Die Linken im Landtag schlagen einen Sicherungsplan vor, um ein weiteres Apotheken-Sterben im Freistaat zu verhindern (Symbolbild).
Die Linken im Landtag schlagen einen Sicherungsplan vor, um ein weiteres Apotheken-Sterben im Freistaat zu verhindern (Symbolbild). Bild: Robert Michael/dpa
Sachsen
Linke schlagen Sicherungsplan für Apotheken vor

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Die Zahl der Apotheken geht auch in Sachsen stetig zurück. Vor fünf Jahren lag die Zahl noch bei 938, im Jahr 2024 waren es 887. Die Linken wollen den Trend mit einem Plan aufhalten.

Dresden.

Die Linken wollen ein weiteres Apotheken-Sterben in Sachsen verhindern und der Branche wieder neues Leben einhauchen. Dazu schlägt die Linksfraktion im Landtag einen Sicherungsplan vor. 

"Die wirtschaftliche Situation vieler Apotheken ist extrem angespannt. Daher hoffe ich, dass die Koalition diesmal nicht so lange braucht, um unsere Vorschläge zu prüfen und sie bestenfalls mitzutragen", betonte Fraktionschefin Susanne Schaper. Alle Menschen müssten Zugang zu einer hochwertigen Versorgung haben – das sei eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. 

Mobile Angebote und Botendienste für den ländlichen Raum

Der Sicherungsplan verbinde ein Monitoring mit Förderinstrumenten, Maßnahmen zur Fachkräftesicherung sowie die Weiterentwicklung der Rolle, die Apotheken im Gesundheitswesen spielen, hieß es. Vor allem Geschäftsübernahmen, Neugründungen, Filialstrukturen sowie Investitionen in moderne Strukturen sollen unterstützt werden. 

Für den ländlichen Raum fordern die Linken neben einer gezielten Fachkräftebindung unter anderem mobile Angebote, erweiterte Botendienste, digitale Beratungsstrukturen sowie Kooperationen mit kommunalen Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen. 

Bessere Vergütung und weniger Bürokratie

Zudem sollten neue Steuerungsinstrumente wie eine Landapothekerquote oder verbindliche Versorgungsstandards geprüft werden. "Beim Umgang mit Lieferengpässen wollen wir die Koordination verbessern, um den Apotheken bei der Beschaffung, der Substitution und Organisation von Arzneimitteln zu helfen", heißt es weiter.

Die sächsische Regierung sollte im Bund eine zeitgemäße Vergütung einfordern und landesrechtliche Spielräume nutzen, um unnötige Bürokratie abzuschaffen – insbesondere bei Dokumentationspflichten, Abrechnungen und Verwaltungsprozessen. Auch einen Runden Tisch schlagen die Linken vor. (dpa)

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