Der ostdeutschen Bauwirtschaft fehlt trotz steigender Auftragseingänge weiter der Schwung. (Symbolbild)
Der ostdeutschen Bauwirtschaft fehlt trotz steigender Auftragseingänge weiter der Schwung. (Symbolbild) Bild: Jan Woitas/dpa
Sachsen
Ostdeutsche Bauindustrie: Umsatz sinkt trotz Auftragsplus

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Trotz steigender Auftragseingänge kommt die ostdeutsche Bauwirtschaft nicht richtig in Schwung. Vor allem sinkende Umsätze und die Krise im Wirtschaftsbau bremsen die Branche weiter aus.

Potsdam.

Die ostdeutsche Bauindustrie sieht trotz steigender Auftragseingänge noch keinen nachhaltigen Aufschwung. Im ersten Quartal 2026 seien die Umsätze im Bauhauptgewerbe deutlich gesunken, teilte der Bauindustrieverband Ost in Potsdam mit. Zugleich hätten die Auftragseingänge zwar nominal um 4,5 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro zugelegt, real betrug das Plus aber nur 0,6 Prozent.

"Am Beginn des Jahres 2026 erlitt die Bautätigkeit einen witterungsbedingten Dämpfer und auch der Auftragseingang zeigte noch keine durchweg positiven Signale für die baukonjunkturelle Entwicklung der nächsten Monate", sagte Hauptgeschäftsführer Robert Momberg.

Wohnungsbau legt bei Bestellungen zu

Besonders stark stiegen die Bestellungen im Wohnungsbau mit nominal plus 16,9 Prozent auf 864,9 Millionen Euro. Auch der öffentliche Bau legte zu. Dagegen schrumpfte der Auftragseingang im Wirtschaftsbau um 7,4 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Momberg sagte dazu: "Mit Blick auf die momentane deutlich negative Entwicklung im volumenstarken Wirtschaftsbau zeichnet sich bisher noch keine durchgreifende Belebung der Baukonjunktur ab."

Umsätze brechen deutlich ein

Die Umsätze der Unternehmen gingen im ersten Quartal dagegen deutlich zurück. Insgesamt erwirtschaftete die Branche 3,8 Milliarden Euro. Das waren nominal 5,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, preisbereinigt lag das Minus bei 9,6 Prozent. Besonders stark brach der Wohnungsbau ein: Dort sanken die Umsätze um 20 Prozent auf 646,1 Millionen Euro.

"Witterungsbedingte Ausfälle führten zwar zu Verzögerungen der Bautätigkeit, aber auch die bisher eher schwache Nachfragedynamik hatte Auswirkungen auf das schlechte Umsatzresultat", erklärte Momberg.

Unterschiede zwischen den Bundesländern

Regional verlief die Entwicklung unterschiedlich. In Berlin stiegen die Auftragseingänge kräftig, während die Umsätze deutlich einbrachen. Brandenburg meldete sinkende Auftragseingänge, aber stark steigende Umsätze. In Sachsen gingen sowohl Aufträge als auch Umsätze zurück. Sachsen-Anhalt verzeichnete dagegen ein deutliches Auftragsplus bei gleichzeitig rückläufigen Umsätzen. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
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