Niners Chemnitz
Bis zum Seitenwechsel agierten die Chemnitzer Basketballer auf Augenhöhe, danach ließen sie nach und kassierten eine hohe Niederlage. Dass es dennoch Lichtblicke gab, zeigt unsere Einzelkritik.
Chemnitz.
20 Minuten lang durften die Fans der Chemnitzer Basketballer in der ausverkauften Messe auf eine Überraschung hoffen. Dass es am Ende doch eine hohe Niederlage wurde, lag am starken Gegner und daran, dass die Niners zu viele Fehler machten - in Abwesenheit von Jeff Garrett (Achillessehnenreizung) waren sie zudem in den Luftduellen zu oft unterlegen.
JONAS RICHTER: Wenn der Kapitän mal einen Dreier versenkt (was eher selten vorkommt), läuft es bei ihm. So auch gegen die Bayern, gegen die er als Big Man viel Spielzeit nehmen musste, diese aber auch gut nutzte. Hatte in der ersten Halbzeit mit einer einhundertprozentigen Trefferquote und drei Rebounds großen Anteil daran, dass es mit einem 42:42 in die Kabinen ging. Nachdem die Bayern nach der Pause auf mehr Größe setzten und defensiv besser standen, war auch der Kapitän kaum noch ein Faktor. Note: 2-.
Bild: Alexander Trienitz
DEANDRE LANSDOWNE: Dass mit Jacob Gilyard ein neuer Pointguard geholt wurde, der den Spielaufbau klar dominiert, lässt dem Routinier mehr Freiheiten. Diese nutzt er immer besser, kam in knapp 25 Minuten auf dem Feld zu acht Punkten und zwei Assists. Nach Rückenverletzung und Formkrise wird Lansdowne Spiel für Spiel besser. Note: 2-.
Bild: Alexander Trienitz
VICTOR BAILEY: Gebrauchter Tag für den besten Werfer der Niners in dieser Saison. Nur zwei von neun Würfen aus dem Feld fanden ihr Ziel, wobei die Münchener ihn auch oftmals gut zustellten. Nach vielen starken Spielen darf auch das mal passieren. Note: 3-.
Bild: Alexander Trienitz
JACOB GILYARD: Steile These: Dieser Mann ist im Sommer leider wieder weg. Bei seiner ersten Station in Europa spielt der kleine Pointguard (1,73 Meter) ganz groß auf. Auch bei seinem dritten Auftritt im Chemnitzer Dress überzeugte der US-Amerikaner mit überragendem Spielverständnis und Pässen aus der Zauberkiste. Das geht seinen Mitspielern mitunter sogar noch zu schnell, aber so langsam findet man sich zusammen. Was Gilyard so wertvoll macht: Mit all seinen Qualitäten ist er ein mannschaftsdienlicher Spieler (sechs Assists), der dennoch selbst Punkte macht (bester Werfer mit 18). War einer der wenigen, die auch noch in der zweiten Halbzeit funktionierten. Sollte die steile These nicht stimmen und Gilyard auch in der kommenden Saison noch für die Niners zaubern, wäre das eine kleine Sensation für den Chemnitzer Verein. Note: 1.
Bild: Alexander Trienitz
OLIVIER NKAMHOUA: Wie für Jacob Gilyard gilt auch für den Finnen: Wer nichts macht, macht nichts verkehrt. Denn wie Gilyard zeigte Nkamhoua ein bärenstarkes Spiel, wie Gilyard leistete er sich aber auch vier teils haarsträubende Fehlpässe oder Ballverluste. Beide zusammen bilden in der Offensive ein harmonisches Duo, sie profitieren voneinander. Mit seinem spektakulären Dunking machte Nkamhoua die ersten Punkte des Spieles und zündete damit die Messe an. Durch die defensive Umstellung der Bayern kam auch er in der zweiten Halbzeit aber kaum noch zum Zuge, wobei er mit sieben Rebounds noch der beste Chemnitzer in den Luftduellen und deshalb defensiv sehr wichtig war. Note: 1-.
