Galeria Kaufhof in Chemnitz schließt

Die Filiale im Stadtzentrum fällt dem Kahlschlag des Konzerns zum Opfer. Es ist einer von 62 Standorten, die vor dem Aus stehen. Verdi spricht von einer "Mega-Katastrophe" für die Stadt.

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39Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 0
    3
    Bergerli
    22.06.2020

    Ja dumm gelaufen. Das war aber vorauszusehen. Wer sein Lager auf der Autobahn hin und her fährt hat gegen die Lieferfähigkeit im Internet überhaupt keine Chance.Mehrmals mußte ich feststellen das das was ich wollte nicht vor Ort war und irgendwo bestellt werden mußte. Dauer viele Tage bis Wochen bis Lieferung.
    Ich brauche das Haus nun nicht mehr,habe es satt und kaufe im Internet.
    Führungskräfte sind voll unfähig!
    Schlecht für die Mitarbeiter welche sich wahrlich immer bemühten.

  • 1
    2
    Interessierte
    21.06.2020

    Wollten wir nicht die Stadt von um 1900 wieder aufbauen und die gesamten Missstände abschaffen , die zwischenzeitlich entstanden sind ?
    Wie kommt denn die Frau OB da jetzt auf eine "neue" , interessante Innenstadt?

    Um 1900 stand dort noch kein solch ein gläsernes Gebäude , da standen kleine Häuser mit Läden .
    Und wenn man schon nicht den Straßenbahnknotenpunkt ´wieder` auf den Johannisplatz legen wollte , dann sollte man doch die spätere Variante als Knotenpunkt für das "Chemnitzer Modell" nehmen , gestaltet mit ´blühenden` Landschaften

    Aber eine schöne Geschichte ist diese Entwicklung von Kaufhof ……

  • 7
    0
    mops0106
    20.06.2020

    auf der verdi-Seite gefunden:
    "Welche Kriterien die Konzernspitze bei der Auswahl der zu schließenden Häuser angelegt hat, können wir nicht nachvollziehen. Beide Häuser hatten in der Vergangenheit Umsatzzuwächse zu verzeichnen“, sagt der ver.di Landesbezirksleiter Oliver Greie."

    "Für Jörg Lauenroth-Mago, Fachbereichsleiter für den Handelsbereich, ist dies ein weitere Schritt in der Kahlschlag-Strategie des Konzerns. „Wir werden alles versuchen, um die Vorhaben des Konzerns zu vereiteln. Es geht schließlich um die Existenzen von 140 Beschäftigten in Chemnitz und die der 60 Mitarbeiterinnen in Dessau. Wir bauen auch auf die Unterstützung der Oberbürgermeister, denen die Attraktivität ihrer Innenstädte und die Gewerbesteuereinnahmen am Herzen liegen sollten.“

  • 1
    5
    mops0106
    20.06.2020

    @DS: "Erhalten & Zukunft gestalten! STATT Abwicklung verwalten!!"

    Sind schon Wahlen?

  • 7
    0
    Einspruch
    20.06.2020

    Es drängt sich einen der Eindruck auf, dass alle Manager die gleiche Schule besuchen und in schwierigen Zeiten auf Personalabbau und Rabattschlachten mit Verramschen von Billig Artikeln setzen, was den Ertrag weiter mindert. Außerdem wird ständig der Fehler wiederholt, das immer mehr überbezahlte konzeptlose Häuptlinge auf immer weniger Indianern herumtrampeln. Die Verkäuferinnen im Kaufhof hätten schon Vorstellungen gehabt, welche Ware vielleicht angesagter wäre und wie sie besser präsentiert werden könnte. Aber statt sich einen genügend großen Stamm von Mitarbeitern zu erhalten, der beratungsintensive höherwertige Ware mit Fachwissen statt inflationären Rabatten an den Mann oder die Frau bringt, hat man sie lieber schleichend abgeschafft. Wenn ich Geld für etwas ordentliches ausgeben will, gehe ich ins Fachgeschäft. Ich kaufe nicht wegen einem Rabatt, sondern weil mich etwas überzeugt und wenn der Preis passt. Es ist auch ein Fehler, jedes Teil umtauschen zu wollen, auch wenn es manchmal minderwertige Ware aus dem Internet ohne Kassenzettel ist, oder mehrmals genutzt und dann erst zurück gebracht, ohne Reklamationsgrund. Zur Zeit läuft früh im Radio eine Aktion eines Baumarktes, bei der man auch nach Kauf nochmal Rabatt bekommt, wenn sich der Preis nach unten geändert hat. So ein Unsinn. Irgendwann ist ein Geschäft auch mal endgültig abgeschlossen. So schafft man den Einzelhandel ab.

