Schon vor der 62:79-Niederlage der Chemnitzer Basketballer stand fest, dass sie im Achtelfinale stehen. Da auch die Gastgeber schon durch waren, fehlte das Feuer. Am Sonntag wird es wieder wichtig.
Dass das letzte Gruppenspiel im Eurocup für die Basketballer der Niners Chemnitz nur noch Testspielcharakter hatte, haben sie sich in den 17 Partien zuvor erarbeitet: Sie standen bereits vor dem Spiel am Mittwochabend bei Turk Telekom Ankara als einziges deutsches Team im Achtelfinale. Zudem stand fest, dass sie von Platz sechs nicht mehr nach oben klettern konnten. Und so wurde es ein Spiel ohne Feuer, denn auch die Gastgeber waren bereits für die nächste Runde qualifiziert. Den Sieg holte sich Ankara mit 79:62.
Zwischen Leichtigkeit und Sorglosigkeit
Es war lange ein Spiel auf Augenhöhe, in dem die ersatzgeschwächten Niners eine Mischung aus Leichtigkeit und Sorglosigkeit zeigten – was zur fehlenden Bedeutung dieser Partie passte. Einige spektakuläre Würfe saßen, denen standen aber 20 Ballverluste gegenüber. Da auch die Türken zunächst nicht ernstmachten, gingen die Chemnitzer, bei denen Youngster Luca Kellig ein paar Minuten Eurocupluft schnuppern durfte und Kostja Mushidi nach einer Trainingsverletzung auf der Bank blieb, mit einer 36:34-Führung in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel drehten die Gastgeber das Spiel ohne viel Mühe. Den Niners ging im letzten Viertel (10:23) komplett der Saft aus. „Die ersten 30 Minuten haben mir gefallen. Aber im letzten Viertel hat uns die Energie gefehlt. Und das hat zu Fehlern geführt, mit denen du gegen ein Team mit dieser Qualität nicht gewinnen kannst“, sagte Niners-Trainer Rodrigo Pastore.
Achtelfinale findet in Ljubljana statt
Für sein Team geht es international am 10. oder 11. März mit einem Auswärtsspiel im Achtelfinale weiter. Dieses wird beim Drittplatzierten der Gruppe A, Olimpija Ljubljana aus Slowenien, stattfinden. Der Sieger dieser einen Partie steht im Viertelfinale. Bis zum Mittwochabend stand noch nicht fest, ob Ljubljana oder das Team von Bahcesehir Istanbul der Gegner sein würde. Die Türken belegen nach dem schwer erarbeiteten 91:86-Sieg in Kleipta aber Platz zwei in der Endabrechnung und stehen damit direkt im Viertelfinale.
Am Wochenende geht es in der Bundesliga nach Trier
In der Bundesliga haben die Niners am Wochenende den nächsten weiten Auswärtstrip zu einem schweren Gegner vor sich. Am Sonntag wartet mit den Gladiators Trier die Überraschungsmannschaft der Liga auf die Chemnitzer. Der Aufsteiger spielt eine starke Saison, ist mit elf Siegen Tabellenvierter. Die Trierer haben damit aber auch nur drei Siege mehr auf dem Konto als die Niners. Die wiederum haben nach dem wichtigen Sieg im Derby gegen Weißenfels am vergangenen Wochenende drei Punkte Vorsprung auf Heidelberg auf dem ersten Abstiegsplatz. Und gegen genau dieses Team geht es am kommenden Mittwoch im letzten Spiel vor der Pokal- und Länderspielpause.
Statistik
Niners: Yebo (14), Newman (13), Bedime (12), Minchev (9), Davis (8), Sibande (6), Uguak, Schakel, Kellig





