Aktivisten der Protestbewegung "Extinction Rebellion" haben in Dresden und anderen Städten das Brunnenwasser grün gefärbt. (Archivbild)
Aktivisten der Protestbewegung "Extinction Rebellion" haben in Dresden und anderen Städten das Brunnenwasser grün gefärbt. (Archivbild) Bild: Robert Michael/dpa-Zentralbild/ZB
Sachsen
Protestbewegung färbt Dresdner Brunnenwasser grün

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Grünes Brunnenwasser in Dresden: Aktivisten protestieren gegen die Gaspolitik der Bundesregierung und werfen Wirtschaftsministerin Reiche "Greenwashing" vor.

Dresden.

Aus Protest gegen die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung haben Aktivisten der Protestbewegung "Extinction Rebellion" in Dresden und zahlreichen weiteren Städten bundesweit das Wasser von Brunnenanlagen grün gefärbt. Betroffen sind in Dresden nach Angaben der Protestbewegung Brunnenanlagen am Dresdner Theaterplatz sowie der "Schalenbrunnen" am Dippoldiswalder Platz. Verwendet worden ist dafür nach Angaben der Aktivisten der grün leuchtende und ungiftige Farbstoff Uranin, der in der Wasserwirtschaft etwa zum Orten von Lecks in Rohrleitungen verwendet wird. Die Aktion soll auf die aus Sicht der Protestierenden zu konzernfreundliche Gaspolitik von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) aufmerksam machen, der die Protestierenden "Greenwashing" vorwerfen. 

Vergangene Woche hatte das Kabinett der Bundesregierung einen Gesetzentwurf zum Bau neuer Gaskraftwerke auf den Weg gebracht. Neue Gaskraftwerke sollen im Zuge des bis 2038 geplanten schrittweisen Kohleausstiegs die Versorgungssicherheit mit Strom gewährleisten und künftig als Backups einspringen - in "Dunkelflauten" mit einer geringen Erzeugung aus Solar- und Windenergie. Bis 2030 soll der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch auf 80 Prozent steigen. Im ersten Quartal 2026 lag der Anteil bei rund 53 Prozent. (dpa)

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