Der Chemnitzer FC, hier mit Eigengewächs Jannick Wolter in Aktion, steckt weiter in der Ergebniskrise.
Der Chemnitzer FC, hier mit Eigengewächs Jannick Wolter in Aktion, steckt weiter in der Ergebniskrise. Bild: Roger Petzsche/Picture Point
Chemnitzer FC
Nullnummer gegen Zehlendorf: Chemnitzer FC bleibt zum siebten Mal in Serie erfolglos

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Der Nordost-Regionalligist steckt nach einem torlosen Unentschieden weiter im Tabellenkeller fest.

Chemnitz.

Der Fußball-Regionalligist Chemnitzer FC wartet weiter auf einen Sieg. Beim 0:0 gegen Hertha 03 Zehlendorf blieben die Himmelblauen zum siebten Mal in Serie ohne Sieg – und zum siebten Mal in der noch jungen Saison ohne eigenen Treffer.

„Die Jungs sind leistungsbereit. Sie haben eine Top-Mentalität und zeigen Tag für Tag im Training, dass sie sich energisch gegen die angespannte Situation stemmen“, hatte Neu-Cheftrainer Benjamin Duda im Vorfeld der Partie gesagt. Gegen den Traditionsverein und Regionalligaaufsteiger aus dem Berliner Stadtteil Zehlendorf sollte sich diese Arbeit endlich auszahlen und in den ersten Sieg seit sechs Spielen münden. Auf dem Rasen passierte zunächst aber erst einmal gar nichts.

Zähe erste Halbzeit

Ohne die Langzeitverletzten Dejan Bozic, Tom Baumgart und Jan Koch sowie die gesperrten Stammspieler Tobias Müller und Niclas Walther waren die Himmelblauen zwar bemüht und das spielbestimmende Team, doch es wurde deutlich, weshalb der Chemnitzer FC derzeit tief im Tabellenkeller steckt. In der Offensive fehlte es an Überzeugung, Durchschlagskraft und Lösungen. Die Duda-Elf ließ den Ball im Mittelfeld gefällig laufen, doch umso näher die Himmelblauen dem gegnerischen Tor kamen, desto verkrampfter wurde das Spiel. Aussichtsreiche Situationen verpufften, da der letzte Pass missling oder falsche Entscheidungen getroffen wurden. Beispielhaft dafür: 44 Minuten lang mussten 3503 Zuschauer im Stadion an der Gellertstraße auf den ersten Abschluss des CFC warten. Der Distanzschuss von Anton Rücker flog allerdings weit am Kasten vorbei und landete im Fangnetz.

Mehr Tiefe, mehr Gelegenheiten, aber erneut kein Tor

In der Halbzeitpause schien CFC-Coach Duda die richtigen Worte gefunden zu haben. Die Hausherren kamen schwungvoll aus der Kabine und hatten nun sowohl mehr Tempo als auch mehr Tiefe in ihrem Spiel. Nach einer Flanke von Manuel Reutter sprang Luis Fischer, der für Walther in der Startelf stand, am höchsten, köpfte jedoch über das Gehäuse (53.).

Kurz darauf kamen die Gäste zur bis dato besten Möglichkeit der Partie. Die Berliner, die in der ersten Halbzeit blass blieben und nur wenig Spielanteile hatten, spielten Offensivmann Gabriel Figurski Vieira frei. Der allerdings scheiterte mit seinem strammen Abschluss an CFC-Keeper Daniel Adamczyk (66.).

Nahezu im Gegenzug dann die Himmelblauen mit ihrer besten Chance. Leon Damer setzte sich gegen drei Gegenspieler durch und zog aus 20 Metern ab. Leicht abgefälscht traf er allerdings nur die Latte (69.) – Pech für den CFC, der erst drei Treffer in dieser Saison erzielt hat.

Spielglück in der Schlussphase

Kurz vor Spielende hatte die Duda-Elf allerdings eine große Portion Glück. Figorski Vieira hämmerte einen Distanzschuss an den Pfosten (82.), Furkan Yildirim traf selbigen nur eine Minute später. Am Ende blieb es beim torlosen Unentschieden. Damit bleibt die sportliche Situation angespannt, wenngleich die Chemnitzer einen dominanten, spielerisch ordentlichen Auftritt hinlegten.

Statistik

CFC: Adamczyk - Reutter, Zickert, F. Müller, Lihsek - Rücker, Erlbeck - Wolter (80. Eshele), Mergel - Fischer (69. Malina), Damer
Zehlendorf: Kühn - Yoldas, Enke, Wilton, Kastrati (V/78. Burda) - Reimann (68. Langhammer), Hennecke - Ihbe (78. Yildirim), Figurski Vieira, Polat - Beyazit (78. Stiller)
SR.: Rauschenberg (Hörselberg-Hainich). Zu.: 3503.

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