Die Gesundheitswirtschaft bringt Sachsen derzeit mehr als 17 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung ein. (Symbolbild)
Die Gesundheitswirtschaft bringt Sachsen derzeit mehr als 17 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung ein. (Symbolbild) Bild: Jan Woitas/dpa
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Gesundheitswirtschaft bringt Sachsen 17,4 Milliarden Euro

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Etwa jeder sechste Beschäftigte in Sachsen arbeitet in der Gesundheitswirtschaft. Die Branche wächst schneller als der Rest der Wirtschaft.

Dresden.

Gesundes Wachstum: Die sächsische Gesundheitswirtschaft legt jedes Jahr zu und kam laut einer aktuellen Studie im Jahr 2023 auf eine Bruttowertschöpfung von 17,4 Milliarden Euro. Damit entfielen 12,2 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung des Freistaates auf diese Querschnittsbranche, teilte das Wirtschaftsministerium in Dresden mit. Zugleich habe sie rund 334.000 Erwerbstätigen Arbeit gesichert - etwa jede sechste erwerbstätige Person in Sachsen sei in dieser Branche tätig. 

"Wer die Gesundheitswirtschaft allein als Kostenfaktor betrachtet, greift zu kurz", zog Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) ein Fazit. Die Studie mache sichtbar, welche Bedeutung sie für den Freistaat habe. 

Branche wächst dynamischer als Gesamtwirtschaft 

"Seit 2014 wuchs die Branche im Durchschnitt um 4,8 Prozent pro Jahr und damit dynamischer als die sächsische Gesamtwirtschaft", hieß es. Auch in der Corona-Pandemie habe sie sich als robust erwiesen. "Die Exporte stiegen seit 2014 um 39,8 Prozent und erreichten 2023 rund 2,7 Milliarden Euro. Das entspricht 4 Prozent des sächsischen Gesamtexports." 

Den größten Teilbereich bildet die medizinisch-pflegerische Versorgung. Sie erwirtschaftete 2023 eine Bruttowertschöpfung von 10,9 Milliarden Euro und beschäftigte 230.600 Erwerbstätige. Die industrielle Gesundheitswirtschaft kam auf 2,6 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung, 36.100 Erwerbstätige und Exporte in Höhe von 2,4 Milliarden Euro - sie weist die höchste Wachstumsdynamik auf. 

Weitere Bereiche stehen mit 3,9 Milliarden Euro und 67.700 Erwerbstätigen zu Buche. Das betrifft vor allem Handel, Dienstleistungen und Tourismus. Regional zeigt sich ein differenziertes Bild: Unternehmen im Bereich Humanarzneimittel sowie Biotechnologie sind vor allem in Dresden und Leipzig präsent. Die Medizintechnik ist dagegen breiter über Städte und Landkreise verteilt. (dpa)

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