Sturm wütet in Tauscha

Tauscha.

Abgedeckte Dächer, umgestürzte Bäume, zerstörte Gewächshäuser - Ein kurzes aber heftiges Unwetter hat am Mittwochnachmittag im Peniger Ortsteil Tauscha für Verwüstungen gesorgt. Die Grundstücke an der Hofstraße und an der Straße Zur Lochmühle traf es besonders schlimm.
"Kur vor 16 Uhr wurde der Himmel schwarz wie in der Nacht und es hat gegrollt. Dann kam plötzlich Wind, fast wie ein Tornado, die Dachziegel fielen von den Häusern, und Bäume stürzten um", berichtete Christian Riedel, der sein Grundstück an einer der beiden Straßen hat. Das Dach seines Hauses ist an einer Seite stark beschädigt worden. "Das ist sehr ärgerlich. Wir wollten morgen in den Urlaub fahren. Nun müssen wir uns um eine schnelle Reparatur und die Versicherung kümmern", sagt der Tauschaer.
Bei Ronny Tischoff, der an der Hofstraße nahe des Gruma Agrarbetriebs in Tauscha wohnt, ist ein etwas 12 Meter hoher Baum auf seinem Grundstück umgefallen und in eine Stromleitung gestürzt. "Der Sturm ging ganz plötzlich los und war nach etwa zehn Minuten vorbei", so Tischoff, der selbst Mitglied der freiwilligen Feuerwehr ist und zusammen mit seinen Kameraden ab dem Nachmittag im Dauereinsatz war.
"Das Unwetter hat massive Schäden an zahlreichen Gebäuden verursacht und etliche Bäume sind umgestürzt oder große Äste abgebrochen", sagte Penigs Gemeindewehrleiter Thomas Cramer. Auffällig sei, dass das Unwetter quer durch die Ortsmitte von Tauscha gezogen ist. Andernorts in Penig gebe es keine oder nur geringe Schäden.
Viele Tauscher vermuteten daher, dass am Mittwochnachmittag ein kleiner Tornado durch ihr Dorf gezogen ist. Die Tornadoliste Deutschland, eine private Initiative, die eigenen Angaben zufolge seit
18 Jahren Tornados in Deutschland registriert und schon mehr als
5000 dieser Wetterphänomene dokumentiert hat, bestätigte den Verdacht aber bislang nicht. Allerdings, so heißt es bei der Tornadoliste, sei am Dienstag ein Tornado bei Mulda nahe Freiberg gesichtet worden. Im sozialen Internetnetzwerk Facebook veröffentlichte die Tornadoliste davon ein Foto.
Auch in der Region rund um Geringswalde war am Dienstagabend ein Unwetter niedergegangen. Die Freiwillige Feuerwehr Geringswalde musste ausrücken. "Wir wurden gegen 22 Uhr an die Verbindungsstraße nach Langenau gerufen", berichtete Einsatzleiter Jan Bretschneider. Ein umgestürzter Baum hatte die Fahrbahn blockiert. Der Einsatz sei nach reichlich anderthalb Stunden beendet gewesen. (mit grün)

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