"Freie Presse" für Dialogformat geehrt

Freiburg/Chemnitz. Für ihre Dialogveranstaltungen im Nachgang zu den teilweise fremdenfeindlichen Demonstrationen im Herbst vergangenen Jahres in Chemnitz  ist die "Freie Presse" am Montag in Freiburg geehrt worden. Die Jury des Ralf-Dahrendorf-Preises für Lokaljournalismus würdigte die Redaktion mit einer lobenden Erwähnung. Die Redaktion habe mit dem Dialogformat "Chemnitz diskutiert" wesentlich dazu beigetragen, die Sprachlosigkeit in der nach den Protesten aufgewühlten Stadt zu überwinden. Zu den Protesten war es im Nachgang eines mutmaßlich von Asylbewerbern begangenen Tötungsverbrechens an dem 35-jährigen Daniel H. gekommen. Um den Preis hatten sich bundesweit 79 Redaktionen beziehungsweise Journalisten beworben. Der erste Preis ging an Andreas Schmidt und Björn Wisker von der Oberhessischen Presse in Marburg  für ihre hartnäckige Aufarbeitung von dubiosen Grundstücksgeschäften zwischen einer Tochtergesellschaft der Stadt Marburg, Kommunalpolitikern und heimischen Unternehmen. Mit dem Preis werden Journalisten und Redaktionen gewürdigt, die Informationen beschaffen, einordnen und bewerten, die sich für möglichst viel Öffentlichkeit und Transparenz einsetzen und so mithelfen, die Demokratie vor Ort zu sichern und zu verteidigen. (fp)
 

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