Bild: Alexander Trienitz
DAMIEN JEFFERSON: Gutes aber unglückliches Debüt für den US-Amerikaner, der erst vor wenigen Tagen verpflichtet wurde. Der 27-Jährige stand sofort in der Starting Five, fügte sich stark ins Defensivspiel der Chemnitzer ein. Dabei war er mitunter wohl etwas übermotiviert, schnell hatte er drei persönliche Fouls auf der Uhr. Das vierte kassierte er nach einem sehr fragwürdigen Pfiff gegen sich Mitte des zweiten Viertels - danach wurde er zum Bankangestellten. Steht er länger auf dem Feld, kann er dem Spiel sehr viel Stabilität geben. Note: 2-.
Bild: Alexander Trienitz
EDDY EDIGIN: Hatte in nur knapp zehn Minuten Spielzeit schnell drei persönliche Fouls gegen sich und war so erneut kaum ein Faktor. Mit vier Rebounds aber in den Zweikämpfen sehr präsent. Note: 3.
Bild: Alexander Trienitz
NICHOLAS TISCHLER: So ganz ist der Knoten bei ihm noch nicht geplatzt, aber er löst sich mehr und mehr. Tischler bekommt von seinem Trainer Rodrigo Pastore immer mehr Einsatzzeit, nutzt diese mit mannschaftsdienlichem Spiel und mehr Mut bei Offensivaktionen. Beeindruckend ist seine Bilanz von der Freiwurfline: Gegen die Bayern versenkte er vier Stück, er steht in dieser Saison nun bei 24 Treffern aus 24 Versuchen. Note: 2.
Bild: Alexander Trienitz
ROMAN BEDIME. Die wohl positivste Überraschung des Spieles. Der 23-Jährige wurde, auch aufgrund der frühen Foulprobleme von Jefferson, für seine Verhältnisse sehr früh ins Spiel geworfen (Ende des zweiten Viertels). Dabei zeigte er keine Angst vor großen Namen, holte gleich mal schnell zwei Rebounds, am Ende waren es deren fünf. In den zehn Minuten, in denen er auf dem Feld stand, lief es für die Niners ganz ordentlich. Dabei darf aber auch nicht verschwiegen werden, dass die letzten Minuten des Spieles eher aussahen wie eine Trainingseinheit, auf die beide Mannschaften keine wirkliche Lust hatten. Note: 2.
Bild: Alexander Trienitz
JONAS RICHTER: Wenn der Kapitän mal einen Dreier versenkt (was eher selten vorkommt), läuft es bei ihm. So auch gegen die Bayern, gegen die er als Big Man viel Spielzeit nehmen musste, diese aber auch gut nutzte. Hatte in der ersten Halbzeit mit einer einhundertprozentigen Trefferquote und drei Rebounds großen Anteil daran, dass es mit einem 42:42 in die Kabinen ging. Nachdem die Bayern nach der Pause auf mehr Größe setzten und defensiv besser standen, war auch der Kapitän kaum noch ein Faktor. Note: 2-.
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Alexander Trienitz
DEANDRE LANSDOWNE: Dass mit Jacob Gilyard ein neuer Pointguard geholt wurde, der den Spielaufbau klar dominiert, lässt dem Routinier mehr Freiheiten. Diese nutzt er immer besser, kam in knapp 25 Minuten auf dem Feld zu acht Punkten und zwei Assists. Nach Rückenverletzung und Formkrise wird Lansdowne Spiel für Spiel besser. Note: 2-.
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Alexander Trienitz
VICTOR BAILEY: Gebrauchter Tag für den besten Werfer der Niners in dieser Saison. Nur zwei von neun Würfen aus dem Feld fanden ihr Ziel, wobei die Münchener ihn auch oftmals gut zustellten. Nach vielen starken Spielen darf auch das mal passieren. Note: 3-.
