Ausgleich in der Luft, aber kein Torjubel

Den Eispiraten hat am Freitagabend das Pech am Schläger geklebt. Crimmitschau traf im letzten Drittel zweimal den Pfosten und einmal die Latte.

Crimmitschau.

Schade! Die Eispiraten haben ihr Heimspiel gegen den EC Bad Nauheim mit 3:4 (1:2, 1:2, 1:0) verloren. Trainer Kim Collins ärgerte sich über die vielen vergebenen Chancen. "Ich kann dem Team aber keinen Vorwurf machen. Die Einstimmung stimmt", betonte der Deutsch-Kanadier. "Wir mussten hart kämpfen, um die drei Punkte mitzunehmen. Crimmitschau hat uns alles abverlangt", sagte Gästetrainer Christoph Kreutzer.

Innerhalb von sechs Sekunden zappelte die Hartgummischeibe in der 4. Minute im Netz - auf beiden Seiten. Patrick Pohl brachte die Eispiraten in Führung. Der "Goldhelm" traf mit einer Direktabnahme nach Vorarbeit von Vincent Schlenker. Als Stadionsprecher Patrick Augustin den Torjubel anstimmte, fiel bereits der Ausgleich: Nach dem gewonnenen Bully kam Dennis Reimer auf der linken Seite frei zum Abschluss. Torhüter Sebastian Albrecht machte dabei keine gute Figur. Im ersten Powerplay gingen die Gäste aus Hessen durch Dustin Sylvester mit 2:1 in Führung (9.). In einer schnellen und abwechslungsreichen Partie gab es anschließend auf beiden Seiten gefährliche Aktionen.

Das zweite Drittel begann mit leichten Vorteilen für die Eispiraten, die daraus allerdings nichts machen konnten. Auf der anderen Seite nutzte Bad Nauheim seine Chancen konsequent. Radek Krestan verwandelte nach einem Querpass zum 3:1 (28.). Dennis Reimer erhöhte nach einem Rückpass auf 4:1 (35.). Dabei sah Eispiraten-Verteidiger Philipp Halbauer jeweils nicht gut aus, da er vor dem dritten Treffer die Scheibe durch die Beine gespielt bekam und vor dem vierten Tor nicht energisch in den Zweikampf ging. Danach startete Crimmitschau wieder eigene Offensivaktionen. Christian Hilbrich konnte nach einem Solo von Dominic Walsh, der gut die Scheibe behauptete, zum 2:4 verkürzen (36.). In der Folgezeit vergaben Vincent Schlenker (39.) und Patrick McNally (40.) die Chance zum Anschluss.

Im letzten Drittel machten die Hausherren nochmal Dauerdruck. Patrick Klöpper verkürzte nach Vorarbeit von Rob Flick mit der Rückhand zum 3:4 (48.). Damit waren plötzlich auch die 1582 Zuschauer im Kunsteisstadion im Sahnpark wieder da. Sie hatten - vor und nach dem Treffer - mehrfach den Torjubel auf den Lippen. Patrick McNally traf den Pfosten (47.). Auch ein Versuch von Vincent Schlenker landete am Gestänge (50.). Der Schuss von Dominic Walsh knallte gegen die Latte (57.). Davon überzeugten sich die Referees - nach einer unübersichtlichen Situation - auch noch mal bei einem Blick auf den Videobeweis. In den letzten beiden Minuten nahm Kim Collins den Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, was aber nicht mit dem Ausgleich belohnt wurde.


Verteidiger Patch Alber bleibt vorerst beim DEL-Kooperationspartner Bremerhaven

Die Chance auf eine Rückkehr von Verteidiger Patch Alber (29), der seit Mitte Dezember für den DEL-Kooperationspartner Bremerhaven spielt, zu den Eispiraten Crimmitschau stehen schlecht. "Ich denke nicht, dass er in dieser Saison noch einmal für uns spielt. Dafür läuft es für Bremerhaven momentan zu gut. Sie haben eine starke Phase", sagt Trainer Kim Collins. Bremerhaven steht auf Platz 4.

In dieser Saison kam Patch Alber in 19Partien für die Eispiraten zum Einsatz (3 Tore, 7 Vorlagen). Etwas diplomatischer als der Trainer äußert sich Medienchef Aaron Frieß: "Der Verteidiger wird weiterhin in Bremerhaven zum Einsatz kommen. Wann er wieder zum Team stößt, ist noch offen."

Im Gegenzug spielen mit Tobias Kircher und Christoph Körner momentan zwei Offensivleute der "Pinguine" für die Westsachsen. (hof)

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