Oft nur noch eingeschränkt erreichbar: der Hausarzt.
Oft nur noch eingeschränkt erreichbar: der Hausarzt. Bild: Benjamin Nolte/dpa
Gesundheit
Krankfeiern für einen Arzttermin

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In „quicklebendig“, dem Gesundheits-Newsletter der „Freien Presse“, liefern wir nicht nur jede Woche einen Überblick über die wichtigsten Gesundheitsthemen in Sachsen. In einer Umfrage holen wir jedes Mal auch die Patienten-Meinung zu aktuell-brisanten Gesundheitsthemen ein. Diesmal zu Arztsprechzeiten - mit bedenklichem Ergebnis.

Chemnitz.

Dass die Krankenkasse zum Jahresanfang den Beitrag erhöht hat, merke ich deutlich auf dem Gehaltsschein. Natürlich ist ein gutes Gesundheitssystem auch viel wert. Doch seit geraumer Zeit verdichtet sich der Eindruck, dass es für immer mehr Geld weniger Leistung gibt. Allein bei den Hausärzten sind in Sachsen 371 Stellen unbesetzt - sprich, sie fehlen für die Versorgung. Und das ist nur die halbe Wahrheit, wie eine Umfrage im Gesundheits-Newsletter „quicklebendig“ zeigt. Sie ist zwar nicht repräsentativ. Doch wenn 43 Prozent der Teilnehmer erklären, dass ihr Haus- oder Facharzt die Sprechzeiten reduziert hat, ist das schon ein klares Zeichen. Das mag an der vielen Bürokratie liegen, mit der sich Ärzte heute zweifellos rumärgern müssen. Oder aber daran, dass sie wie andere Berufstätige auch das Thema Work-Life-Balance entdeckt haben.

Die Folgen, die Patienten in der Umfrage schildern, sind ernüchternd. Weil zum Beispiel der Hausarzt nur noch einmal pro Woche bis abends geöffnet hat und dann hoffnungslos überlaufen ist, würden sich einige lieber krankschreiben lassen oder müssten Urlaub nehmen, da sie keinen Termin in ihrer Arbeitszeit wahrnehmen können. „Einfach so hingehen bei einem gesundheitlichen Problem ist nur noch montags möglich“, schreibt eine Umfrage-Teilnehmerin. Übereinstimmend berichten Patienten, dass sie länger auf einen Termin warten müssen oder dass der Arzt nun noch weniger Zeit für sie hat.

Immer wieder wird von der heilenden Wirkung von Digitalisierung und Telemedizin gesprochen. Die Wahrheit aber ist, dass beides nur äußerst schleppend vorankommt. Ich kenne Ärzte, die Befunde noch faxen! Und die sich vor dem Patientenansturm schützen, indem sie telefonisch oder wie auch immer einfach nicht erreichbar sind. „Quicklebendig“ bleibt dran an diesem Thema!

In unserer neuesten Newsletter-Ausgabe berichten wir außerdem darüber, welche Krankenhäuser in Sachsen nach einer neuen Analyse zu den Besten gehören. Wenn Sie wissen wollen, ob auch eines in Ihrer Nähe dabei ist, melden Sie sich kostenlos für unseren Newsletter an.

Und wie immer gibt es auch Tipps für mehr Gesundheit - diesmal zum Beispiel:

  • Warum dynamisches Sitzen nicht nur den Rücken entlastet.
  • Wie Sie einen Norovirus schnell wieder loswerden, der derzeit wieder rum geht.
  • Ab wann die Krankenkasse neuerdings eine Fettabsaugung bezahlt.

Hier „quicklebendig“ abonnieren, der Newsletter landet dann immer dienstags, 17 Uhr, kostenfrei in Ihrem Postfach.

Unser Gesundheits-Newsletter erscheint jede Woche Dienstag.
Unser Gesundheits-Newsletter erscheint jede Woche Dienstag. Bild: FP
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