  • 6
    3
    vonVorn
    20.06.2020

    @Klemmi, in Chemnitz kaufen ja nicht nur Chemnitzer ein. Ich fahre auch nicht zum Parken ins Zentrum sondern zum einkaufen. Und wenn ich keinen Parkplatz mehr finde, dann komme ich halt nicht mehr und da bin ich ja wirklich nicht der einzige. Sie haben ja Recht wenn sie schreiben das mehr dazu gehört als Parkplätze für eine schöne Stadt, aber ein Teil davon sind auch Parkplätze.

  • 10
    6
    franzudo2013
    20.06.2020

    Konstruktive Diskussion : Amazon will in Frankenberg bauen. Statt Neubau auf der grünen Wiese kann Amazon in den Galeria Kaufhof einziehen. Dann hat Chemnitz ein gläsernes Logistikzentrum.

  • 10
    1
    Steuerzahler
    20.06.2020

    Es wäre ja auch einmal interessant zu erfahren, warum ausgerechnet die Filiale Chemnitz geschlossen wird. Wenn man sich die Kundenfrequenz angesehen hat, die einem ins Auge fiel, dann ist man von allein zu der Frage gekommen, wie sich dieses Haus rechnet. Hinzu kam, dass man oft den Eindruck hatte, sich eine Verkäuferin suchen zu müssen, um bedient zu werden. Es ist schade, dass so ein großes Haus in der Innenstadt schließt, statt zu versuchen, innovativ neue Wege zu gehen. Ich habe Bedenken, dass das nicht ohne Auswirkung auf die Galerie Roter Turm und umliegende zentrumsnahe Geschäfte bleiben wird. Und noch ein Wort zur Parkplatzdiskussion: Wenn ich aus dem Umland einkaufen will, dann fahre ich nicht ins Stadtzentrum um einen Parkplatz zu suchen und dabei festzustellen, dass PKW in Chemnitz unerwünscht sind. Bei Kaufhof allerdings ist das ausgerechnet kein Grund, weil das Parkhaus unmittelbar angebaut ist. Ja und das Thema Ordnung und Sicherheit in diesem innerstädtischen Bereich hat mit Sicherheit auch dazu geführt, dass die Kundenströme nicht ausgeufert sind. Da kann man Statistiken noch so sehr bemühen, wenn dem Menschen das Umfeld nicht angenehm ist.

  • 10
    3
    Klemmi
    20.06.2020

    @vonVorn: Warum bringen Sie wieder die leidige Diskussion mit den Parkplätzen ins Spiel? Dann verraten Sie mir bitte, warum bei den Menschen aus Chemnitz selbst und dem näheren Umland, es ein beliebter Ritus geworden ist, zum Shoppen in die Leipziger Stadt zu fahren oder nach Dresden, wo es noch weniger aber teuere Parkplätze gibt? Die Parkplätze können es nicht sein. Das Ambiente der Stadt ist ungemütlich, das Warensortiment hebt sich, bis auf ein paar Ausnahmen, nicht von dem ab, welches auf der grünen Wiese angeboten wird. Ebenso bei der Gastronomie ist viel Luft nach oben. Man kann einen riesigen Ring mit gratis Parkplätzen um das Zentrum ziehen, solange das Zentrum auf diesen Level bleibt, wird es sich nicht bessern. Ich fahre nicht zum Parken ins Zentrum.

  • 7
    9
    vonVorn
    20.06.2020

    Ich fange noch mal an. Warum die Parkplätze bebaut werden müssen erschliesst sich mir bis jetzt nicht. Vielleicht ist das ein Grund für das aus von Karstadt, warum soll ich ein Kaufhaus in einer Stadt betreiben, wo die Stadtobern ja offensichtlich bestrebt sind die Kundschaft zu vergraulen?

