Sachsen
Wie wird das Wetter in Sachsen? Meteorologin: „Spannend“

Grau, nass, eisig kalt und glatt: Nicht wenige haben vom winterlichen Wetter langsam die Nase voll. Ist zum Wochenende hin Besserung in Sicht? Und: Wie startet Sachsen in die Winterferien?

Chemnitz.

Der Winter hat Deutschland weiterhin fest im Griff. Am Dienstag stellte der Frankfurter Flughafen wegen starken Schneefalls vorübergehend den Betrieb ein, auf der A 3 in Hessen staute sich der Verkehr auf 30 Kilometern Länge.

An der Ostsee sieht es derweil aus wie in der Arktis: Vor Rügen türmen sich Eisschollen. Und in Chemnitz verlor am Dienstagabend ein Gelenkbus den Kampf gegen die Elemente, stand auf glatter Fahrbahn quer.

So mancher fragt sich auch mit Blick aufs Wochenende und die kommende Woche beginnenden Winterferien: Wann lockert der Winter seinen eisigen Griff?

An der Ostseeküste nahe Garz am Greifswalder Bodden Palmer Ort, Insel Rügen (Hintergrund Hansestadt Greifswald) türmen sich Eisschollen zu meterhohen Bergen auf.
An der Ostseeküste nahe Garz am Greifswalder Bodden Palmer Ort, Insel Rügen (Hintergrund Hansestadt Greifswald) türmen sich Eisschollen zu meterhohen Bergen auf. Bild: Stefan Sauer/dpa

Nachfrage bei Meteorologin Pauline Zeiske vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Leipzig. So viel sei vorweg verraten: Wer jetzt auf deutlich wärmere Temperaturen hofft, der wird enttäuscht – und Autofahrer müssen weiterhin die Straßenverhältnisse gut im Auge behalten. Zeiske spricht von „spannendem Wetter“.

Der heutige Mittwoch startet teils mit Straßenglätte, es bleibt tagsüber aber niederschlagsfrei bei Höchstwerten von 0 bis 3 Grad Celsius. Was die Plusgrade angeht, so haben Vogtland und Westerzgebirge sachsenweit die Nase vorn. Am Abend zieht von Süden her Schneefall nach Sachsen, vor allem in Westsachsen können dann ein paar Zentimeter Neuschnee hinzukommen.

Chemnitz am Dienstagabend: Ein Gelenkbus steht auf der Kaßbergauffahrt quer. Glatte Straßen beschäftigen Verkehrsteilnehmer auch in den kommenden Tagen.
Chemnitz am Dienstagabend: Ein Gelenkbus steht auf der Kaßbergauffahrt quer. Glatte Straßen beschäftigen Verkehrsteilnehmer auch in den kommenden Tagen. Bild: Alexandra Engert

Obacht: Mitunter ist auch mit gefrierendem Regen zu rechnen, im Osten des Freistaats müssen Autofahrer aufgrund der Niederschlagsmengen teils mit unwetterartigem Glatteis rechnen. Grundsätzlich gilt die kommenden Nächte immer: Es wird frostig, Niederschläge können gefrieren, Straßen glatt sein.

Am Donnerstag dominiert weiterhin eine sehr feuchte Luftmasse das Wetter in Sachsen. „Bedeutet also, dass wir da immer noch mit Niederschlägen zu rechnen haben“, so Zeiske. Und wenn der Regen auf die gefrorenen Böden fällt, wird es wieder glatt. Tageshöchstwerte morgen: -1 bis +3 Grad Celsius.

Schmuddelwetter am Wochenende

Am Freitag zieht das Tief dann langsam ab. Es bleibt weitgehend niederschlagsfrei, hier und da sind aber Schneegriesel oder Sprühregen möglich. Das Thermometer klettert dann auf zwei bis fünf Grad Celsius. Und das Wochenende?

Das lässt sich so zusammenfassen: trüb, teils regnerisch und dadurch Glättegefahr. Am Samstag müssen Verkehrsteilnehmer wieder aufpassen – nach leichten Regenfällen können Straßen glatt werden. Am Sonntag dann das gleiche Spiel.

Das Ganze dann am Samstag bei Höchsttemperaturen von bis zu 5 Grad, am Sonntag zwischen 1 und 4 Grad Celsius.

Winterferien: So wird das Wetter zum Start

Am Montag beginnen in Sachsen die Winterferien, Eltern und Kinder dürfte besonders interessieren: Wird‘s dann besser?

Zeiske gibt zu bedenken, dass die Prognose mit Unsicherheiten behaftet sei, aber der Wochenbeginn knüpft wohl nahtlos ans Wochenende an: durchwachsen, Höchstwerte von 1 bis 4 Grad, nachts frostig und in den Morgenstunden Glätte durch überfrierenden Regen. So zieht es sich wohl auch durch die erste Ferienwoche.

„Wir bleiben unter diesem Tiefdruckeinfluss“, prognostiziert die DWD-Expertin. Zum Schmuddelwetter bei leichten Plusgraden gibt es weiterhin schwachen Wind aus östlicher Richtung. Und danach? Ist Licht am Horizont in Sicht?

Nein, es bleibt wohl erstmal wie gehabt. „Aus aktueller Sicht ist nicht zu erkennen, dass es einen deutlichen Trend nach oben oder nach unten gibt“, so Zeiske. Wer es wärmer möchte, der muss in den Süden fliegen. Auf Gran Canaria etwa herrschen derzeit angenehme 20 Grad Celsius. (phy)

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