Schon 2022 erfolgten Probebohrungen für das Einstein-Teleskop in der Lausitz (Archivbild).
Schon 2022 erfolgten Probebohrungen für das Einstein-Teleskop in der Lausitz (Archivbild). Bild: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa
Sachsen
Lausitz hat Beistand im Rennen um Einstein-Teleskop

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Von der Lausitz direkt ins Universum: Die Lausitz rückt als möglicher Standort für das Einstein-Teleskop in den Fokus. Ostdeutsche Länder sehen darin große Chancen für Forschung und Innovation.

Berlin/Dresden.

Die ostdeutschen Länder unterstützen Sachsen als möglichen Standort für das europäische Großforschungsprojekt Einstein-Teleskop. Der Standort in der Lausitz könnte für ganz Ostdeutschland zu einem Innovationsschub führen, teilte die Staatskanzlei in Dresden mit. "Das Einstein-Teleskop ist ein Zukunftsprojekt von europäischer Strahlkraft. Es verbindet Spitzenforschung, technologische Innovation und wirtschaftliche Entwicklung", erklärte der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU).

Projekt soll ganz Ostdeutschland Innovationsschub bringen 

Laut Kretschmer hat die Lausitz hervorragende Voraussetzungen: günstige geologische Bedingungen, eine starke Wissenschaftslandschaft, innovative Unternehmen und eine Lage im Herzen Europas. "Das Einstein-Teleskop kann zu einem Motor für Forschung, Innovation und Wertschöpfung in ganz Ostdeutschland werden. Nun ist es wichtig, dass die Auswahlentscheidung wissenschaftsgeleitet, objektiv und transparent getroffen wird."

Die ostdeutschen Länder begrüßten die Entscheidung der Bundesregierung, das Projekt in einer Vorphase zu fördern und damit die Voraussetzungen für eine maßgebliche deutsche Beteiligung am europäischen Auswahlverfahren zu schaffen. Damit werde Deutschlands Anspruch als führender Wissenschafts- und Innovationsstandort gestärkt und seine internationale Sichtbarkeit in einem zentralen Zukunftsfeld der Forschung nachhaltig ausgebaut, hieß es.

Schritt zur Erforschung des Universums 

Das Einstein-Teleskop ist ein europäisches Projekt. Tief unter der Erde soll ein Observatorium in Form eines gleichseitigen Dreiecks entstehen. Damit können Gravitationswellen aus dem All gemessen und ausgewertet werden. Das Vorhaben gilt als entscheidender Schritt bei der Erforschung des Universums. Mit ihm sollen Forscher etwa die Kollision von schwarzen Löchern erkennen und Erkenntnisse zum Beginn des Universums erhalten.

Mehrere Standorte werden geprüft

Neben der Lausitz - einem Ort mit größter seismologischer Ruhe - werden noch zwei weitere Standorte geprüft: die Mittelmeerinsel Sardinien sowie die Region Euregio Maas-Rhein im Dreiländereck von Deutschland (Nordrhein-Westfalen), den Niederlanden und Belgien. Möglich ist auch eine Kombination aus zwei Standorten. Darauf zielt eine im Januar unterzeichnete Absichtserklärung zwischen Sachsen und Sardinien. (dpa)

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