  • 3
    14
    franzudo2013
    19.06.2020

    Städtebauliche Fehlentscheidungen waren nur möglich, weil es keinen Souverän gab. Die Landesdirektion, damals Regierungspräsidium, war Staat im Staat. Selbst bei Biedenkopf gab es geschlossene Nahrungsketten.
    Das hat Peter Seifert umgedreht. Um so bitterer ist es ja, dass die johannisvorstadt 2 Jahre und die bebauung tietzparkplatz 22 Jahre zu spät kommt.

  • 8
    6
    DS91
    19.06.2020

    Erhalten & Zukunft gestalten!
    STATT
    Abwicklung verwalten!!

    Es gibt die Möglichkeit, die Manager müssen nur ihr größtes Kapital der Galaria erkennen!! Ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen!!

  • 11
    8
    698236
    19.06.2020

    Das architektonische Herz von Chemnitz wird geschlossen. Traurig aber wahr. Bitterlich. Unsäglich. Die Ursachen liegen an den Haupteinfallstraßen von Chemnitz. Die Fehler der schnellen "D-MArk" aus den 90er Wendejahren. Die Fehler konnte jeder im Westen anschauen, wie in den 90er Jahren dort die Innenstädte (aus-)bluteten. Die Entscheidungsträger seinerzeit hatten keine Ausbildung in Stadtentwicklung und -planung. Scheint jedenfalls so.So reihen sich die "die städtebaulichen Fehleintscheidungen", wie Neefepark, Chemnitzer Center - der lange nichts mit Chemnitz zu tun hatte, AltChemnitzerCenter und Sachsen Allee, nahtlos in die Historie des anscheinenden Kaufkraftgewinns Chemniter Bürger ein. Zuviel Verkaufsfläche, zu wenig Umsatz, Billigkaufen, das sind die eigentlichen Ursachen einer Schließung.
    Vorschlag - Zentraler Ausstellungsstandort für die Kulturhauptstadtbewerbung.

  • 17
    3
    klapa
    19.06.2020

    Amazon und Onlinehandel hin oder her.

    Die Konzerne haben sich an den Markt anzupassen, was durch Marktforschung gegeben sein sollte und nicht umgekehrt.

    Und wenn der Trend zum Onlinehandel geht, dann haben sie sich sich bei kluger Konzernpolitik darauf einzustellen und abfedernde Maßnahmen zu ergreifen.

    Und wenn sie dazu nicht fähig sind, verdienen sie nichts anderes als die Aufgabe, wodurch die Arbeitnehmerperspektive zumindest vorübergehend, wenn nicht gänzlich zerstört wird. So geht Kapitalismus.

    Es sei denn, die Firma ist 'systemrelevant'. Dann steigt der Staat als Retter ein.

  • 15
    25
    franzudo2013
    19.06.2020

    Herr Seifert hat für den Kaufhof so gekämpft. Seine Nachfolgerin hat es trotz massiver Protektion einfach nicht gebracht. Alles endet im Ungemach. Stadion, Brühl, Uni, Kaufhof, Südring, Innenstadtring.
    Lasst wieder Männer an die Macht.

  • 10
    3
    mops0106
    19.06.2020

    @ths:
    Ich versuche schon örtlich einzukaufen. Aber bei der Aussage zur Zenti gebe ich Ihnen recht.

  • 3
    14
    franzudo2013
    19.06.2020

    Warum steht das nicht unter CHEMNITZ ? Hat hier niemand die Absicht nicht zu informieren ?

  • 15
    2
    vonVorn
    19.06.2020

    Ein guter Freund hat mal gesagt "Marktwirtschaft funktioniert nur mit Leben und Leben lassen" Er hat Recht, heutzutage denkt ja jeder nur an sich.

