Sinfoniekonzert: Große Orchestermusik erklingt in Rochlitz

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In der Kunigundenkirche gastiert die Mittelsächsische Philharmonie. Der Rochlitzer Kantor freut sich und wirkt selbst in wichtiger Rolle.

Rochlitz.

Eigentlich war die Veranstaltung bereits im Jahr 2020 geplant, zum 100-jährigen Bestehen der Orgel von Alfred Schmeisser in der Rochlitzer Kunigundenkirche. Doch wegen Corona wurde sie abgesetzt. Der Rochlitzer Kantor Jens Petzl freut sich nun um so mehr, dass das Konzert der Mittelsächsischen Philharmonie an diesem Sonntag nachgeholt wird. "Nach vielen Jahren findet in der Kunigundenkirche erstmals wieder ein Sinfoniekonzert der Mittelsächsischen Philharmonie statt. Das ist eine gute Nachricht für alle kulturell interessierten Menschen in und um Rochlitz, vor allem aber für alle, die sonst kaum Gelegenheit haben, mit großer Orchestermusik in Berührung zu kommen", teilt er mit. Zuletzt 2008 gab es in Rochlitz ein rein sinfonisches Konzert, weiß Petzl.

Eröffnet wird mit der Sinfonie Nr. 2 für Orgel und Orchester von Richard Bartmuß, einem Organisten und Komponisten, der in Dessau wirkte und 1910 mit 51 Jahren starb. "Eine Musik, die einerseits wunderbar melodisch glüht, aber auch mit Kraft und Glanz daherkommt", beschreibt Kirchenmusikdirektor Petzl. In der Mitte des Konzerts steht die Sinfonie Nr. 36, KV 425, die "Linzer Sinfonie" von Wolfgang Amadeus Mozart. Petzl: "Diese Sinfonie ist im doppelten Wortsinn einfach schön. 1783 innerhalb weniger Tage in Linz entstanden, ist sie Ausdruck einer wohl glücklichen Zeit im Leben von Mozart. Das vierteilige Werk, pathetisch eingeleitet und dann voller Schwung in großer Besetzung fortgeführt, ist angefüllt mit belebten Melodien und Rhythmen." Den Abschluss bildet ein groß angelegtes Werk für Orgel und Orchester des französischen Komponisten Alexandre Guilmant. 1878 entstanden, verlange es vom Solisten hohe Virtuosität und in Rochlitz ein großes Maß an Koordination zum Orchester im Chor der Kirche. Das Werk bietet Klangfülle und Zartheit.

"Mit dem Dresdner Organisten Martin Strohhäcker, Professor an der Hochschule für Kirchenmusik, und der Mittelsächsischen Philharmonie werden hervorragende Musiker und Musikerinnen agieren", sagt Petzl. Für ihn selbst wird das Konzert eine Herausforderung, denn er dirigiert. Doch die Musiker seien Profis und die Zusammenarbeit stets gut und kollegial. Petzl hofft, dass die Musiker künftig häufiger in die Region kommen. "Gerade in diesen Zeiten, wo es viele Kulturschaffende und Kulturbetriebe nicht leicht haben, braucht es neben aller notwendigen staatlichen Unterstützung die Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger für den Erhalt des Lebensmittels Kultur und derer, die es herstellen. Akzeptanz braucht Resonanz, und diese muss, zumindest ab und zu, vor Ort hergestellt werden."

Das dreistündige Sinfoniekonzert beginnt am Sonntag, 18. September, 17 Uhr in der Kunigundenkirche. Karten zu 22 Euro (ermäßigt 16 Euro für Schüler und Studenten) sind vorab in der Buchhandlung am Markt sowie in den Pfarrämtern Rochlitz und Schwarzbach und dann an der Abendkasse erhältlich.

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