Die Entlassung wird für Dienstag vorbereitet. (Symbolbild)
Die Entlassung wird für Dienstag vorbereitet. (Symbolbild) Bild: Michael Brandt/dpa
Sachsen
Senat bereitet Entlassung von Staatssekretär Hundt vor

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Erst bat er um seine Entlassung, dann machte er einen Rückzieher: Im Fall des Berliner Digital-Staatssekretärs Matthias Hundt ging es diese Woche hin und her. Der Senat hat eine Entscheidung gefällt.

Berlin/Sachsen.

Der Berliner Staatssekretär für Digitalisierung Matthias Hundt hat seine Bitte um Entlassung zurückgenommen - soll seinen Posten aber trotzdem räumen. "Der Senat bereitet die Entlassung vor und will sie am Dienstag beschließen", sagte Senatssprecherin Christine Richter der Deutschen Presse-Agentur. Zunächst hatte der RBB berichtet. 

Dadurch, dass er seine Bitte um Entlassung zurückgezogen hat, steht Hundt ein Übergangsgeld zu. Die Summe entspreche seinem sechsfachen Monatsgehalt, also etwa 72.000 Euro, sagte Richter. 

Was der Anwalt zu den Gründen sagt

Der Anwalt von Hundt hatte am Freitagabend mitgeteilt: "Mein Mandant bittet aus zwei Gründen nicht mehr um seine Entlassung: Zum einen hat er sich sehr über das offensichtlich gezielt gestreute Gerücht geärgert, er sei mit seinem angekündigten Rücktrittsangebot lediglich seiner Entlassung zuvorgekommen. Der Mandant hatte die Erwartung, dass die mediale Kampagne gegen ihn mit seinem Rücktrittsangebot ein Ende haben würde. Diese Hoffnung wurde leider enttäuscht."

Vor allem aber seien die gegen ihn erhobenen Vorwürfe haltlos. "Für die SDC Sachsen Digital Consulting GmbH findet nun eine Betriebsprüfung der Deutschen Rentenversicherung Bund statt, um zu klären, ob überhaupt offene Beitragsforderungen bestehen. Für die Insolvenz der Humboldt Capture Germany GmbH trägt der Mandant keine Verantwortung. Er war dort nie Gesellschafter, sondern nur Fremdgeschäftsführer und das auch nur bis Herbst 2024."

Zuvor war durch Recherchen von MDR und RBB bekannt geworden, dass die Staatsanwaltschaft Dresden im Kontext der Insolvenz einer Firma Hundts ermittelt. Laut Staatsanwaltschaft Dresden wurde am 25. November 2025 ein Insolvenzverfahren über das Vermögen von Hundts Beratungsunternehmen SDC Sachsen Digital Consulting GmbH eröffnet. 

Erst Mitte März in Berlin gestartet

Der gebürtige Dresdner Hundt, Jahrgang 1969, war erst Mitte März zum Chief Digital Officer und Staatssekretär für Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung in der Berliner Senatskanzlei ernannt worden. Er folgte auf Martina Klement, die als Wirtschaftsministerin in die Brandenburger Landesregierung wechselte. (dpa)

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