Keine Angst vor neuen Blamagen

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Im Fußball-Kreispokal steht die 1. Runde auf dem Plan. Einige Mannschaften wollen sich für zuletzt dürftige Leistungen in den Punktspielen rehabilitieren. Ein Kuriosum gibt es in Auerswalde.

Frankenberg/Hainichen.

Mit einem Magengrummeln wird André Rother vor dem Pokalspiel seiner Frankenberger Fußballer an diesem Sonntag definitiv nicht aufwachen, sagt der Barkas-Coach vor dem Gastspiel bei der SG Striegistal (Mittelsachsenklasse). "Ich bin guter Dinge, auch wenn es in den vergangenen Jahren im Kreispokal für uns nicht optimal gelaufen ist." Im vergangenen Jahr scheiterten die Frankenberger bereits in der 1. Runde beim Ortsnachbarn, dem LSV Sachsenburg, im Elfmeterschießen. 2020 war beim SV Marbach (4:5) Endstation. "Auch diesmal ist es für uns eine Partie, in der wir eigentlich nur verlieren können. Aber die Jungs haben nach vergangenem Sonntag etwas gutzumachen", blickt Rother auf die unerwartete 1:2-Liga-Niederlage in Brand-Erbisdorf zurück. Etwas rotieren wird er dennoch. "Es werden sich einige auf der Bank wiederfinden, die mich bei der Niederlage in Brand-Erbisdorf nicht überzeugt haben."

Kreispokal und der Hainichener FV - das passte in den vergangenen Jahren ebenso wenig zusammen. "Bis jetzt hatte ich mit meinem Team in diesem Wettbewerb noch überhaupt keinen guten Tag erwischt", sagt HFV-Trainer Mirko Zaeske vor dem Gastspiel beim SV Marbach (Mittelsachsenklasse). Vor drei Jahren schafften es die Hainichener in die 2. Runde, gingen dort allerdings beim SV Mulda krachend mit 3:8 unter. 2021 gab es ein frühes Erstrunden-Aus beim SV Grün-Weiß Niederwiesa (1:2). "Ich habe das noch alles gut in Erinnerung und wünsche mir, dass die Jungs die Einstellung aus den vergangenen Wochen an den Tag legen."

Die Kicker des SV Fortschritt Lunzenau mussten unter der Woche nach der Niederlage im Spitzenspiel der Mittelsachsenklasse (1:5 beim SSV Königshain-Wiederau) noch Wunden lecken, doch mit dem Pokal-Duell gegen den TSV Einheit Claußnitz (Mittelsachsenliga) steht der nächste Höhepunkt auf dem Programm. "Dieses Duell nehmen wir schon ernst und wollen zuhause gegen einen höherklassigen Gegner auch weiterkommen", kündigt SVL-Trainer Jens Endmann an. Potenzial für eine Überraschung hat die Partie durchaus. "Aber dafür müssen wir ganz anders auftreten als in Wiederau."

Der SSV Königshain-Wiederau ist zeitgleich beim FSV Taura (Kreisliga) gefordert. SSV-Trainer Silvio Dost wird nur wenig rotieren. "Wichtig ist, dass die Jungs im Rhythmus bleiben."

Ein vereinsinternes Pokal-Duell gibt es am Sonntag in Auerswalde, wenn beide Wacker-Teams aufeinandertreffen. "Das ist natürlich sehr unglücklich, aber die Spielordnung besagt, dass solche Paarungen möglich sind", sagt Christian Gayek, der Trainer der 1. Mannschaft. "Wir werden nicht durchmischen, sondern es wird Zweite gegen Erste spielen." Um schon im Vorfeld etwas Wind aus diesem Duell zu nehmen, essen beide Teams gemeinsam Mittag. "Aber die Jungs aus der Zweiten haben schon auf ihr Heimrecht verwiesen und werden wohl die Erste in die kleinere Gästekabine schicken", so Gayek schmunzelnd. Der Auerswalder Coach hat bereits bei Haiko Stäbler, dem Vorsitzenden des Spielausschusses beim Kreisverband Fußball Mittelsachsen, angeregt, dass es vereinsinterne Duelle künftig nicht mehr geben soll.

Insgesamt kämpfen an diesem Wochenende 64 Mannschaften um den Einzug in die 2. Pokalrunde. Dabei wurden bei der Auslosung die Teams noch nach regionalen Gesichtspunkten unterteilt. "Die Mannschaften wurden aus drei Lostöpfen gezogen", sagt Heiko Stäbler, der selbst als Schiedsrichter bei der Partie zwischen dem TSV Penig und der SG Frankenau angesetzt ist.