Silvesterbilanz: Feuerwehr rückt zu Bränden aus - Toter in Döbeln - Schwerverletzter Polizist in Leipzig

Ein Brand in einem Hochhaus hat zu einem Großeinsatz der Chemnitzer Feuerwehren geführt. In Döbeln fand die Polizei nach einem Küchenbrand einen Toten. In Glauchau wurden zwei mutmaßliche Brandstifter festgenommen. In Leipzig wurde ein Polizist schwer verletzt. Das LKA ermittelt wegen versuchten Mordes.

Chemnitz/Leipzig.

Die Menschen in Sachsen haben das neue Jahr weitestgehend friedlich begrüßt. Zu Angriffen auf Einsatzkräfte kam es in der Silvesternacht allerdings im Leipziger Stadtteil Connewitz. Dies seien "bewusste und gezielte Angriffe auf Menschenleben" gewesen, sagte Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU). In dem linksalternativ geprägten Stadtteil wurde ein 38 Jahre alter Polizist durch Pyrotechnik schwer verletzt. Er musste nach Angaben der Polizei im Krankenhaus notoperiert werden. Die Soko LinX ermittelt wegen versuchten Mordes. Mehrere Menschen hätten Steine, Flaschen und Feuerwerkskörper auf Einsatzkräfte geworfen, erklärte die Polizei. Sie nahm neun Menschen fest, drei von ihnen wurden in der Nacht wieder entlassen.

Nach einem Brand am Dienstagabend in einem Wohnhaus in Döbeln ist dort ein toter Mann gefunden worden. Im Direktionsbezirk Chemnitz kam es laut der Behörde zu keinen außergewöhnlichen Ereignissen, 51 Straftaten wurden gemeldet. Wie zum Jahreswechsel üblich habe es mehrere kleine Brände und Sachbeschädigungen gegeben. Mit einem Großaufgebot war die Feuerwehr am Mittwochmorgen zu einem Hochhaus an der Dresdner-/Ecke Augustusburger Straße ausgerückt. Gegen 8 Uhr war ein Feuer mit starker Rauchentwicklung im Containerraum im Erdgeschoss ausgebrochen. Verletzt wurde niemand. Unbekannte hatten eine Restmülltonne in Brand gesetzt. Die Feuerwehr konnte innerhalb weniger Minuten löschen. Im Einsatz waren insgesamt 63 Kameraden der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehren Euba, Glösa, Altchemnitz und Adelsberg. An einem Supermarkt an der Dresdner Straße in Chemnitz haben Unbekannte offenbar mit Pyrotechnik einen Müllcontainer in Brand gesetzt. Die Feuerwehr war zum Löschen im Einsatz. 80.000 Euro Schaden sind bei einem Brand an der Lessingstraße in Burgstädt entstanden. Unbekannte Täter hatten gegen 00.55 Uhr zwei Mülltonnen in Brand gesetzt, das Feuer griff auf einen daneben stehenden Mercedes über. Die Polizei ermittelt.

Im Raum Zwickau sei die Polizei in der Nacht 81 Mal ausgerückt, sagte ein Sprecher des dortigen Lagezentrums. Auch hier kam es zu kleineren Brand- und Körperverletzungsdelikten. Nach einem Brand in einem Wohnhaus in Glauchau hat die Polizei zwei Männer festgenommen, die verdächtigt werden, das Feuer gelegt zu haben. Dieses war am Dienstag gegen 20 Uhr in einem Zimmer des Hauses am Schönbörnchener Weg ausgebrochen. Bewohner waren zu dieser Zeit nicht vor Ort. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen. Nach Zeugenhinweisen wurden in der Nähe ein 20- und ein 25-Jähriger festgenommen. Sie kamen wieder auf freien Fuß. Bei einem Streit auf der Inneren Plauenschen Straße in Zwickau sind in der Silvesternacht zwei afghanische Männer von drei unbekannten Ausländern mit Flaschen und Messern leicht verletzt worden. In Reinsdorf ist ein 39-Jähriger leicht verletzt worden, als er versuchte, einen Bekannten davon abzuhalten, alkoholisiert Auto zu fahren. Der Bekannte (38) war losgefahren, obwohl sich der 39-Jährige noch ins Auto gebeugt hatte.

