Bevor man so eine Fläche mit dem eigenen E-Auto zum Laden befahren darf, muss eine Kaufentscheidung her. Und die richtet sich nach Auswahlkriterien wie Akkugröße und Ladeleistung zum Schnellladen sowie Platzangebot.
Bevor man so eine Fläche mit dem eigenen E-Auto zum Laden befahren darf, muss eine Kaufentscheidung her. Und die richtet sich nach Auswahlkriterien wie Akkugröße und Ladeleistung zum Schnellladen sowie Platzangebot. Bild: Jan Woitas/dpa
Mobilität
Chancen und Tücken beim Kauf eines kleinen E-Autos

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Günstige E-Autos sind gefragt – doch lohnt sich der Kauf wirklich? Worauf Interessenten bei Akkugröße, Reichweite und Förderung achten sollten.

Stuttgart/Berlin.

Klein, wendig und sauber. Immer mehr vergleichsweise günstige Stromer kommen auf den Markt. Ein Blick auf die günstigsten Elektroautos zeigt, wie erschwinglich der Einstieg in die Elektromobilität inzwischen geworden ist. Vor allem, wenn private Interessenten von der E-Auto-Förderung profitieren.

Weitere Informationen und Links zum Antragsformular hält das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) online parat. Aber egal, ob mit oder ohne Förderung: Die günstigsten E-Autos sind wie bei den Verbrennern eben oft Kleinwagen. Was ist zu beachten?

"Einen Kleinwagen kaufen sich die meisten Interessenten aus finanziellen Gründen oder als Zweitwagen", sagt Jens Dralle als Ressortleiter Test und Technik bei der Zeitschrift "Auto, Motor und Sport". Die Frage, die man sich daher stellen sollte, ist: Wie will ich das Auto einsetzen? "Danach richten sich Auswahlkriterien wie Akkugröße und Ladeleistung zum Schnellladen sowie Platzangebot", sagt Dralle.

Denn nicht alle günstigen E-Autos eignen sich ideal als Erst-Auto oder Langstreckenfahrzeug. Das Problem: Die meisten Modelle bieten eine geringe Akkukapazität von 40 bis 60 kWh und fahren im Alltag maximal 300 Kilometer weit. Mit einer DC-Schnellladung von häufig um die 50 kW laden sie nicht besonders schnell – und der Zwischenstopp fällt länger aus.

Elektrische Kleinwagen sind in der Regel immer noch teurer

Auch kosten günstige, elektrische Kleinwagen meist mehr als ein Modell mit Verbrennungsmotor. "Interessenten sollten nicht vergessen, dass der deutlich größere Dacia Sandero mit Verbrennungsmotor bereits für 13.000 Euro zu haben ist", sagt Constantin Hack vom Auto Club Europa (ACE). Aber: Wenn Neuwagenkäuferinnen oder -käufer förderberechtigt sind, werden einige E-Autos günstiger als Verbrenner.

Worauf ist beim Kauf zu achten?

Aber auch wie beim Kauf eines Verbrenner-Autos gilt laut Dralle: Welche Händler liegen in der Nähe, die auch künftig einen Service durchführen können? Constantin Hack rät ebenfalls zu renommierten Marken mit einem großen Händlernetz, am besten mit einem Händler in der Nähe. Dazu steht vor jeder Entscheidung die Frage, ob Akkugröße, Reichweite und Schnellladung zum Fahrprofil passen. "Bei regelmäßigen Strecken von über 200 Kilometer wird es bei manchen Modellen schon eng", sagt er. 

Auch Nichtkaufen kann am Ende eine Alternative sein

Und auch ein Nichtkauf kann interessant sein: Dann kommt vielleicht Leasing infrage. "Der technische Fortschritt liegt bei E-Autos sehr hoch, so dass der Wertverlust bei Neuwagen auch sehr hoch ausfällt", sagt Jens Dralle. Wie bei Verbrenner-Modellen verlieren Neuwagenkäufer am Anfang sehr viel Geld. "Wer unbedingt ein E-Auto kaufen möchte, schaut besser nach Neuwagen mit Tageszulassung, Vorführautos oder Jahreswagen", sagt Jens Dralle. 

Und auch ein Blick auf dem Gebrauchtwagenmarkt, etwa von Leasing-Rückläufern, kann interessant sein. Denn für ein ähnliches Budget finden sich häufig größere Modelle mit wenig Laufleistung, aktiver Akku-Garantie, die auch als Erstwagen tauglich sind. (dpa)

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