  • 20
    4
    chris8606
    19.06.2020

    Zuallererst ist es eine Unternehmensentscheidung die ein Leser sowieso nicht vollständig nachvollziehen kann. Ob die Kaufhof Filiale in Chemnitz oder der Karstadt Standort in Potsdam ein Minusgeschäft war, weil Umsätze zu niedrig waren oder die Kosten für die Anmietung der Handesfläche zu hoch, lässt sich von meine Stelle aus nicht beurteilen. Neben wachsender Konkurrenz des Onlinehandels, teuren Mieten an den jeweiligen Standorten, fehlendem Konzept für die Gegenwart und die Zukunft der Kaufhäuser und jetzt als Katalysator zur Verschärfung der Kaufhaus Krise die Corna-Pandemie spielt am Ende für Chemnitz auch keine Rolle mehr. Viel wichtiger ist das unsere Stadtoberen und die Verwaltung die Fehler schon seit der Wende begehen. Einkaufcenter am Rande der Stadt Chemnitz die die Kaufkraft aus der Innenstadt abziehen, keine geschlossene Innenstadtbebauung mit ansprechender Architektur und stattdessen oberirdische Parkhäuser an den Eingangspunkten zur Kernstadt, Plattenbaustruktur und fehlende interessante Ankermieter und auch die fehlende Klientel z.B. Touristen oder Messebesucher. Ich persönlich denke das es der Abgesang fur die Innenstadt und Ihre Bemühungen sie lebendiger zu gestalten ist. Es macht die Stadt Chemnitz als Folge für Menschen immer uninteressanter auch wenn viele ein Teil im Onlinehandel bereits kaufen. Der vielfältige Einzehandel wird nur in Großstädten an wichtigen Standorten und in touristisch sehr belebten Gegenden überhaupt noch eine Chance haben. Alle anderen müssen andere Konzepte entwickeln eine Innenstadt lebendig zu gestalten. Ein gutes Beispiel für mich ist dafür die Stadt Innenstadt von Erfurt.

  • 20
    15
    ths1
    19.06.2020

    Bin ehrlich: kaufe ohnehin lieber bei Amazon. Und rund um die Zentralhaltestelle wurde es in den vergangenen Jahren ohnehin immer ungemütlicher. Für mich hält sich der Verlust also in Grenzen.

  • 20
    1
    Suppenfrosch
    19.06.2020

    @franzudo2013

    Das mag zwar alles sein, hat aber mit finanziellen Schieflagen von Konzernen der Galeria-Größenordnung nichts zu tun. Sie reden hier von Chemnitzer Problemen und Sachverhalten, ich denke da lachen die Konzernchefs nur drüber.

  • 23
    3
    klapa
    19.06.2020

    Man kann es nur immer wiederholen.

    Leute, die für die vor ihnen stehenden, ihre Fähigkeiten übersteigenden Aufgaben in einer großen Firma zu klein und inkompetent sind, hauen die private Zukunft ihrer Arbeitnehmer wegen ihres Missmanagements einfach in den Sack.

    So etwas wie Fürsorgepflicht scheint in diesem Bereich ein Fremdwort zu sein.

    Das Geld ist da. Wir machen zu.

    Hier wäre der Begriff der Moral angebracht. Fehlanzeige.

  • 28
    22
    franzudo2013
    19.06.2020

    Eine konstruktive Diskussion ist aller Ehren wert, ist aber Schritt 2. Zuerst kommt die Analyse der Probleme.
    Es ist eben nicht nur Corona, es sind auch die Chemnitzer Ereignisse, die das Sicherheitsempfinden der Chemnitzer nicht beflügelt haben. Die Meldungen in der FP zu Kriminalität unabhängig von der Tageszeit und der Schutzraum für die Kriminellen statt für die Bürger sind das Ende der Innenstädte, wie wir sie kennen.
    Dazu kommt eine gedankenlose Kommunalpolitik, die sich um fair gehandelte Fußbälle, Hinweise an Unternehmen zum Kohleausstieg, Abschaffung von exotischen Zirkustieren, zu billige Parkplätze, mehr rote Ampeln und vielerlei mehr kümmert. Es wurde ernsthaft diskutiert, den Stadthallenpark für Herrn Kellenberger zu schleifen.
    Das sind alles Indizien, dass alles wichtig ist, außer Stadtentwicklung, Investoren und Unternehmer, die dies bewerkstelligen.
    Also, allen Stadträten ein riesengroßes Dankeschön für die intensive Arbeit und dieses grandiose Ergebnis !!!

