Wolfram Seidel arbeitet als Rettungssanitäter in Wildenfels im Landkreis Zwickau - eine oftmals belastende Arbeit. Fast 1500-mal am Tag rücken in Sachsen Rettungswagen aus - statistisch gesehen. Obwohl die Bevölkerung weniger wird, nehmen die Rettungsdiensteinsätze zu. In den vergangenen Jahren ist die Anzahl dieser Einsätze um mehr als 15 Prozent gestiegen. 2020 kamen die Sanitäter nach Angaben des Sächsischen Innenministeriums auf 533.757 Blaulichtfahrten.
Wolfram Seidel arbeitet als Rettungssanitäter in Wildenfels im Landkreis Zwickau - eine oftmals belastende Arbeit. Fast 1500-mal am Tag rücken in Sachsen Rettungswagen aus - statistisch gesehen. Obwohl die Bevölkerung weniger wird, nehmen die Rettungsdiensteinsätze zu. In den vergangenen Jahren ist die Anzahl dieser Einsätze um mehr als 15 Prozent gestiegen. 2020 kamen die Sanitäter nach Angaben des Sächsischen Innenministeriums auf 533.757 Blaulichtfahrten. Bild: Uwe Mann
Sachsen
"Jetzt bloß keinen Applaus": Was Rettungssanitätern wirklich helfen würde

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Wolfram Seidel ist Rettungssanitäter und hat zwei Brandbriefe an die Landesregierung geschrieben. Er erklärt darin, weshalb den Rettungswachen das Personal wegläuft und die Politik an Vertrauen verliert.

Einmal hatte er übers Wochenende zwei tote Kleinkinder, die niemand retten konnte. Das bleibt hängen im Kopf. Genauso die Gesichter der Jugendlichen, die in Autowracks sterben. Genauso die Suizide, und da liegt er nachts im Bett und fragt sich: Warum machen die das, was kann so schlimm sein? Belastend, sagt Wolfram Seidel.
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