerät, bei dem laut Kaiser das Laserverfahren zur Tempomessung angewendet wird. Und da es sich um eine Lasermesseinrichtung handelt, bedürfe es keiner Eichung des Standortes der Säule, so Kaiser. Die beiden darin verbauten Messgeräte seien bereits im Juni und August geeicht worden.

Für den Landkreis entstehen mit der neuen Anlage keine Kosten, da die Investition in Aufbau und für den Betrieb der Hersteller der Anlage aufkommt. Nach dem sogenannten Betreibermodellwird der Blitzer-Hersteller an den Einnahmen aus Verwarn- und Bußgeldern beteiligt. Wie hoch der Anteil ist, verriet Kreissprecher nicht. "Dies sind interne Vertragsdaten, dazu geben wir keine Auskunft", so Kaiser.

Rossaus Bürgermeister Dietmar Gottwald (parteilos) zeigte sich erfreut, dass mit der neuen Blitzersäule "endlich eine Lösung" gefunden wurde. Denn die Greifendorfer Einwohner hätten schon länger gefordert, dass der Durchgangsverkehr durch den Ortsteil auf der viel befahrenen B 169 zwischen Hainichen und Döbeln im Sinne der Sicherheit für Fußgänger zumindest gebremst wird.

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