Der stellvertretende CSU-Vorsitzende Manfred Weber fordert eine Neuausrichtung seiner Partei. (Archivbild)
Der stellvertretende CSU-Vorsitzende Manfred Weber fordert eine Neuausrichtung seiner Partei. (Archivbild) Bild: Malin Wunderlich/dpa
Deutschland
Weber: Keine Führungsdebatte um Markus Söder in CSU

Freie Presse auf Google News folgen

Ein Brief, Unterstützung von Theo Waigel und viel Gesprächsstoff: Warum Manfred Weber trotzdem jede Führungsdebatte um CSU-Chef Markus Söder ausschließt.

Berlin/München.

Der stellvertretende CSU-Vorsitzende Manfred Weber sieht in seiner Partei keine Führungsdebatte um CSU-Chef Markus Söder. "Es gibt in der CSU derzeit keine Führungsdiskussion, dass man Markus Söder infrage stellt. Wir wollen gemeinsam arbeiten", sagte Weber in der ARD-Sendung "Maischberger".

"Wir werden uns als CSU in den nächsten Wochen, Monaten strategisch neu aufstellen, und wir werden überlegen, wie wir in diese Wahl miteinander gehen", sagte Weber, der in Brüssel Partei- und Fraktionsvorsitzender der Europäischen Volkspartei (EVP) ist. Und dann werde auch überlegt, wer das Führungspersonal sein werde. 

Weber hatte zuvor eine Neuausrichtung der CSU gefordert und vor wenigen Tagen mit einem an zahlreiche Mandatsträger verschickten "Pfingstbrief" für Aufmerksamkeit gesorgt - und dabei Unterstützung vom CSU-Ehrenvorsitzenden und Ex-Bundesminister Theo Waigel bekommen. 

Weber verwies bei "Maischberger" darauf, dass die CSU bei den Kommunalwahlen in Bayern schwere Niederlagen erlitten habe. "Und ich glaube, dass jetzt ... angesichts der Zeit, dass wir zwei Jahre bis zur nächsten Landtagswahl haben, der richtige Moment ist, strategisch zu überlegen, wie wir dann in die Zukunft gehen." Er finde es ein wenig schade, dass dann immer gleich mit der Personalkeule und einer Personaldebatte gekommen werde, sagte Weber. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
Das könnte Sie auch interessieren
16:15 Uhr
1 min.
Chemnitz: Spielplatz auf dem „Geri“ schon wieder gesperrt
Chemnitz: Spielplatz auf dem „Geri“ schon wieder gesperrt - Das großflächige Graffiti soll wieder entfernt werden.
Vor zwei Monaten wurde der Spielplatz erst fertiggestellt. Nun wird er wegen Reparaturen für eine Woche gesperrt.
Erik Anke
14.06.2026
3 min.
EVG: Italo-Züge könnten Städte vom Fernverkehr abkoppeln vom 14.06.2026
 2 Bilder
EVG: Italo-Züge könnten Städte vom Fernverkehr abkoppeln vom 14.06.2026 - Der EVG-Vorsitzende fordert Paketlösungen bei der Streckenzuteilung, mit denen der Bahn-Konkurrent Italo verpflichtet wird, auch Zuglinien in der Provinz zu bedienen. (Symbolbild)
Das italienische Bahnunternehmen Italo plant ab 2028 Fernverkehrsfahrten in Deutschland. Die EVG fordert, dass auch kleinere Städte angebunden bleiben und warnt vor "Rosinenpickerei".
14:53 Uhr
3 min.
Söder fordert Kompromisse - "Zum Erfolg verdammt"
Söder fordert Kompromisse - "Zum Erfolg verdammt" - CSU-Chef Markus Söder fordert Kompromissbereitschaft von allen Seiten.
Die Wölfe stünden vor der Tür, warnt CSU-Chef Söder - und sieht die Berliner Koalition unter maximalem Druck, nun zu liefern. Rote CSU-Linien will er nicht ziehen. Mit einer Ausnahme vielleicht.
16:13 Uhr
2 min.
Nahrungsergänzungsmittel bestellen? Internetseite prüfen
Nahrungsergänzungsmittel bestellen? Internetseite prüfen - Erst checken, dann kaufen: Wer online Kapseln und Co. bestellt, sollte EU-Sicherheitslogo und Register-Eintrag prüfen.
Mit wenigen Klicks kann man Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel online bestellen. Dennoch sollten Sie sich kurz Zeit nehmen, die Internetseite zu prüfen - um nicht auf Betrüger hereinzufallen.
06:38 Uhr
4 min.
Mittelsachsen: Die Frau, die jeden Monat 8 Millionen Euro auszahlt
Mittelsachsen: Die Frau, die jeden Monat 8 Millionen Euro auszahlt - Anja Friedrich ist seit einem Jahr Geschäftsführerin des Jobcenters Mittelsachsen. Hier am Standort Mittweida.
Seit einem Jahr leitet Anja Friedrich (48) das Jobcenter Mittelsachsen. Im Interview spricht sie über Not und Betrug, Arbeit, Leistung und Sanktionen. Ein Thema macht ihr besonders Sorgen.
Cornelia Schönberg
06:23 Uhr
2 min.
Eibenstock: Warum Alexander Hodeck die Bürgermeisterwahl so klar gewinnt
Eibenstock: Warum Alexander Hodeck die Bürgermeisterwahl so klar gewinnt - André Hempel (l.) gratuliert am Abend Alexander Hodeck zum Wahlsieg.
Das Ergebnis fällt deutlicher als erwartet aus. Was Sieger und Verlierer dafür verantwortlich machen – und was sich im Rathaus nun ändern soll.
Mike Baldauf
Mehr Artikel