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Appetitlich ist anders: Fruchtfliegen in der Küche sind zwar ungefährlich, aber nerven. So kann man ihnen begegnen - auch mit harmlosen Mittelchen.
Wer Fruchtfliegen loswerden will, sollte vor allem dafür sorgen, dass sich die Tiere in der Küche nicht allzu wohlfühlen – und dort dann fleißig vermehren. Denn Fruchtfliegenweibchen legen ihre Eier, so schreibt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, meist auf faule Obststellen oder die Ansätze des Stiels von reifem Obst.
Dort können sie innerhalb weniger Tage rund 400 Eier hinterlassen. Und die geschlüpften Larven sind dann auch direkt mit Nahrung versorgt.
Genau hier kann man also ansetzen – und reifes Obst nicht offen stehenlassen. Am besten bewahrt man es abgedeckt im Kühlschrank auf. Auch kälteempfindliche Arten wie Ananas, Kiwi, Mango und Pfirsich vertragen das den Verbraucherschützern zufolge ein bis drei Tage lang. Die Insekten vermehren sich durch die Kälte dann nicht. Und bereits vorhandene Larven entwickeln sich im Kühlschrank langsamer.
Obstschale abdecken, Komposteimer leeren
Sie wollen auf die Obstschale auf Ihrem Tisch nicht verzichten? Dann sollten Sie die zumindest mit einem Baumwolltuch oder einem Netz abdecken. Das ist auch besser fürs Obst: Fruchtfliegen können laut dem Umweltbundesamt Hefen und Bakterien übertragen. Die sind zwar nicht gesundheitsschädlich, lassen das Obst aber schneller verderben.
Achten Sie außerdem darauf, Ihren Komposteimer einmal am Tag zu leeren und Wein- und Saftgläser direkt zu spülen. Ein Tipp des Nabu Baden-Württemberg: Als Falle eine flache Schale oder ein Schnapsglas mit ein wenig Essig, einem Schuss Apfelsaft und einem Tropfen Spülmittel füllen. Der saure Geruch des Gemischs zieht die Fruchtfliegen an. Durch das Spülmittel können sie sich aber nicht auf der Wasseroberfläche halten und ertrinken.
Mit Fettkraut oder Kräutern arbeiten
Das ist ihnen zu brutal? Wer lieber auf eine Lebendfalle setzt, kann Greenpeace Österreich zufolge auch Obst in ein offenes Schraubglas legen und das Glas verschließen, sobald sich etliche Fliegen darin niedergelassen haben. Im Freien kann man die Insekten dann aus dem Glas entlassen.
Eine andere Idee: fleischfressende Pflanzen einsetzen. Greenpeace Österreich zufolge eignet sich dafür vor allem das Fettkraut. Es lockt die Insekten demnach mit einem süßlichen Sekret an, das über die Blätter der Pflanze abgesondert wird. Auf ihm bleiben die Mücken haften.
Sollen erst gar keine Fruchtfliegen in die Wohnung kommen, kann man dem Umweltbundesamt zufolge aber auch mit Fliegengazen arbeiten. Oder Sie versuchen es mal mit Nelkenöl, Basilikum oder Heiligenkraut. Der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz zufolge soll deren Duft Fruchtfliegen vertreiben. Regelmäßiges Lüften ist auch nicht verkehrt: Es befreit die Luft von gärenden Gasen, die die Insekten anziehen. (dpa)





