Neues Wohngebiet in Mittweida: Das sind die ersten Bauherren auf dem Ruma-Gelände

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Wenn der Traum vom Haus wahr wird: Eine Familie aus Chemnitz baut sich auf dem Ruma-Gelände in Mittweida ihr neues Zuhause. Für das junge Paar ein spannendes Abenteuer und für den Familienvater eine Rückkehr in die Heimat.

Mittweida.

Ihre künftigen Nachbarn haben Julia und Maxim Felbel schon kennengelernt. Zwar dauert es noch etwa zwei Jahre, bis sie neben der anderen Familie wohnen. Aber sie wollte gern schon jetzt Kontakt haben. "Das ist schön, so kann man sich vielleicht auch während der Bauphase austauschen", sagt Maxim Felbel. Auf dem Ruma-Gelände in Mittweida hat die junge Familie ein Grundstück gekauft. Dort wollen sie bald ihr neues Zuhause haben.

Familie freut sich auf kurze Wege in Mittweida

Mit ihrem kleinen Sohn wohnt das Paar im Moment noch in Chemnitz. Maxim Felbel stammt aus Mittweida. Seine Frau Julia war lange im Erzgebirge daheim. Von Mittweida überzeugt wurden die beiden durch die soziale Infrastruktur und die kurzen Wege in der Stadt, erzählen sie. Denn: Vom Ruma-Gelände aus ist es nicht weit bis zur Pestalozzi-Grundschule, in wenigen Minuten ist man in die Innenstadt gelaufen, die Bahn fährt regelmäßig bis ins Chemnitzer Zentrum und auch die Autobahn ist nicht weit. Maxim Felbel arbeitet bei der Softwarefirma Staffbase in Chemnitz. Muss er ins Büro, ist er in ungefähr einer halben Stunde da. "Ich arbeite aber auch viel vom Homeoffice aus", sagt er.

85 Euro für den Quadratmeter

Vor ihrer Entscheidung, nach Mittweida zu ziehen, haben er und seine Frau sich aber auch Grundstücke in Chemnitz und im Erzgebirge angeschaut. "In Mittweida war aber das Preis-Leistungs-Verhältnis für uns optimal. Wir zahlen 85 Euro für den Quadratmeter. In Chemnitz ist es viel teurer." Und hinzu kommt: "In Chemnitz ist die Infrastruktur für eine Familie mitunter gar nicht so gut, wie man denkt. Da kommt es darauf an, wo man wohnt. Vom Stadtrand ist es weit bis ins Zentrum", so Maxim Felbel. "Viele wissen gar nicht, welchen Mehrwert Kleinstädte gerade für Familien bieten."

Sechs Einfamilienhäuser auf Ruma-Gelände geplant

Insgesamt sollen auf dem Gelände sechs Einfamilienhäuser und daneben noch Mehrfamilienhäuser gebaut werden. Laut Oberbürgermeister Ralf Schreiber (CDU) sind alle Grundstücke für die Einfamilienhäuser inzwischen verkauft worden. Zwei Familien, die dort bauen werden, sind aus Mittweida, die übrigen vier ziehen von woanders in Sachsen in die Stadt, so der OB. Mit zwei Interessenten, die Mehrfamilienhäuser bauen wollen, würden die Verantwortlichen im Rathaus momentan verhandeln.

Wenn die Wohnhäuser fertig gebaut sind, will die Stadtverwaltung die Oststraße bauen lassen. Neue Fußwege sind geplant. "Diese Maßnahme wird nach der Fertigstellung der Häuser erfolgen. Damit werden die Fußwege durch die Baufahrzeuge nicht beschädigt", erklärt Ralf Schreiber.

Früherer Standort der Rundstrickmaschinenfabrik

Bei Familie Felbel laufen derweil erst noch die Vorbereitungen für den Hausbau. Spannend findet es der Familienvater, dass er bald auf einem Gelände wohnt, das historisch bedeutend für Mittweida ist. Dort, wo insgesamt sechs Einfamilien- und auch Mehrfamilien-Häuser gebaut werden, stand früher die Rundstrickmaschinenfabrik. "Ich war mal im Stadtarchiv und habe mich etwas belesen. Dort wo unser Grundstück ist, war früher ein Kohlenbunker, der zur Fabrik gehörte", sagt Maxim Felbel.

Noch keine Baufirma gefunden

Derzeit beschäftigt sich das Paar vor allem damit, wie das künftige Zuhause aussehen soll. Die Stadtverwaltung hat einige Vorgaben gemacht. Das Haus muss zwei Geschosse haben und nur zwei verschiedene Dachformen sind erlaubt. Ansonsten ist das meiste der Fantasie und dem Geschmack der Eigentümer überlassen. "Wir haben uns in Häusern, in den wir mal waren, und bei Social Media Inspiration geholt. Den Grundriss nach unseren Wünschen und Vorstellungen erarbeitet nun ein Architekt", sagt der Bauherr. "Es ist spannend, ein Haus komplett selbst zu entwerfen", sagt Julia Felbel. Doch ein Problem hat das Paar noch: "Wir haben bislang keine Baufirma gefunden und suchen noch eine", sagt Maxim Felbel.

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