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Dresdner Musikfestspiele gehen mit Rekordergebnis zu Ende

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96 Prozent Auslastung, mehr als 2,2 Millionen Euro Einnahmen und ein Finale mit US-Schauspieler Bill Murray: Die Dresdner Musikfestspiele verbuchen ihre 49. Ausgabe als besten Jahrgang aller Zeiten.

Dresden.

Die Dresdner Musikfestspiele sehen sich in der Weltspitze angekommen. Man habe es in diesem Jahr geschafft, in die Elite der weltweiten Festivals vorzustoßen, zog Intendant Jan Vogler kurz vor Ende der Festspiele ein überaus positives Resümee und verglich Dresden mit Salzburg oder Luzern. 

Festspiele gehen mit Rekordergebnis zu Ende

Zumindest geht die 49. Ausgabe, die in den vergangenen vier Wochen unter dem Motto "Leichtigkeit des Seins" stand, mit einem Rekordergebnis in die Annalen ein. Eine Auslastung von 96 Prozent gab es noch nie. Die Einnahmen aus dem Ticketverkauf von mehr als 2,2 Millionen Euro blieben um zehn Prozent über bisherigen Bestwerten. Insgesamt kamen rund 68.000 Gäste zu den 64 Aufführungen. 

US-Schauspieler Bill Murray bei Finale der Festspiele dabei

Bei der Bilanz im Palais Großer Garten von Dresden präsentierte Vogler auch den bestens aufgelegten US-Schauspieler Bill Murray ("Und täglich grüßt das Murmeltier"). Beide gestalten am Sonntagabend im Kulturpalast gemeinsam mit der Geigerin Mira Wang und der Pianistin Vanessa Perez das Finale. Die Show "New Worlds" mit Texten amerikanischer Dichter und Musik erlebte weltweit schon gut 100 Aufführungen. Beim Pressetermin gab das musikalisch-literarische Quartett eine Kostprobe.

Begeisterung für "Schachnovelle" des Wiener Burgtheaters

Vogler verteidigte auch die inhaltliche Öffnung des Klassikfestivals hin zu anderen Musikrichtungen und Sparten. Man habe das Spektrum noch einmal um hochkarätige Theateraufführungen erweitert, sagte er und verwies dabei auf das Gastspiel des Wiener Burgtheaters mit Nils Strunk und seinem musikalischen Schauspiel "Schachnovelle". Es ist nach einer umjubelten Aufführung am Samstagabend noch einmal zu erleben. 

Kultur als Zugpferd für die Stadt Dresden

Vogler zufolge sind mehr als 10.000 Gäste eigens für das Festival aus anderen deutschen Bundesländern oder dem Ausland angereist sind. Dresden sei als Festivalstadt perfekt - mit einem überschaubaren Zentrum, in dem man die Spielstätten meist zu Fuß erreichen kann, mit guten Hotels, Restaurants und "Weltklasse-Museen", in denen die Besucher am Vormittag vor dem abendlichen Konzert Kunst und Kultur genießen könnten. 

Murray fand es anschließend wunderschön, wieder in Dresden zu sein. Auch das Palais Großer Garten, das im Zweiten Weltkrieg zerstört und nur in seiner äußerlichen Hülle komplett saniert wurde, hatte es ihm angetan. Murray fühlte sich an Kuba erinnert und fragte in die Runde, wer schon einmal auf der Karibikinsel war. "Es ist wunderschön. Wirklich. Es ist im Moment ziemlich chaotisch dort. Es ist schade, was da passiert." 

Musikfestspiele feiern 2027 ihren 50. Geburtstag

Vogler blickte abschließend auf das Jubiläum im kommenden Jahr. Es wird bereits im September mit einem Gastspiel der Wiener Philharmoniker und unter Leitung von Tugan Sokhiev und der Geigerin Hilary Hahn als Solistin eingeläutet. Das Motto und die beteiligten Künstler bleiben vorerst geheim. Nur dass die Geigerin Anne-Sophie Mutter dabei ist, ließ sich Vogler entlocken. Musikfans sind gebeten, zum 50. Geburtstag Erinnerungen an besondere Momente der Festspiele aufzuschreiben. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
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