Offenbar haben erneut Kriminelle wertvolle Kunstschätze in Dresden ins Visier genommen. Laut einem Medienbericht wurden die Sicherheitsvorkehrungen massiv hochgefahren.
Kaum ist der Juwelenraub aus dem Grünen Gewölbe in Dresden einigermaßen verdaut, sind die Sicherheitsbehörden in Sachsens Landeshauptstadt wieder in Habachtstellung. Grund: Kriminelle wollen offenbar die Porzellansammlung von August dem Starken in ihre Finger kriegen.
Das meldet die „Bild“-Zeitung. Bereits Ende Januar gab es demnach einen Cyberangriff auf die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Das Museumsnetzwerk wurde damals lahmgelegt, das Sicherheitssystem sei jedoch nicht betroffen gewesen.
Mehr Wachleute und Soko beim LKA
Zeitgleich ging nach „Bild“-Informationen ein Hinweis von ausländischen Sicherheitsbehörden in der Landeshauptstadt ein: Kriminelle wollten die chinesische Drachenvase sowie die Ru-Schale stehlen. Eine vergleichbare Schale habe 2017 bei einer Versteigerung fast 38 Millionen Dollar erbracht.
Nun wurden die Sicherheitsmaßnahmen im Dresdner Zwinger gehörig erhöht: Laut Springer-Blatt bewachen nun acht Sicherheitsleute die Sammlung, zwei Wachleute laufen im Hof Streife. Zudem bleibe nachts inzwischen das Licht an, die Polizei hat ein Auge auf den Zwinger. Beim Landeskriminalamt wurde eine Soko eingerichtet, was die Generalstaatsanwaltschaft der Zeitung bestätigte.
Jedoch sollen sowohl Vase als auch Schale inzwischen aus der Sammlung entfernt und in Sicherheit gebracht worden sein. Der Cyberangriff stamme offenbar aus Asien, wo auch die Auftraggeber des angedachten Diebstahls vermutet werden. (phy)





