Eispiraten: Sturm wird verstärkt

Der Eishockey-Zweitligist aus Crimmitschau ist in der Tabelle auf den elften Platz abgerutscht. Die Verantwortlichen reagieren jetzt auf die Talfahrt.

Crimmitschau.

Die Eispiraten Crimmitschau reagieren auf die angespannte personelle Lage und die sportliche Talfahrt in der Deutschen Eishockey Liga 2 (DEL 2). Sie können in den Heimspielen am heutigen Dienstag (ab 20 Uhr) gegen die Tölzer Löwen und am Freitag (ab 20 Uhr) gegen die Heilbronner Falken mit Fyodor Kolupaylo einen zusätzlichen Stürmer auf das Eis schicken. Der 22-Jährige wird vom DEL-Kooperationspartner Fischtown Pinguins Bremerhaven ausgeliehen. Der Linksschütze, der einen deutschen Pass besitzt, brachte es in elf DEL-Einsätzen auf fünf Treffer. In den letzten beiden Spielzeiten kam der gebürtige Russe, der seit dem Herbst 2018 einen deutschen Pass besitzt, für die Bayreuth Tigers zum Einsatz.

Mit weiteren Personalentscheidungen ist in dieser Woche zu rechnen. Geschäftsführer Jörg Buschmann, Gesellschafter Ronny Bauer und Trainer Kim Collins trafen sich am Montagabend zu einer Krisensitzung. Gesellschafter Jens Tützer, der sich in Berlin aufhält, war per Telefon zugeschaltet. "Wir haben zuletzt viel Zeit verstreichen lassen und wissen, dass wir unserer Mannschaft nun mit zusätzlichen Leuten unter die Arme greifen müssen", sagte Jörg Buschmann. Zu Details äußerte er sich noch nicht. Nach Informationen, die der "Freien Presse" vorliegen, werden Optionen für die wackligen Torhüter und die schwache Offensive geprüft. Am Stuhl von Trainer Kim Collins wird trotz der magereren Bilanz mit nur einem Sieg aus den letzten sechs Spielen nicht gerüttelt.

"Die Situation ist mehr als unbefriedigend", sagte Ronny Bauer nach den beiden Niederlagen am Wochenende. Am Sonntag kehrten die Eispiraten mit einer 2:5 (0:1, 1:1, 1:3)-Niederlage von der Auswärtspartie bei den Bayreuth Tigers zurück. "Vorn machen wir die Dinger nicht rein und hinten passieren die individuellen Fehler", ärgerte sich Bauer. Vor den 2307 Zuschauern scheiterten die Eispiraten - vor allem im zweiten Drittel - immer wieder am starken Tigers-Keeper Brett Jaeger. Die Crimmitschauer kämpften sich nach einem 0:2-Rückstand zurück in die Partie: Dominic Walsh gelang mit einer Einzelleistung der Anschluss (35.) und Julian Talbot nach Vorarbeit von Rob Flick der Ausgleich (43.). Auf der anderen Seite bestraften die Tigers die Fehler in der Hintermannschaft der Crimmitschauer konsequent. Vor dem (vorentscheidenden) 3:2-Führungstreffer durch Michal Bartosch in der 46.Minute verlor Yannick Mund den entscheidenden Zweikampf hinter dem eigenen Tor und ließ Christian Hilbrich ungehindert zum Abschluss kommen. "Wir haben ein Sechs-Punkte-Spiel verloren. Das tut weh", ärgerte sich Collins. Sein Team ist in der Tabelle auf den elften Platz abgerutscht. Dagegen schaffte Bayreuth den Sprung auf den zehnten Rang, der den sicheren Klassenerhalt garantiert.

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