Fortuna verkauft sich teuer

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Beim Nordcup für den Nachwuchs im Skisprung und in der Nordischen Kombination haben die Gastgeber aus Pöhla eine neue Strecke getestet - und ihr Vereinsgelände für Wettbewerbe wie diese erfolgreich vermarktet.

Pöhla.

Gleich nach dem Ladies-Alpencup im August ist der Nordcup der wichtigste Wettkampf, den der SV Fortuna Pöhla in seinem Terminkalender stehen hat. Am Wochenende machte die Wettkampfserie nach Wernigerode und Bad Freienwalde im Heimatort von Skisprunglegende Jens Weißflog Station. Auf dem Programm standen für die Aktiven der Altersklassen 12 bis 15 Skispringen und Nordische Kombination. "Für uns ist es wichtig, dass wir einen geordneten Ablauf absichern und unsere Anlage weiter vermarkten können", sagt Klaus Hartmann vom SV Fortuna.

Ganz bewusst haben sich die Pöhlaer deshalb für einen Crosslauf entschieden und sogar eine neue Strecke getestet. Die Runde - mit Start und Ziel an der Schanze - hatte eine Länge von 620 Metern bei 70 Höhenmetern. Drei- beziehungsweise viermal absolvierten die Sportler den Umlauf. Was sich zunächst unspektakulär anhört, bildete für viele einen Gradmesser. "Die Strecke ist vom Schwierigkeitsgrad besonders. Das kenne ich von anderen Wettkämpfen so noch nicht", sagte beispielsweise Hedi Lippmann vom SSV Geyer, die bei den Schülerinnen der AK 14/15 auf dem 4. Platz landete. Matti Ebell vom WSC Erzgebirge Oberwiesenthal sah es ähnlich. "Die Höhenmeter halten sich in Grenzen, aber die Anstiege hatten es ganz schön in sich", sagte der Oberwiesenthaler, der die Runde trotzdem mit Bravour meisterte und in der AK 14/15 auf den Bronzerang sprang. Für Ebell war es der erste Nordcup-Wettkampf in dieser Saison. Tino Aßmann aus Neudorf zeigte sich von der Laufstrecke begeistert. "Ich mag Berge. Der hier war richtig super." Platz 5 stimmte ihn zufrieden, auch weil er sich nach vorn gekämpft hatte. So lag er nach dem Sprung noch auf Rang 10. Die Schanze habe ihre Eigenheiten. Ein zu früher Absprung sei verhängnisvoll und könne wichtige Meter kosten, so Aßmann. "Lieber zu spät als zu früh abspringen", lautete daher seine Devise. Lana Göhler vom SSV Geyer liegt die Pöhlaer Anlage wegen des Schanzenprofils und dem kurzen Gang nicht. In der AK 12/13 ging sie als Sechste in den Lauf und machte noch einen Platz gut. "Die Strecke war extrem anspruchsvoll. Ich kenne keine vergleichbare."

Stephan Kupke, Wettkampfbeauftragter des Nordcups beim DSV, stellte den Pöhlaern ein gutes Zeugnis aus. "Wir wollen für unseren Nachwuchs in beiden Disziplinen eine anspruchsvolle Serie schaffen. Ich glaube, das gelingt uns immer besser", so Kupke, der sich seit vier Jahren mit Sascha Kreibisch um den Nordcup kümmert und alle Sorgen kennt, die Corona gebracht hat. Derzeit gehen 100 Talente an den Start. Bedauerlicherweise sei das Feld der Mädels sehr unterbesetzt.

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