Ende 2021 hatte der Msuiker einem Leipziger Hotelmitarbeiter vorgeworfen, ihn antisemitisch diskriminiert zu haben - eine Lüge, wie sich herausstellte. Nun geht Ofarim ins Dschungelcamp und lässt sich die Teilnahme versilbern.
Erneuter Wirbel um den ehemaligen Teenie-Schwarm Gil Ofarim. Nachdem RTL ankündigte, dass Ofarim in der neuen Staffel des Dschungelcamps mitmacht, drohten Fans mit Boykott der Sendung. Nun wurde bekannt, wie viel Geld der 43-Jährige für seine Teilnahme einstreicht: Er ist einer der teuersten Kandidaten aller Zeiten.
Nach Informationen des Portals „Schlager.de“ soll Ofarim mehr als 300.000 Euro erhalten. Damit übertrifft er die Spitzenverdienerin der vorigen Staffel, Lilly Becker, die „nur“ 300.000 bekam.
Der Kölner Privatsender RTL dürfte auch deshalb so viel für den Musiker springen lassen, weil dieser nach seiner Antisemitismus-Lüge über einen Leipziger Hotel-Mitarbeiter entsprechendes Konfliktpotenzial mitbringt - und öffentliche Aufmerksamkeit verspricht.
Erfundene Antisemitismus-Geschichte
Rückblende: Im Oktober 2021 meldete sich der jüdische Sänger in einem Video vor dem Westin-Hotel in Leipzig und behauptete, ein Hotelmitarbeiter („Herr W.“) habe ihn dort antisemitisch diskriminiert wegen seiner Davidstern-Kette.
Das Video ging viral, sorgte für jede Menge Empörung im Netz und vor dem Hotel gab es Proteste. Wer Vorurteile gegenüber Sachsen hegte, fühlte sich damals bestätigt. Der betroffene Hotelmitarbeiter wurde zunächst suspendiert und bekam teils Morddrohungen.
Das Problem: Ofarim hatte die Vorwürfe frei erfunden. Und schnell kamen Zweifel an seinen Schilderungen auf. Im März 2022 erhob die Staatsanwaltschaft Leipzig Anklage gegen den Musiker, Anfang November 2023 kam es zum Prozess.
Die Vorwürfe gegen Ofarim: falsche Verdächtigung, Verleumdung, Betrug, versuchter Betrug und Falschaussage an Eides statt.
Ende November 2023 räumte Ofarim ein, dass alles nur erfunden war: „Die Vorwürfe treffen zu. Ich möchte mich entschuldigen. Es tut mir leid. Ich habe das Video gelöscht.“ Das Verfahren wurde gegen eine Zahlung von 10.000 Euro eingestellt, die teils an die jüdische Gemeinde in Leipzig ging.
Dschungel-Fans drohen mit Boykott
Danach war der Musiker bei vielen Fans unten durch. Als RTL kürzlich ankündigte, dass der Musiker Teilnehmer bei „Ich bin ein Star“ wird, hagelte es Kritik am Sender und Boykott-Ankündigungen. „Dieses Jahr ohne mich, wegen Gil“, heißt es etwa unter einem RTL-Posting auf Instagram. Oder: „Ne, also da bin ich raus. Gil Ofarim eine Plattform zu geben. Da habt Ihr mich definitiv verloren. Die erste Staffel, die wir nicht anschauen.“
Ofarim lässt sich die Teilnahme am Dschungelcamp zwar sehr gut bezahlen, ist aber nicht der teuerste Kandidat aller Zeiten. Claudia Effenberg strich laut übereinstimmenden Medienberichten rund eine halbe Million Euro ein. Cora Schumacher angeblich sogar noch mehr – musste aber durch ihren vorzeitigen Ausstieg auf einen guten Teil des Geldes verzichten.
Vergleichsweise günstig waren dagegen noch frühere Teilnehmer: Für Lucas Cordalis und Sonja Kirchberger sollen jeweils rund 150.000 Euro fällig gewesen sein und für Gunter Gabriel etwa 195.000 Euro.
Ob Gil Ofarim sein Geld wert ist und die Einschaltquote passt, ist ab dem 23. Januar zu erfahren. Dann startet um 20.15 Uhr die neue Staffel bei RTL sowie dem Streamingdienst RTL+. (phy)






