Tolle Choreo der FSV-Ultras in der GGZ-Arena anlässlich des 28. Geburtstages der Fangruppierung „Red Kaos“.
Tolle Choreo der FSV-Ultras in der GGZ-Arena anlässlich des 28. Geburtstages der Fangruppierung „Red Kaos“. Bild: PICTURE POINT
FSV Zwickau
Zwickauer Fans feiern Fanclub-Geburtstag und elften Heimsieg des FSV

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Der Fußball-Regionalligist aus Westsachsen gewinnt mit 2:0 gegen Hertha BSC II und klettert auf Tabellenplatz drei. Die Stimmung vor 4055 Fans war bereits drittligareif.

Zwickau.

Das Motto war kein neues, aber ein erfolgreiches: "Den Hertha-Bubis die Spielfreude nehmen", hatte Zwickaus Verteidiger Sonny Ziemer das Vorgehen bei der Attacke auf den elften FSV-Heimsieg der Saison beschrieben. Und der 28. Spieltag der Fußball-Regionalliga begann gleich mit viel Zunder. Als die rot-weißen Nebelschwaden nach der Choreografie der Ultra-Fangruppierung "Red Kaos" (RK) so langsam verschwunden waren, klingelte es bereits im Kasten der Reserve des Berliner Zweitligisten. Rechtsaußen Jonas Dittrich setzte in der 2. Minute den allein gelassenen Veron Dobruna per Flanke schön in Szene. Und der Linksfuß versenkte das Leder mustergültig im rechten Dreiangel.

Offenbar hatten die Profis die Lehren aus der ersten Niederlage des Jahres am Samstag zuvor in Halle gezogen und in der Woche an der Effektivität vor dem Tor gearbeitet. Besser jedenfalls hätte die Partie zum 28. Geburtstag von "RK" nicht beginnen können. Der Gäste-Zuschauerblock blieb übrigens wie erwartet komplett leer. Gegenüber verbreiteten die Fans bei bestem Frühlingswetter beste Stimmung. Die Berliner allerdings wirkten nach dem frühen Rückstand keineswegs geschockt. Das Team von Trainer Rejhan Hasanovic, das einen sehr wechselhaften Saisonverlauf zu verzeichnen hat, kombinierte zum Teil gefällig und deutete seine individuelle Klasse an. Torchancen ergaben sich aber zunächst nur, als Ziemer der Ball vom Fuß und zum Gegner sprang. In der 37. Minute konnten sich die Zwickauer jedoch bei ihrem Torhüter bedanken. Nachdem Somnitz auf dem Rasen ausgerutschte war, köpfte Luca Wollschläger den Ball in Richtung rechtes Eck. Lucas Hiemann fischte das Leder gerade noch so aus dem Winkel.

FSV-Coach Rico Schmitt hatte seine Startelf im Vergleich zum HFC auf zwei Positionen geändert. Für Oliver Fobassam agierte Max Somnitz in der Viererabwehrkette. Di-ttrich durfte für Torjäger Marc-Philipp Zimmermann von Beginn an ran. Die Gäste waren bis zum Pausenpfiff mindestens ebenbürtig, auch in der Anzahl der Torchancen.

Nach Wiederanpfiff wiederholte sich das Spiel auf den Rängen, zumindest was die Choreo der Fans betraf. Der fantastischen Stimmung folgte nur das 2:0 zunächst nicht, weil Dittrich gerade noch am präzisen Kopfball gehindert wurde. Doch in der 55. Minute war es dann so weit: Nach einer tollen Kombination über Kapitän Mike Könnecke und einer Eingabe von Jahn Herrmann vollendete Lukas Eixler mit seinem fünften Saisontor zum 2:0-Endstand. Die Entscheidung vergab kurz danach der einlaufende Dittrich, als er aus Nahdistanz Eixlers Eingabe haarscharf verpasste. Und auch Dobruna sowie der eingewechselte Zimmermann verfehlten das 3:0 trotz bester Tormöglichkeiten. Doch der elfte Heimsieg der Saison geriet auch so nicht mehr in Gefahr. Zu verspielt agierten die Herthaner vor dem FSV-Tor. Schließlich verabschiedeten die FSV-Fans ihre Mannschaft nach dem Schlusspfiff und der üblichen Feierarie und tosendem Applaus in die Kabine. Dort dröhnten die Lautsprecher mit Stimmungsmusik - und der Geburtstags- folgte die Siegerparty.

StatistikFSV: Hiemann - Senkbeil, Somnitz, Ziemer, Sengersdorf (71. Kuffour) - Könnecke (71. Fobassam), Startsev (86. Rüther), Dittrich (V/86. Albert) - Dobruna (V), Herrmann, Eixler (71. Zimmermann).

Hertha: Goller - Berner, Morgenstern, Matiebel (V), Kardam (75. Gashi) - Michelbrink, Ajvazi, Ogbaidze (75. Kizildemir) - Pereira Mendes (55. Yildirim), Wollschläger (61. Rölke), Aksakal.

Schiedsrichter: Kluge (Zeitz), Zuschauer: 4055; Tore: 1:0 Dobruna (2.), 2:0 Eixler (55.).

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