Jens Härtel hat sich den Start in seine Amtszeit als Aue-Trainer sicherlich anders vorgestellt. Im Lößnitztal herrscht Abstiegskampf.
Jens Härtel hat sich den Start in seine Amtszeit als Aue-Trainer sicherlich anders vorgestellt. Im Lößnitztal herrscht Abstiegskampf. Bild: S. Sonntag/Picture Point
FC Erzgebirge Aue
Aue-Trainer Härtel nach Niederlage in Cottbus: "Müssen zusehen, dass wir Punkte holen"

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Der FC Erzgebirge Aue haderte in Cottbus mit der dritten Liga-Niederlage in Serie. Müssen die Veilchen nun noch einmal um den Klassenerhalt bangen?

Cottbus.

Genervt und frustriert, so schlichen die Clubverantwortlichen und die Fußballer des FC Erzgebirge Aue nach der 0:1-Niederlage gegen den FC Energie durch den Spielertunnel des Cottbusser Stadions. Die Veilchen hatten soeben in der Dritten Liga die dritte Niederlage in Serie kassiert - zum wiederholten Male eine, die zu verhindern gewesen wäre, hätte die Elf von Cheftrainer Jens Härtel ihre zahlreichen guten Gelegenheiten besser genutzt und mindestens ein Tor erzielt. "Es nervt massiv", sagte Sportchef Matthias Heidrich nach dem Match gegenüber der "Freien Presse". "Das tut richtig weh, das muss ich ehrlich sagen. Ich habe selten so einen unverdienten Sieg gesehen, weil er sich nicht im Ansatz angedeutet hat."

Heidrichs persönliches Heimspiel: "Es war katastrophal"

Die Veilchen hatten über weite Strecken der Partie das Geschehen kontrolliert, teils sogar dominiert, und das Spiel des Gegners kaum zur Entfaltung kommen lassen. Dass am Ende dennoch nichts Zählbares auf der Habenseite stand, sorgte für Ernüchterung. Allen voran bei Matthias Heidrich, der kaum einen Katzensprung vom Energie-Stadion entfernt lebt, viele alte Bekannte traf und sich sein ganz persönliches Heimspiel anders vorgestellt hatte. "Es war katastrophal", sagte der 47-Jährige. "Es nervt richtig. Mit dem Ergebnis ist das eine Katastrophe. Wenn wir hier 0:3 verlieren und die klar besser sind, dann ist es so. Aber so lief es einfach nur grausam."

Der Sportgeschäftsführer machte aber auch gar keinen Hehl daraus, dass seine persönliche Situation nun gar keine Rolle spielt. "Es gilt jetzt, vieles von dem, das richtig gut war, mitzunehmen und zu punkten. Das sollten wir gegen Stuttgart."

Härtel: "Es geht nur ums Ergebnis"

Auch Mirnes Pepic war frustriert, richtete aber bereits den Blick auf das kommende Wochenende: "Wir müssen das Spiel nun nach ein paar Tagen abhaken und nächste Woche zu Hause gewinnen", so der Profi, der sagte, dass aus der Partie in Cottbus viel, viel mehr Gutes aus dem Spiel mitzunehmen sei als Nicht-Gutes.

Auf Zustimmung seines Trainers aber traf er damit nicht. Jens Härtel antwortete gegenüber der "Freien Presse", auf die Worte seines Spielers angesprochen: "Das Ergebnis steht, das ist durch nichts gutzumachen. Es geht immer nur ums Ergebnis. Deswegen müssen wir ehrlicherweise sagen: Das stimmt nicht."

Die Tabellenkonstellation hat bei den Beteiligten sichtliche Spuren hinterlassen. Nur noch vier Zähler trennen den FC Erzgebirge von den Abstiegsrängen - die Auer müssen um den Klassenerhalt bangen. "Wir müssen zusehen, dass wir Punkte holen", spricht Härtel deshalb auch nicht um den heißen Brei herum.

Martin Männel mit Blick auf das kommende Heimspiel: "Sollte uns eine Warnung sein"

Gegen die Bundesligareserve des VfB Stuttgart, die sich in den letzten Wochen stark präsentierte und nun die Abstiegsränge verlassen hat, brauchen die Lila-Weißen dringend einen Sieg. Deshalb ist es Sportchef Heidrich auch egal, gegen wen es geht: "Es muss klar sein, dass wir das Heimspiel gewinnen."

Während sowohl Heidrich als auch Härtel und Pepic sich kritisch nach der 0:1-Niederlage in Cottbus äußerten, legte Martin Männel andere Töne an den Tag: "Die Leistung stimmt mich zuversichtlich für die nächsten Wochen", so der Routinier. Dennoch mahnte auch er, die Lage ernst zu nehmen, nachdem es in der Hinrunde eine schwere Aufgabe gewesen war, die Stuttgarter zu besiegen. "Das sollte uns eine Warnung sein."

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