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Alexander Trienitz
JACOB GILYARD: Steile These: Dieser Mann ist im Sommer leider wieder weg. Bei seiner ersten Station in Europa spielt der kleine Pointguard (1,73 Meter) ganz groß auf. Auch bei seinem dritten Auftritt im Chemnitzer Dress überzeugte der US-Amerikaner mit überragendem Spielverständnis und Pässen aus der Zauberkiste. Das geht seinen Mitspielern mitunter sogar noch zu schnell, aber so langsam findet man sich zusammen. Was Gilyard so wertvoll macht: Mit all seinen Qualitäten ist er ein mannschaftsdienlicher Spieler (sechs Assists), der dennoch selbst Punkte macht (bester Werfer mit 18). War einer der wenigen, die auch noch in der zweiten Halbzeit funktionierten. Sollte die steile These nicht stimmen und Gilyard auch in der kommenden Saison noch für die Niners zaubern, wäre das eine kleine Sensation für den Chemnitzer Verein. Note: 1.
Bild:
Alexander Trienitz
OLIVIER NKAMHOUA: Wie für Jacob Gilyard gilt auch für den Finnen: Wer nichts macht, macht nichts verkehrt. Denn wie Gilyard zeigte Nkamhoua ein bärenstarkes Spiel, wie Gilyard leistete er sich aber auch vier teils haarsträubende Fehlpässe oder Ballverluste. Beide zusammen bilden in der Offensive ein harmonisches Duo, sie profitieren voneinander. Mit seinem spektakulären Dunking machte Nkamhoua die ersten Punkte des Spieles und zündete damit die Messe an. Durch die defensive Umstellung der Bayern kam auch er in der zweiten Halbzeit aber kaum noch zum Zuge, wobei er mit sieben Rebounds noch der beste Chemnitzer in den Luftduellen und deshalb defensiv sehr wichtig war. Note: 1-.
Bild:
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DAMIEN JEFFERSON: Gutes aber unglückliches Debüt für den US-Amerikaner, der erst vor wenigen Tagen verpflichtet wurde. Der 27-Jährige stand sofort in der Starting Five, fügte sich stark ins Defensivspiel der Chemnitzer ein. Dabei war er mitunter wohl etwas übermotiviert, schnell hatte er drei persönliche Fouls auf der Uhr. Das vierte kassierte er nach einem sehr fragwürdigen Pfiff gegen sich Mitte des zweiten Viertels - danach wurde er zum Bankangestellten. Steht er länger auf dem Feld, kann er dem Spiel sehr viel Stabilität geben. Note: 2-.
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Alexander Trienitz
EDDY EDIGIN: Hatte in nur knapp zehn Minuten Spielzeit schnell drei persönliche Fouls gegen sich und war so erneut kaum ein Faktor. Mit vier Rebounds aber in den Zweikämpfen sehr präsent. Note: 3.
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Alexander Trienitz
NICHOLAS TISCHLER: So ganz ist der Knoten bei ihm noch nicht geplatzt, aber er löst sich mehr und mehr. Tischler bekommt von seinem Trainer Rodrigo Pastore immer mehr Einsatzzeit, nutzt diese mit mannschaftsdienlichem Spiel und mehr Mut bei Offensivaktionen. Beeindruckend ist seine Bilanz von der Freiwurfline: Gegen die Bayern versenkte er vier Stück, er steht in dieser Saison nun bei 24 Treffern aus 24 Versuchen. Note: 2.
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Alexander Trienitz
ROMAN BEDIME. Die wohl positivste Überraschung des Spieles. Der 23-Jährige wurde, auch aufgrund der frühen Foulprobleme von Jefferson, für seine Verhältnisse sehr früh ins Spiel geworfen (Ende des zweiten Viertels). Dabei zeigte er keine Angst vor großen Namen, holte gleich mal schnell zwei Rebounds, am Ende waren es deren fünf. In den zehn Minuten, in denen er auf dem Feld stand, lief es für die Niners ganz ordentlich. Dabei darf aber auch nicht verschwiegen werden, dass die letzten Minuten des Spieles eher aussahen wie eine Trainingseinheit, auf die beide Mannschaften keine wirkliche Lust hatten. Note: 2.
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