  • 20
    5
    jeverfanchemnitz
    19.06.2020

    @ 774029

    Selbstverständlich gibt es noch andere Online-Läden. Die bezshlen aber
    meist ihre Steuern in Deutschland. Selbstverständlich gibt es noch andere Gründe.
    Ich bevorzuge im Chat die Kürze und bin kein Romanschreiber.
    Und die Marktwirtschaft von heute hat mit meinen Idealen der sozialen Marktwirtschaft, für die ich u.a. mal 1989 auf der Straße war, nichts mehr zu tun.

  • 45
    3
    container2010
    19.06.2020

    Vorweg: Ich möchte nicht respektlos und pietätlos wirken. Diese Nachricht ist mit 140 persönlichen Schicksalen verbunden.
    Meine Gedanken zum Thema Ankündigung der Schließung von Galeria Kaufhof / Karstadt in Chemnitz:
    Ich sehe es eher als Chance, denn als Verlust. Zum Einen: Was wäre denn aus der Filiale geworden, wenn man sich ausdenkt, die Firmengruppe hätte sich pro Erhalt entschieden!? Die Firmengruppe hat keine Antworten bzw. ein Konzept, wie sich eine Warenhausgesellschaft den Herausforderungen des Einzelhandels im 21. Jhd. stellen kann. Das Konzept allein ist ein Relikt aus dem 19. Jhd. Der Anspruch, alle Warengruppen bei geringer Warenvielfalt und -tiefe anzubieten, funktioniert nicht mehr. Die Leidenschaft und Individualität (was sich der Kunde wünscht) funktioniert nicht bei solch einer oberflächlichen Vielfalt. Es wird sich bei der Konkurrenz um Regalplätze der Lieferanten auch nicht umsetzen lassen. Eine Herkulesaufgabe mit ungewissem Ausgang. Zumal ich den Einkauf dort nicht als Einkaufserlebnis empfunden habe, was sicherlich den Sparmaßnahmen der letzten Jahre gemein ist. Die Gourmetabteilung unten stellt eine Ausnahme dar.
    Die Chemnitzer Immobilie ist angemietet und nicht Eigentum der Firmengruppe, was eine Nachnutzung einfacher macht.
    Denkbar wäre ein Markthallenkonzept im EG (Marktstände, die sonst auf dem Markt anbieten dort in Dauerverkaufsstände umwandeln) ergänzt um kulinarische Feinheiten lokaler und internationaler Herkunft. Dazu zwischendrin Sitzgelegenheiten und eine Vielfalt aus kleineren Mittagsangeboten sowie Open Bar Charakter am Abend (Siehe Konzept Markthalle Berlin Moabit oder Markthalle Hannover am Landesparlament). Unten müsste man dann Fassaden-technisch eine Offenheit, Durchlässigkeit und Zugänglichkeit herstellen. Für Lichtdurchflutung in der Mitte sorgt allein die Architektur (Rolltreppenschacht). Das 2. und 3. OG könnten Räumlichkeiten für Behörden abbilden. Hier hat der Freistaat auch schon erweiterten Bedarf angemeldet. Die oberste Etage je nach Schnitt und Raumkonzept könnte aus 8-10 Penthouse Wohnungen bestehen. Alternativ zu Wohnungen ggf. Büros/Restaurant/Niners Fan-Shop/eine Gläserne Manufaktur...

    Ich wünsche mir eine konstruktive Diskussion

  • 22
    2
    mops0106
    19.06.2020

    Bei Karstadt und Kaufhof kriselt es schon sehr sehr lange. Statt in Veränderungen zu investieren, wurde x-mal weiterverkauft und ausgepresst. Leidtragende waren wie immer die Arbeitnehmer, die immer wieder auf Gehalt verzichtet haben zur Sicherung der Arbeitsplätze - zuletzt im vergangenen Jahr.
    Ich bin öfter in der Filiale in Chemnitz einkaufen. Die Gestaltung war allerdings schon lange nicht mehr zeitgemäß. In der Etage für Damenbekleidung gab es z.B. zwar separate Bereiche für bestimmte Markenanbieter. Dieses Konzept hätte aber mehr verfolgt werden müssen (In-Store-Konzept). Der große Bereich in der Mitte, auf dem die "normale" Karstadt-Bekleidung präsentiert wird, sieht immer überfüllt, unübersichtlich und unordentlich aus.

