Wahlbeteiligung in Sachsen am Mittag etwas geringer als 2017

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Der Landeswahlleiter hat die erste Prognose zur Wahlbeteiligung veröffentlicht. Es wird erwartet, dass der Anteil der Briefwähler in diesem Jahr deutlich höher ist als bei der vorigen Bundestagswahl.

Chemnitz.

Auch am frühen Nachmittag liegt die prognostizierte Wahlbeteiligung in Sachsen unter dem Wert von 2017. Laut Landeswahlleiter wird 14 Uhr mit einer Beteiligung von 36,4 Prozent gerechnet. 2017 waren es zu diesem Zeitpunkt 39,3.

Zudem werde damit gerechnet, dass 25,1 Prozent der Wahlberechtigten per Briefwahl abgestimmt haben. Zum Vergleich: 2017 hatten 15,9 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme per Briefwahl abgegeben. Am Sonntagmittag lag die vorläufige Wahlbeteiligung bei 25,9 Prozent (12 Uhr), teilte Landeswahlleiter Martin Richter mit - im Vergleich zu 27,1 Prozent bei der vorigen Bundestagswahl. Das endgültige Ergebnis der Wahlbeteiligung wird nach Schließen der Wahllokale und Eingang aller Ergebnismeldungen der Kreiswahlleiter ermittelt.

Seit 8 Uhr haben am Sonntag in Sachsen die Wahllokale geöffnet - bis 18 Uhr. In 16 Wahlkreisen sind rund 3,3 Millionen Menschen zur Abstimmung über den neuen Deutschen Bundestag aufgerufen, viele haben das bereits vorab per Briefwahl getan. Etwa 126.000 Wahlberechtigte dürfen das erste Mal teilnehmen. Wegen der Corona-Pandemie müssen im Wahllokal Masken getragen werden, die 3G-Regel wird allerdings ausgesetzt. Damit erhalten auch Menschen einen Zutritt, die nicht genesen, geimpft oder getestet sind. Auf die Kontaktnachverfolgung wird verzichtet.

In diesem Jahr sind im Freistaat 22 Parteien zur Wahl zugelassen. Die Wahl der Landeslisten erfolgt über die Zweitstimme, die Erststimme entscheidet über die Direktmandate in den Wahlkreisen. Über die Landeslisten bewerben sich 235 Frauen und Männer und 190 um ein Direktmandat. 117 Personen treten auf Landeslisten und als Direktkandidat an.

2017 hatte sich die AfD ganz knapp gegen die in Sachsen erfolgsverwöhnte Union durchsetzen können. Die AfD bekam damals 27 Prozent der Zweitstimmen, die CDU 26,9 Prozent. Dahinter rangierten die Linken (16,1 Prozent), die SPD (10,5), die FDP (8,2) und die Grünen (4,6). Die Wahlbeteiligung lag bei 74,4 Prozent. (sane/dpa)

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