Preissteigerungen zählen laut Lausitz-Monitor aktuell zu den größten Belastungsfaktoren für die Menschen in der Region. (Symbolbild)
Preissteigerungen zählen laut Lausitz-Monitor aktuell zu den größten Belastungsfaktoren für die Menschen in der Region. (Symbolbild) Bild: Hendrik Schmidt/dpa
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Weltpolitik und Inflation bereitet Lausitzern Sorge

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Eine Befragung ergibt ein trüberes Stimmungsbild in der Lausitz. Was den Bewohnern besondere Kopfschmerzen verursacht

Leipzig/Bautzen.

Die Menschen in der Lausitz sind weniger zufrieden mit ihrer persönlichen Lebenssituation. Das geht aus dem aktuellen Lausitz-Monitor hervor. Demnach sank der Anteil der Befragten, die zufrieden waren, in diesem Jahr auf 66 Prozent. Im Vorjahr hatten noch 79 Prozent angegeben, zufrieden mit ihrem persönlichen Leben zu sein und die Noten Eins bis Drei vergeben.

Der Lausitz-Monitor erfragt seit 2020 das Meinungsbild in der Braunkohle-Region.

Zudem sehen den Ergebnissen nach immer weniger Menschen in der Lausitz eine Verbesserung ihrer Lebenssituation: So waren 2021 zwar noch 41 Prozent der Befragten davon überzeugt, dass sich ihre persönliche Lage verbessert habe, aktuell waren es dagegen nur noch 23 Prozent.

Das schlägt den Lausitzern aufs Gemüt

Einfluss auf dieses Empfinden hat demnach etwa vor allem die weltpolitische Lage. Diese nahmen 73 Prozent der Befragten als stark belastend für ihre eigene Situation wahr. Im Jahr zuvor lag der Anteil noch bei 38 Prozent. Aber auch Preissteigerungen verdüstern die Aussichten für die Befragten: 82 Prozent von ihnen bewerteten diese als sehr oder eher negativ für ihre eigene Zukunft.

Die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt nannten die Befragten als größte Herausforderungen für die Region. Dabei ging es vor allem darum, Arbeitsplätze zu schaffen und zu erhalten (29 Prozent).

Geteilte Meinung zu Strukturwandel und Energiewende

Den Kohleausstieg befürworten den Ergebnissen nach nur noch 33 Prozent der Befragten, während es im Jahr 2021 noch 45 Prozent waren. Die Ziele der Energiewende grundsätzlich befürworten 43 Prozent, 44 Prozent lehnen sie ab, während 13 Prozent "weiß nicht" angaben.

Eine Mehrheit von 66 Prozent hält einen tiefgreifenden Strukturwandel für die Lausitz weiter für notwendig. Positive Auswirkungen davon erwarten 21 Prozent, negative Konsequenzen befürchten 45 Prozent.

Für den aktuellen Lausitz-Monitor wurden im März und April dieses Jahres insgesamt 1.024 Personen ab 16 Jahren aus den Landkreisen Bautzen, Görlitz, Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße sowie aus Cottbus online befragt. Verantwortlich für die Analyse sind die MAS Gesellschaft aus Leipzig und die Firma Prozesspsychologen GmbH aus der Lausitz. (dpa)

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