Junge Flöhaer fischen Edelmetall

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Drei Kanuten des KSV haben bei den Deutschen Meisterschaften Medaillen gesammelt. Die Mittelsachsen trainieren allerdings an Elbe und Pleiße.

Flöha.

Seit 2018 lernen und trainieren der 16-jährige Nils Neumann und Franz Krones (15) an der Sportschule in Dresden. Die ersten Paddelschläge haben die beiden jungen Kanuten aber beim KSV Flöha gemacht, für den sie auch weiterhin an den Start gehen - und jetzt auch nationales Edelmetall aus dem Wasser fischten. Bei den Deutschen Meisterschaften auf der Regattastrecke im Wasserpark Dove Elbe in Hamburg fuhr das Duo im Finale des K 2 über 500 Meter auf den Silberrang, über 1000 Meter gewannen beide Bronze. Zudem erkämpfte sich Nils Neumann im Einer Silber über 5000 Meter, während Franz Krones im K 1 über 5000 und 500 Meter jeweils den Einzug in den Endlauf schaffte und am Ende jeweils Sechster wurde. Zudem konnte Ben-Luca Voigt in den Canadier-Mannschaftsbooten je einmal Gold und Silber beisteuern und fuhr im K 2 über 2000 Meter mit seinem Partner aus Leipzig auf Rang 6.

Sie sei sehr stolz, dass die jungen Sportler, die jetzt an den Sportschulen in Dresden und Leipzig trainieren, weiterhin für Flöha starten, sagt KSV-Trainerin Anette Götze. Für den Flöhaer Verein, der seit mehr als 90 Jahren sein Domizil am Zschopauufer hat, seien damit aber auch Pflichten verbunden. "Wir erledigen alle Regattameldungen und müssen uns bei großen Ereignissen, wie der Ostdeutschen und der Deutschen Meisterschaft zugleich um Unterkunft und Verpflegung kümmern", erklärt Götze.

Aber auch darüber hinaus halten Franz Krones und Nils Neumann regelmäßigen Kontakt zum KSV Flöha. Beide nahmen im vorigen Jahr am Wintertrainingslager des Vereins teil, "und eigentlich wollten sie auch bei unserer Vereinsmeisterschaft dabei sein. Da zeitgleich das Trainingslager für die Deutsche Meisterschaft begann, mussten sie aber absagen", berichtet Anette Götze. Jetzt wollen die beiden Sportschüler versuchen, zum Abpaddeln im Herbst wieder ans Bootshaus nach Flöha-Plaue zu kommen. Und wenn es die Umstände zulassen, werden Krones/Neumann auch künftig mit dem Vereinsbus des KSV zu den Regatten fahren.

Neben Ben-Luca Vogt, der seit 2020 in Leipzig trainiert, ist mit Emma Kaposvari auch eine weitere Aktive des KSV an die Sportschule in der Messestadt gewechselt. Dort trainiert sie bei der mehrfachen Weltmeisterin und Olympiasiegerin Anett Schuck. Damit setzen die jungen Sportler vom KSV Flöha eine Tradition fort, die bereits in den 1960er Jahren begann. Damals war zum Beispiel Anita Nüßner nach Leipzig gegangen. Dieser Schritt zahlte sich aus: Bei den Olympischen Spielen in Mexiko 1968 wurde sie im K 1 Sechste. Anne Knorr aus Erdmannsdorf schaffte später ebenfalls den Sprung in die nationale Spitze und wurde 2011 mit Debora Niche Weltmeisterin im K 2 über 1000 Meter.

Die aktuellen Mitglieder des traditionsreichen Vereins aus Flöha-Plaue möchten sich in den kommenden Wochen weitere Lorbeeren bei regionalen Wettbewerben erkämpften So wollen die KSV-Aktiven am 28. August bei den Kreis-Kinder- und Jugendspielen in Mittweida um Podestplätze kämpfen. Am 11. und 12. September geht es dann in Markranstädt aufs Wasser. Bevor schließlich Anfang Oktober die Große Brandenburger Regatta steigt, findet am 25. September die Herbstregatta des KSV Flöha statt.

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