Im Vogtland gab es zwar einige Brände und sogar einen Angriff auf Feuerwehrleute - trotzdem ist die Silvesternacht im Kreis vergleichsweise glimpflich abgegangen. Am meisten zu tun hatte die Feuerwehr in Plauen, wo insgesamt acht Kleinbrände gemeldet wurden. Bis auf den Schmorbrand eines elektrischen Geräts im Finanzamt wurden alle durch Feuerwerkskörper verursacht: Flammen züngelten an Bäumen, Papiercontainern, Müllbehälter sowie auf zwei Balkons. Den brennenden Schrank auf einem Balkon in der Beethovenstraße konnte der Wohnungsinhaber noch selbst löschen. In der Dr.-Karl-Gelbke-Straße setzte die Wehr die Drehleiter ein, um zum Feuer im fünften Obergeschoss zu kommen. Dort war ebenfalls Mobiliar durch eine Rakete in Brand gesetzt worden. Der Schaden blieb gering, die Fassade ist leicht verrußt. Allerdings wurden die Kameraden nach Angaben der Wehr bei ihrem Einsatz gegen 0.30 Uhr mit Böllern attackiert, so dass sie die Polizei zu Hilfe riefen. Verletzt wurde zum Glück niemand. Überhaupt hat es nach Angaben der Polizei im Vogtlandkreis keine Anzeigen wegen Körperverletzung in der Silvesternacht gegeben, während im Raum Zwickau zwölf Menschen bei diversen Auseinandersetzungen zu Schaden kamen.

Ein größerer Brand ist in Klingenthal zu verzeichnen, wo das Toilettenhäuschen am Marktplatz von der Feuerwehr gelöscht werden musste. Der Sachschaden wird auf rund 7000 Euro beziffert. Laut Polizei hatte ein Unbekannter Böller in die Lüftungsschlitze geworfen. In Syrau mussten die Kameraden eine Mülltonne löschen.

Eine relativ ruhige Silvesternacht melden die Wehren in Reichenbach und Auerbach. In Reichenbach (Baumgartenstraße) brannte ein Kleidercontainer, in Auerbach (Mosenstraße) wurde der Teppich auf einem Balkon angekokelt. Außerdem versuchten Unbekannte in der Albert-Schweitzer-Straße im Auerbacher Neubaugebiet, einen Zigarettenautomaten mit Böllern zu sprengen, was jedoch misslang. Der Schaden wird auf 2000 Euro geschätzt.

In Dresden sei die Lage "im Großen und Ganzen ruhig" gewesen, resümierte ein Polizeisprecher. Schwere Vorfälle seien der Behörde bisher nicht bekannt. In Wilsdruff brannte eine Scheune nieder, ausgelöst wurde der Brand vermutlich von einer Silvesterrakete, so der Sprecher. In Großenhain standen am späten Dienstagabend 900 Strohballen in Flammen. Die Ursache war am Mittwoch noch unklar, es entstand ein Schaden in Höhe von 30 000 Euro. Wie die Dresdener Feuerwehr am Morgen mitteilte, sei es im Laufe der Nacht zu 108 Einsätzen meist aufgrund von Kleinbränden gekommen. Die medizinischen Rettungskräfte rückten in Summe 302 Mal aus, unter anderem wegen Kopfplatzwunden sowie Augenverletzungen durch Feuerwerkskörper. Im Raum Görlitz seien die Silvesterfeierlichkeiten "sehr ruhig" abgelaufen, sagte ein Polizeisprecher. (dpa/sane)

15Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 6
    10
    MuellerF
    02.01.2020

    @Lesemuffel: Plump ist hier nur Ihr Vorgehen, mir Relativierung zu unterstellen-wo bitte habe ich das getan? Belegen Sie Ihre Behauptungen (ggF. mit Zitaten) oder halten Sie die Finger still! Zugegeben, mein "Nachtrag" unten war polemisch, die erste Frage an Sie aber nur eine nach einer Quelle zu Ihrer Info-was ist daran so schlimm? Sie hätten ja auch gleich die Quelle mit angeben können, dann wäre die Frage überflüssig gewesen.
    Es wäre aber auch nicht das erste Mal gewesen, dass zu schlimmen Ereignissen falsche Informationen & Gerüchte veröffentlicht werden, um die Vorfälle noch schlimmer erscheinen zu lassen. Die Information, dass der schwerverletzte Beamte durch Bewurf mit Flaschen, Steinen und Pyrotechnik verletzt wurde, wurde SO zunächst auch von der Polizei selbst so veröffentlicht-war das dann auch "Relativierung"?

