MRB soll fünften Zug anschaffen

Verbund verärgert nach Ausfällen auf Leipzig-Linie

Nach den massiven Zugausfällen wegen defekter Loks auf der Regionalexpress-Strecke Chemnitz-Leipzig in dieser Woche macht der Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) Druck gegenüber dem Betreiber der Linie, dem Transdev-Konzern. Man habe die zu Transdev gehörende Mitteldeutsche Regiobahn (MRB) aufgefordert, eine fünfte Zuggarnitur anzuschaffen. Damit ließe sich der Verkehr auf der Strecke stabilisieren. "Wir werden der MRB unmissverständlich verdeutlichen, dass wir auf mehr und besseren Zügen bestehen", betonte VMS-Chef Harald Neuhaus.

Die MRB erklärte auf Anfrage, dass der mit dem VMS geschlossene Verkehrsvertrag nur vier Zuggarnituren vorsehe. Im Vorgriff auf eine ursprünglich geplante Modernisierung der Flotte mit dann fünf Zügen habe man habe zwischenzeitlich eine fünfte Lok angemietet gehabt. Da die Modernisierung aus Finanzierungsgründen nicht zustande kam, "musste diese Lok dann Ende April zurückgegeben werden", teilte das Unternehmen mit. Die MRB hatte vor einer Woche angekündigt, dass wegen Lieferengpässen bei Ersatzteilen für eine defekte Lok jeder dritte Zug ausfällt. Seit Freitag sollte der Verkehr auf der RE-Linie aber wieder planmäßig rollen.

"Wir haben unsere Fahrgäste rechtzeitig und umfassend über die bevorstehenden Einschränkungen informiert. So konnten die Fahrgäste den überwiegenden Teil der planmäßig und in einer guten Qualität durchgeführten Fahrten pro Tag nutzen", teilt die MRB mit. (jdf)

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