  • 29
    5
    Lesemuffel
    19.06.2020

    Schade, sehr schade. Dort könnte man im Ggs. zum allmächtigen Online Handel noch direkt stöbern, die Ware anschauen, angreifen, anprobieren, eben echtes Kauferlebnis - und man könnte auch gut speisen. Ein herber Verlust für das Innenstadtleben einer Großstadt, die sich nebenbei bemerkt auch noch abschickt Kulturhauptstadt zu werden. Aber abgeschnitten von Bahnverbindung, Innenstadthandel wird's wohl eher nichts, eher Provinzstadt.

  • 35
    4
    774029
    19.06.2020

    @jeverfanchemnitz
    Ich glaube, Sie machen es sich zu einfach und schlagen ungerechtfertigt mit der großen amazon-Keule um sich. In der Marktwirtschaft ist es nun einmal so, dass Angebot und Nachfrage den Markt bestimmen. Gerade für Bewohner des Umlandes hat Chemnitz nicht viel unternommen, um Kaufkraft anzulocken. Und ob, weil keine vernünftige Anbindung mit dem ÖPNV, der Fußabdruck via online-Kauf damit größer sein soll, mag ich somit anzweifeln. Kennen Sie die Arbeitsbedingungen bei amazon? Betriebsräte dieser Firma, die ja die Interessen der Mitarbeiter vertreten, sind hier eindeutig anderer Meinung. Das Gebrüll der Gewerkschaften sollte man dazu nicht überbewerten.
    Gleichwohl bedaure ich die Entscheidung von Karstadt zur Schließung, weil hier wieder eine Vielzahl von Mitarbeitern unter dem Missmanagement zu leiden haben. Darüber hinaus kann diese leere Immobilie im Stadtzentrum einen großen Strudel verursachen, sofern nicht schnellstmöglich ein Nachtnutzer gefunden werden kann.

  • 32
    11
    Lexisdark
    19.06.2020

    Kaufhof hatte bis auf wenige Dinge nichts zu bieten was ich brauche. Die Lebensmittelabteilung schon eher. Auch sonst alles auf den Onlinehandel zu schieben, ist zu einfach. Ich geh im Internet einkaufen, weil ich dort auch das bekomme, was ich suche. Und Service gibt es in gewisser Hinsicht auch. Ohne etwas besonderes kommt keiner mehr in die Geschäfte.

  • 10
    45
    Schelltaube
    19.06.2020

    Was hat die Stadtverwaltung im Vorfeld der angedachten Schließung getan? Jetzt, nachdem das Kind in den Brunnen gefallen ist, ist es für Korrekturen zu spät!
    Die Stadt trägt eine Mitschuld an der Schließung!

  • 25
    3
    mops0106
    19.06.2020

    Damit wird unsere Innenstadt leider noch unattraktiver.
    In Hamburg schließen von 7! Kaufhäusern 4 und in Chemnitz wird das einzige Haus dichtgemacht. Na prima.

  • 30
    12
    712268
    19.06.2020

    Und auch vielen Dank an die vielen Chemnitzer, welche oft genug lieber nach Dresden oder Leipzig zum Einkaufen fahren. Ab sofort dürft ihr immer dorthin!
    Wenn ich zudem die Städte lese, ist es eh eine politische Entscheidung. Und wie immer gegen Chemnitz. Ich werde jedenfalls nie wieder in meinem Leben bei Kaufhof/Karstadt einkaufen und erst recht nicht online! Ich hoffe das es möglichst viele Kunden ebenso nicht tun.

  • 34
    0
    Klemmi
    19.06.2020

    Die Entscheidung, dass der Chemnitzer Standort geschlossen wird, habe ich geahnt.
    Die benachbarten Großstädte kommen wieder davon, aber wer weiß wie lange- rosig sieht es bei Kaufhof-Karstadt jedenfalls nicht aus und nicht alleine wegen Corona. Hier schließt sich gleich die nächste Krise für die Mitarbeiter an, in deren Haut ich nicht stecken möchte. Auf diesem Weg viel Kraft.
    Und nun kann man sich im Rathaus den Kopf zerbrechen: Was tun, mit einem Koloss aus Glas und Stahl?