  • 10
    8
    Lesemuffel
    02.01.2020

    Müller Klar, Ihre Suggestivfragen stören mich nicht, auch Ihre plumpen Unterstellungen (Zitat:"oder ging es ihnen nur um Beweise) durchschaue ich. Auch wenn Sie, wie immer bei linker Gewalt relativieren ist ok. Sie sind Sie halt. Es war ja nur" Bewerfen mit Flaschen, Steinen und Pyrotechnik". Für mich waren das und der direkte Angriff auf den Polizisten "verbrecherische Taten".

  • 11
    4
    MuellerF
    02.01.2020

    @Lesemuffel: Inzwischen wurde die von Ihnen zitierte Info durch mehrere Medien bestätigt-damit ist meine Frage an Sie beantwortet. Aber fragen durfte ich doch?
    Allerdings wurde der Beamte nicht "verprügelt", sondern es wurde auf seinen dann ungeschützten Kopf eingetreten, daher ist die Anklage auf versuchten Mord richtig!

  • 13
    6
    Lesemuffel
    02.01.2020

    Der Admin sollte mal eine Erläuterung zum Gebrauch der Daumen geben. Wieso man zum Beitrag "kam auf MDR" drei rote Daumen vergibt ist mit logischen Denken nicht nachzuvollziehen. Ist der MDR für die drei User böse?

  • 13
    8
    Lesemuffel
    01.01.2020

    Müller F lesen Sie MDR - App ".... dem Polizisten sei der Helm vom Kopf gerissen worden, bevor er attackiert worden ist.." Ja, Müller, ihre hässliche Unterstellung mit "Beweis" passt zu allen ihren Threads.

  • 11
    6
    Lesemuffel
    01.01.2020

    ..

    kam auf MDR

  • 8
    15
    MuellerF
    01.01.2020

    Nachtrag: Oder ging es Ihnen darum, den zitierten Liedtext zu "beweisen"?

  • 11
    16
    MuellerF
    01.01.2020

    @Lesemuffel: "ein em 38jährigen Polizisten wurde von diesen Gewalttäter erst der Helm runtergerissen, dann zusammengeschlagen - Notoperation! "
    In der Presse (auch hier im Artikel) stand bisher zu lesen, dass die Verletzung des Beamten infolge eines Bewurfs mit Steinen, Flaschen & Pyrotechnik zustande kam. Wie kommen SIe auf den o.g. Hergang?

  • 26
    19
    Lesemuffel
    01.01.2020

    Diese Linksextremisten führen nur aus, was die bei unseren Politikern beliebte Punkband Feine Sahne Fischfilet grölt,.. "Ja, die Bullenhelme sollen fliegen, mit den Schlagstöcken hauen wir Euch in die Fresse rein...." Keine Hemmungen mehr, ein em 38jährigen Polizisten wurde von diesen Gewalttäter erst der Helm runtergerissen, dann zusammengeschlagen - Notoperation! Jung:"Einige wenige haben übertrieben....." Toller Auftakt 2020.

  • 24
    11
    Steuerzahler
    01.01.2020

    Da sollte die Linke endlich darüber nachdenken, welche Rolle einige ihrer Abgeordneten in dieser Beziehung spielen. Distanzieren ist wohl zu viel verlangt?

  • 16
    20
    Hinterfragt
    01.01.2020

    Wann treten die Hosen und FSF in Leipzig auf ???

  • 13
    15
    Juri
    01.01.2020

    .....Bis auf den Schmorbrand eines elektrischen Geräts im Finanzamt".. .
    Ich vermute, da hat sich bestimmt ein Taschenrechner, beim allzu genauen Nachrechnen einer Steuererklärung erhitzt.

    Aber ansonsten, pfeif auf die paar Kopfplatzwunden, Augenverletzungen, angezündete Häuser, Sachwerte und schwer verletzte Polizisten. Alles nur Pille Palle.
    Schließlich muss das Neue Jahr ordentlich begrüßt werden. Das haben wir doch immer so gemacht. Warum also schon wieder über Veränderungen nachdenken.
    In den restlichen 365 Tagen werden wohl die paar Schäden heilen, bzw. erneuert sein.

  • 21
    19
    Einspruch
    01.01.2020

    Ergebnis einer Politik, die auf dem linken Auge blind ist. Ausbaden darf es die Polizei.

  • 24
    2
    SMer
    01.01.2020

    Kein Aushängeschild für Links und für Leipzig..

  • 35
    5
    MisterS
    01.01.2020

    Auseinandersetzung zwischen Feiernden und Polizisten am Connewitzer Kreuz? Brutaler und feiger Angriff von Linksextremisten und Chaoten!



Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
Mehr erfahren Sie hier...