Wenn das mal gut geht: Der österreichische Snowboarder Benjamin Karl freut sich über seine Goldmedaille - und beißt fast zu.
Wenn das mal gut geht: Der österreichische Snowboarder Benjamin Karl freut sich über seine Goldmedaille - und beißt fast zu. Bild: Oliver Weiken/dpa
Wintersport
Gefährliches Wasser, Feuer-Fail und kaputte Medaillen: Pleiten, Pech und Pannen bei den olympischen Spielen

Bei Großveranstaltungen läuft selten alles nach Plan - auch bei Olympia kann man ein Liedchen davon singen. Anbei ein paar Beispiele aus der Vergangenheit.

Chemnitz.

Kaum haben die olympischen Spiele in Mailand und Cortina d‘Ampezzo begonnen, gibt es bereits den ersten Aufreger: die Medaillen brechen ab – mit Blick auf vergangenen olympische Spiele nicht die erste Panne.

Seit Jahrzehnten ist es ein vertrautes Bild: Auf dem Siegerpodest versammeln sich Gold-, Silber und Bronzemedaillengewinner, recken ihre Auszeichnungen in die Kameras. Jedoch: Wie unter anderem das ZDF berichtet, haben die Auszeichnungen dieses Jahr in Italien offenbar eine Sollbruchstelle.

Schon bei mehreren Athleten brach der Steg, der das Medaillenband an der Plakette hält. Diese Erfahrung machten etwa der deutsche Justus Strehlow (Bronze), Breezy Johnsohn aus den USA (Gold) und die Schwedin Ebba Andersson (Silber).

Wenn das olympische Feuer zickt

Doch es ist nicht das erste Mal, dass es bei den olympischen Spielen zu unerwarteten Problemen kommt. So machte der machte bei Olympia 2000 in Sydney der Kessel Probleme, in dem das olympische Feuer brannte.

 

Nachdem die Sprinterin Cathy Freeman das Feuer entzündete, fuhr die Konstruktion nach oben in Richtung Stadiondach – und blieb dann mehrere Minuten stecken, ehe es schließlich doch noch weiterging. Bei den Veranstaltern herrschte Sorge, dass die Flamme erlischt.

Ebenfalls bei den Spielen in Down Under stürzten mehrere Gymnastinnen, weil die Sprunggerätehöhe fünf Zentimeter zu niedrig eingestellt war.

 

Eine erneute Panne gab es 2010 in Vancouver: Nur der drei der vier vorgesehen Arme für das olympische Feuer fuhren ordnungsgemäß aus. Am Ende musste eine der Fackelträgerinnen untätig zugucken. Deutlich unangenehmer als der mechanische Fail wurde es im Jahr 2014 im russischen Sotschi.

Die dortigen Unterkünfte waren teils alles andere als ein Grund zur Freude. Kurz vor dem Start waren die Gebäude teils noch nicht fertig. Journalisten beschwerten sich über die Zustände in den Hotels. Es fehlte teils an Glühbirnen und Türgriffen, aber auch mal am Fußboden. Manche durften es sich auf dem Klo zu zweit gemütlich machen.

Ein Journalist entdeckte im Frühstückshonig gar die zugehörige Biene.

Und eine Reporterin aus den USA berichtete, dass aus dem Wasserhahn bräunliches Wasser kam, welches laut Aussage der Rezeption „etwas sehr Gefährliches“ enthält.

Apropos Wasser: Bei den Spielen 2016 in Rio de Janeiro verfärbte sich das Wasser in zwei Pools grün und stank übel. Steckten Algen dahinter? Nein, der Poolboy war es.

 

Ein Dienstleister hatte dutzende Liter Wasserstoffperoxid in die Pools gekippt. Die Chemikalie reagierte mit dem Chlor im Wasser – und schon wurde alles grün. Und roch. Und: Auch in Rio machten die Medaillen Probleme. Über 100 Stück wurden zurückgegeben, weil sie rosteten oder sich schwarze Flecken bildeten.

Ein Trost für die Medaillengewinner von Italien und Brasilien: Auch die bei den Spielen 2024 in Paris vergebene Edelmetall-Auszeichnungen machten hinterher Ärger. Über 100 defekte Medaillen wurden ausgetauscht. (phy)

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