Erst Party, dann Relegation: Lok-Trainer Jochen Seitz. (Archivbild)
Erst Party, dann Relegation: Lok-Trainer Jochen Seitz. (Archivbild) Bild: Jan Woitas/dpa
Sachsen
Relegation trübt Meister-Party von Lok Leipzig

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Schon wieder ist Lok Leipzig Meister der Regionalliga Nordost, doch ein Drittligist ist der Club noch lange nicht. Wie jetzt der Aufstieg entschieden wird.

Leipzig.

Mitten im Meister-Rausch gab Jochen Seitz kurz den Partycrasher. "Es kann nicht sein, dass der Meister heute feiert und dann spielt man noch die Relegation. Es fällt eine Last von uns ab, und dann müssen wir wieder hochfahren. Das ist enorm schwierig" sagte der Trainer des 1. FC Lok Leipzig dem MDR. Zum zweiten Mal in Folge gewann Seitz' Mannschaft die Fußball-Regionalliga Nordost - und ist trotzdem noch kein Drittligist.

Am 28. Mai und 1. Juni trifft Lok auf die Würzburger Kickers. Das Rückspiel findet wie schon beim verpassten Aufstieg gegen Havelse im vergangenen Jahr auswärts statt. Auch 2020 gegen Verl hatte Lok in den Aufstiegsspielen das Nachsehen. "Wir werden alles daran setzen, dass wir es diesmal schaffen", betonte Seitz.

Zwei Tage "die Sau rauslassen"

Dass Lok Dramatik kann, bewies schon das Fernduell um die Meisterschaft mit Carl Zeiss Jena. Zwar schlug Lok am letzten Spieltag die zweite Mannschaft des 1. FC Magdeburg 5:2, lag dabei aber zweimal zurück. Am Ende liegt Leipzig nur dank der um fünf Treffer besseren Tordifferenz vor Jena, das zeitgleich das Thüringen-Derby gegen Erfurt 2:0 gewann. Am 27. Spieltag hatte Lok noch zehn Punkte vor Jena gelegen.

Die aktuelle Form des Meisters mag mit Blick auf die Relegation nicht die beste sein, doch die Moral stimmt. "Die Mannschaft hat immer eine Reaktion gezeigt. Von daher war das Spiel ein Spiegelbild der Rückrunde. Ich bin unglaublich stolz auf die Jungs", sagte Seitz und gab natürlich den Partybefehl: "Wir werden jetzt zwei, drei Tage die Sau rauslassen. Dann bereiten wir uns auf die Relegation vor."

Am Mittwoch möchte Seitz seine Spieler wieder auf dem Trainingsplatz versammeln. Dass der Gegner Würzburg heißt, weiß man seit Ende April. Da hatte die SpVgg Unterhaching bekanntgegeben, aus wirtschaftlichen Gründen auf den Aufstieg zu verzichten. Staffel-Sieger 1. FC Nürnberg II hatte keine Lizenz beantragt. (dpa)

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