Curaçao erlebte ein historisches WM-Spiel.
Curaçao erlebte ein historisches WM-Spiel. Bild: Xiao Yijiu/XinHua/dpa
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So nimmt Curaçao das 1:7 gegen Deutschland auf

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Mit so einer heftigen Niederlage in eine WM zu starten, ist eigentlich immer undankbar. Für die Spieler und den Trainer von Curaçao überwiegt nach dem Deutschland-Spiel aber der Stolz.

Houston.

Diese 90 Minuten plus Nachspielzeit gegen Deutschland müssen sich für die Profis der kleinen Karibikinsel Curaçao wie eine emotionale Achterbahnfahrt angefühlt haben. Auch nach dem 1:7 schwang bei den Spielern und bei ihrem niederländischen Trainer Dick Advocaat der große Stolz mit, erstmals überhaupt bei einer WM dabei zu sein. Aber sieben Gegentore - das hätte nicht unbedingt sein müssen.

"Wir waren nicht der richtige Gegner für Deutschland", sagte Trainer-Urgestein Advocaat, der aber betonte: "Wenn man die Freude nach so einem Spiel sieht, können wir immer noch stolz auf die Leistung sein. Vielleicht gelingt im zweiten oder dritten Spiel noch eine Überraschung. Wir werden immer glücklich sein, am größten Turnier teilzunehmen. Wir haben keine Angst vor den Ergebnissen."

Die Fans von Curaçao sorgten für Stimmung.
Die Fans von Curaçao sorgten für Stimmung. Bild: Tom Weller/dpa

Lautstarke Fans - ein historisches Tor

Die Fans des Außenseiters waren mit ihren Gesängen im Stadion von Houston während der gesamten Partie laut zu hören gewesen. Das völlig unerwartete, zwischenzeitliche 1:1 durch Livano Comenencia in der 21. Minute wurde frenetisch bejubelt. "Es war das erste Tor für unser Land - das war großartig. Das konnte man auch sehen, wie alle Spieler das Tor gefeiert haben", sagte Abwehrspieler Riechedly Bazoer.

Auch nach dem Spiel waren etliche Fans der Karibikinsel zu beobachten, die das Stadion mit einem Lächeln verließen. Bundestrainer Julian Nagelsmann verteilte ein "großes Kompliment" an Advocaat und dessen Mannschaft. Am kommenden Samstag spielt Curaçao in Kansas City gegen Ecuador, im letzten Gruppenspiel in der Nacht zum 25. Juni wartet die Elfenbeinküste. "Das nächste Spiel wird anders sein", kündigte Advocaat an. (dpa)

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