  • 26
    41
    jeverfanchemnitz
    19.06.2020

    Vielen Dank an die Amazon-Gläubigen der vorwiegend jüngeren Generationen. Hauptsache billig. Egal wie die Arbeitsbedingungen, egal wie der ökolische Fußabdruck und ohne Rücksicht auf die vorwiegend älteren Generationen, die gern him Kaufhof eingekauft haben. Armer Osten, armes Chemnitz.

  • 36
    12
    Grizzlybär
    19.06.2020

    Ein weiterer herber Verlust für unsere Innenstadt. Der Kaufhof war für mich über die Jahre ein integraler Bestandteil, in dem ich sehr vieles gekauft habe, was es in kleineren Läden nicht gab. Mir graut vor einem leergeräumten Glaspalast.
    Wir müssen glaube ich alle daran arbeiten, dass der online Handel nicht mehr und mehr das gesellschaftliche Leben in den Innenstädten ruiniert und wenn man wenigstens nur ab und zu in diesen Läden bzw. Kaufhäusern auch mal etwas kauft.

  • 40
    3
    Laufhase81
    19.06.2020

    @872889. Ich habe meine (wenn auch wenigen) Stammläden, die ich in der Innenstadt besuche. Aber die Ladenstruktur in C-City ist nur begrenzt attraktiv und viele Artikel bekomme ich nur online. Es kommt in der heutigen Zeit, in der sich das Einkaufsverhalten sehr ändert/geändert hat, eher auf ein gesundes Verhältnis zwischen beidem an. Sicher spielen auch die Mieten ein große Rolle. Im Kaufhof war für mich nur die Lebensmittelabteilung hin und wieder interessant. Ansonsten schließe ich mich Suppenfrosch an. Ein weiterer Tiefschlag für unsere Stadt, und die altbekannten "Großen" wie EF, L oder DD sind wieder fein raus. Immer wieder dieselben Entwicklungen.

  • 37
    5
    Kastenfrosch
    19.06.2020

    Durch Corona beschleunigt sich eine Entwicklung, die angesichts der oft überschaubaren Kundenströme in dem riesigen Gebäude absehbar war. 2001 konnte man seitens der Stadt wohl kaum anders entscheiden, und war stolz auf den Prestigebau. Und doch rächt sich nun, dass man Kaufhof ein maßgeschneidertes Warenhaus zugestanden hat, mit den bekannten Auswirkungen auf das Umfeld (die zerklüftete "Zentral"-Haltestelle erschließt sich auch mit Lageplan kaum).

    Und nun, was machen mit einem Glaskasten, der nicht mehr gebraucht wird? Als Altersheim oder Kindergarten taugt er wohl schon aufgrund der Lage nicht.

  • 42
    14
    872889
    19.06.2020

    Zum einen kann man sich @Suppenfrosch nur anschließen und zum anderen kann man alle nur dazu auffordern, in die City einkaufen zu gehen. Wer alles online kauft (und das auch schon vor Corona), schickt den Einzelhandel mit seinen vielen Beschäftigten letztlich in den Ruin. Dabei sind viele Geschäfte wesentlich besser als der Onlinehandel und auch nicht unbedingt teurer.

  • 71
    2
    Suppenfrosch
    19.06.2020

    Ich weiß und mir ist sehr bewusst, dass dies sehr hart für die betroffenen Mitarbeiter ist. Über die will ich auch keinesfalls negativ urteilen.

    Aber, die Corona-Krise als finalen Auslöser zu nennen für diese radikale Maßnahme, zeigt doch nur auf, wie es eigentlich schon vorher um den Konzern stand. Sie offenbart einen Konzern kurz vor der Insolvenz, die bisher offenbar nur verschleppt wurde.

    Für so einen Konzern dieser Größenordnung ein absolutes Armutszeugnis.

    Ich kann nachvollziehen, dass kleine Unternehmen mit der Situation rund um Corona hadern und das dort Existenzen bedroht sind. Bei solchen Großkonzernen ist das für mich nur ein Armutszeugnis für das Management und ein Gegenbeweis dafür, dass "höher, schneller,weiter" in der Marktwirtschaft eben nicht die Lösung für alles ist.